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Als Bayern-Fan auf der Südtribüne

Baden-Baden (sga) – Einmal auf der Südtribüne stehen. Ein Traum für sehr viele BVB-Anhänger. Aber wie fühlt es sich an, als Bayern-Fan in der schwarz-gelben Meute zu sein? Fühlt man sich dann fehl am Platz?

Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

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Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

Von Sarah Gallenberger

Ungeachtet dessen, dass sich meine Begeisterung für Sport prinzipiell in Grenzen hält, ist Fußball für mich früher immer ein Unwort gewesen. Bis ich für eine Weile in München gelebt habe – und um einige Besuche in die Allianz-Arena nicht herumgekommen bin. Meine Euphorie für den Ballsport kam schlagartig, und ich begann tatsächlich, freiwillig Fußball zu schauen – natürlich als Fan des FC Bayern, ist ja klar. Hätte mir das mal einer vorher gesagt, hätte ich nur abgewunken. Nicht in diesem Leben, und auch nicht im nächsten, dachte ich immer. Aber man kann sich ja auch mal täuschen. Zum Beispiel hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal auf der Dortmunder Südtribüne stehen werde – als Bayern-Fan. Verraten habe ich das vergangenen Samstag natürlich niemandem, als ich zwischen Hummels-Trikots und schwarz-gelben Wollschals stand. Ich trug sogar selbst so einen – in erster Linie, weil es ziemlich kalt war. Vielleicht wollte ich aber auch einfach nur nicht als Nicht-Fan auffallen, immerhin sei es nicht so einfach, an einen Platz auf der Südtribüne zu kommen, erzählte man mir.

Beeindruckender Zusammenhalt

Aber ob das überhaupt jemanden interessiert hätte, wage ich zu bezweifeln. Denn was man den Dortmundern wirklich nicht vorwerfen kann, ist fehlende Einstimmigkeit – da ist dann auch egal, ob daneben ein Laie oder waschechter Fan steht. Laufen die Spieler ein, wird gejubelt. Pfeift der Schiedsrichter das Spiel an, wird applaudiert. Schießt jemand ein Tor, rast die Meute. Ist die Chance zum Treffer vertan, wird trotzdem geklatscht. Eigentlich ist egal, was während des Spiels passiert – gefeiert wird immer. Und wenn ich nicht bereits vor Jahren die Faszination um den kleinen Ball begriffen hätte – würde ich spätestens jetzt verstehen, worum es dabei geht.

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Erstellt:
9. Februar 2020, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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