Umleitungen und längere Fahrzeiten

Rastatt (fk) – Für eine Streckensanierung zwischen Mannheim und Stuttgart wird die Verbindung von 13. April bis 20. Oktober gesperrt. Das hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Mittelbaden, besonders ab Karlsruhe.

Was die Streckensanierung für Anbindungen und Wartezeiten an weitere Züge etwa in Richtung Murgtal/Freudenstadt bedeutet, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Symbolfoto: dpa

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Was die Streckensanierung für Anbindungen und Wartezeiten an weitere Züge etwa in Richtung Murgtal/Freudenstadt bedeutet, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Symbolfoto: dpa

Von Florian Krekel

183 Millionen Euro lässt sich die Deutsche Bahn die Sanierung kosten. Unter anderem werden Gleise und Signalanlagen erneuert, wie der mittelbadische Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel (Grüne) gestern berichtete. Die Verbindung wird dafür von 13. April bis 20. Oktober gesperrt. Im Zuge der Sperrung muss sämtlicher Bahnverkehr von Mannheim gen Stuttgart über die Fächerstadt umgeleitet werden, was eine deutliche Erhöhung der Streckenauslastung bedeutet. Deshalb müssten Regionalzüge zwischen Karlsruhe und Stuttgart teils umgeleitet werden. Damit einher gehe eine Fahrzeitverlängerung von zirka 15 Minuten und eine entsprechende Veränderung der Abfahrtszeiten, so Hentschel gegenüber dem BT. Was das für Anbindungen und Wartezeiten an weitere Züge etwa in Richtung Murgtal/Freudenstadt bedeute, lasse sich noch nicht genau abschätzen. Fernverkehrszüge werden demnach ebenfalls zirka 15 bis 20 Minuten länger für die Strecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart brauchen und werden teils verlängert, um zusätzliche Fahrgastkapazitäten zu schaffen. „In diesen sauren Apfel müssen wir wohl oder übel beißen, wenn wir unser Ziel der deutlichen Stärkung des ÖPNV erreichen wollen“, sagte Hentschel. Man sei aus politischer Sicht grundsätzlich froh, dass die Bahn das Projekt in Angriff nehme.

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Erstellt:
29. Februar 2020, 10:30 Uhr
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