Baden-Württemberg: Zahl der Minijobber sinkt um 12,9 Prozent

Baden-Baden (naf) – Steuerfrei arbeiten, fristlos gehen: Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Minijobber in Baden-Württemberg um 12,9 Prozent gesunken. Der DIW fordert eine Reform.

Vor allem das Gastgewerbe – Arbeitgeber für viele Minijobber – leidet unter den Maßnahmen der Krise. Foto: Sebastian Willnow/dpa

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Vor allem das Gastgewerbe – Arbeitgeber für viele Minijobber – leidet unter den Maßnahmen der Krise. Foto: Sebastian Willnow/dpa

Von Nadine Fissl

Hilfreich, wenn die Kinderbetreuung keine 40-Stunden Arbeitswoche zulässt oder man sich neben dem Hauptberuf noch etwas dazuverdienen möchte: Der Minijob wurde 2003 eingeführt, um den Arbeitsmarkt für geringfügig Beschäftigte flexibler zu gestalten. Weniger hilfreich in Zeiten der Corona-Krise: Minijobber gehören aktuell zu den größten Verlierern der Pandemie, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt.
Von denjenigen, die im Jahr 2019 ausschließlich einen Minijob hatten, ist im Frühjahr 2020 fast die Hälfte keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgegangen, fasst der DIW zusammen. In Zahlen sind das insgesamt 850.000 Menschen weniger als im Vorjahr, die solch einen Job ausüben – ein Rückgang um zwölf Prozent. Die Pandemie hat zwar viele verschiedene Branchen hart getroffen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im gleichen Zeitraum laut DIW allerdings um gerade mal 0,2 Prozent gesunken.

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