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Berliner Philharmoniker wollen auch nach 2022 kommen

Baden-Baden/Berlin (red) – „Wir möchten mit einer klaren Perspektive planen“: Die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, hat im BT-Interview ein klares Bekenntnis des Orchesters zu den Baden-Badener Osterfestspielen auch über 2022 hinaus abgegeben. Zunächst wollen die Philharmoniker aber bei den Salzburger Sommerfestspielen coronakonform auftreten.

Schwarzwälderin mit Kampfgeist: Die Philharmoniker-Intendantin Andrea Zietzschmann besteht derzeit die „größte Herausforderung“ ihres Lebens.  Foto: Hoederath/Philharmoniker

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Schwarzwälderin mit Kampfgeist: Die Philharmoniker-Intendantin Andrea Zietzschmann besteht derzeit die „größte Herausforderung“ ihres Lebens. Foto: Hoederath/Philharmoniker

Von Georg Rudiger

Seit September 2017 ist Andrea Zietzschmann (49) die Intendantin der Berliner Philharmoniker. Die Corona-Krise ist für die erfahrene Kulturmanagerin die bislang größte berufliche Herausforderung. Im Interview mit Georg Rudiger in ihrem Berliner Büro gibt sich die Schwarzwälderin kämpferisch.

BT: Frau Zietzschmann, was macht eine Intendantin, wenn das Orchester nicht spielt?
Andrea Zietzschmann: Sie arbeitet (lacht). Ganz haben die Berliner Philharmoniker ihre Aktivitäten aber auch nicht eingestellt. Es waren immer Musikerinnen und Musiker im Haus. Seit unserem Europakonzert am 1. Mai haben wir etliche Produktionen für die Digital Concert Hall gemacht, drei davon mit unserem Chefdirigenten Kirill Petrenko. Aber natürlich ist meine Lernkurve seit März stark angestiegen.

BT: In welchem Bereich?
Zietzschmann: Krisenmanagement. Wir mussten den Dialog mit unserem Publikum und mit unseren Mietern führen. Und bewegten uns dabei in der Anfangszeit auf unsicherem Terrain, weil fast jede Woche eine neue Pandemieverordnung erschien. Dann wurden die Osterfestspiele Baden-Baden und die große Europa-Tournee und die Konzerte in Israel abgesagt. Auch das aufwändige Projekt mit Gustavo Dudamel bei den olympischen Spielen in Japan wurde gecancelt. Es gab in den letzten Monaten viele unangenehme Dinge zu klären: Wie löst man Verträge auf? Wie bekommt man seine Gelder zurück? Wir haben die längste Spielpause in der gesamten Geschichte des Orchesters seit der Gründung 1882. Weder in den beiden Weltkriegen noch in der Zeit der Spanischen Grippe hat das Orchester länger pausiert.

BT: Ist das Orchester derzeit in Kurzarbeit?
Zietzschmann: Ja – von Anfang April bis Ende August. Angesichts unserer riesigen Defizite eine wichtige Maßnahme, um Kosten zu sparen.

Auftritt bei verkleinerten Salzburger Sommerfestspielen

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