Baden-Racing kündigt Pachtvertrag für Rennbahn

Iffezheim (red) – Baden Racing nutzt sein außerordentliches Kündigungsrecht und hat den Pachtvertrag für die Iffezheimer Rennbahn bei der Gemeinde zum Jahresende gekündigt.

Rennen in der Corona-Krise: Der Veranstalter Baden Racing sieht sich nicht mehr in der Lage, die Pacht für die Rennbahn zu zahlen. Marc Ruehl/Baden Racing

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Rennen in der Corona-Krise: Der Veranstalter Baden Racing sieht sich nicht mehr in der Lage, die Pacht für die Rennbahn zu zahlen. Marc Ruehl/Baden Racing

Wie der Veranstalter von Galopprennen am Mittwoch mitteilte, ziehe man aufgrund der Pandemie die Notbremse. „Die Verluste durch die Corona-Krise sind dramatisch. Deshalb sehen wir uns nicht mehr in der Lage, die von der Gemeinde Iffezheim geforderte Pacht in Höhe von 200.000 Euro jährlich zu bezahlen“, wird Baden-Racing-Präsident Andreas Jacobs in einer Pressemitteilung zitiert.

„Uns geht es wie vielen Veranstaltern, Hotels und Gastronomen, die wegen der monatelangen und noch immer nicht absehbaren Einnahmeausfälle, nicht mehr in der Lage sind, die Pacht zu bezahlen“, so Jacobs. „Wir hoffen aber für den Galoppsport und die Region, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde eine Lösung finden werden, um den Erhalt der mehr als 160 Jahre alten Galopprennbahn weiter zu sichern“, heißt es weiter.

Baden Racing übernahm 2010

Die Galopprennbahn Baden-Baden Iffezheim wurde 1858 gegründet. 2009 meldete der seit 1872 verantwortliche Internationale Club Insolvenz an. 2010 übernahm Baden Racing mit den Hauptgesellschaftern Andreas Jacobs und Paul von Schubert die Galopprennbahn. Ihr persönliches Engagement in der Zeit beziffern sie laut der Mitteilung auf mehr als fünf Millionen Euro. 2015 wurde ein auf 20 Jahre angelegter Pachtvertrag mit der Gemeinde unterzeichnet.

Am Sonntag, 18. Oktober, ist im Rahmen des Sales & Racing Festivals der letzte Renntag des Jahres mit zwei hoch dotierten Zweijährigen-Rennen und einem Gesamtpreisgeld von rund 400.000 Euro geplant.

Eine ausführliche Berichterstattung erscheint in der Donnerstagsausgabe sowie (ab 4 Uhr) im E-Paper

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Erstellt:
30. September 2020, 15:00 Uhr
Lesedauer:
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