„Bündnis KSC“ offenbart sich

Karlsruhe (moe) – Lange agierte das „Bündnis KSC“, das den Fußball-Zweitligisten mit sechs Millionen Euro unterstützen will und dafür den Rücktritt von Ingo Wellenreuther fordert, weitgehend anonym. Jetzt hat es sich offenbart.

Das „Bündnis KSC“ will den gebeutelten Zweitligisten mit sechs Millionen Euro vor der Insolvenz retten. Foto: Deck/dpa

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Das „Bündnis KSC“ will den gebeutelten Zweitligisten mit sechs Millionen Euro vor der Insolvenz retten. Foto: Deck/dpa

Von Moritz Hirn, Peter Putzing

Bis dato agierte das „Bündnis KSC“ weitgehend anonym, kommunizierte ausschließlich über seinen Rechtsbeistand – bis gestern Abend. Da wagten sich nämlich die Initiatoren des Zusammenschlusses regionaler Unternehmen, die den Karlsruher SC mit einem Aktienkauf im Wert von sechs Millionen Euro vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit bewahren wollen und als Gegenleistung den Rücktritt von KSC-Präsident Ingo Wellenreuther fordern, erstmals vollends aus der Deckung. Neben den bereits bekannten Mitgliedern – die Ötigheimer Bohrgesellschaft Hettmannsperger, die Privatperson Roland Weiss, die Artus Gruppe Baden-Baden, der Nudelhersteller Pasta Nuova aus Graben-Neudorf, die Wirtschafts- & Fondsanlagenberatung WIFO aus Rheinstetten sowie GEM Ingenieursgesellschaft mbH – sind die Spedition Hartmann aus Muggensturm sowie die CRIFI Verwalgungs GmbH von Dr. Christian Fischer und Toni Iemboli als Privatperson Teil des Bündnisses. Die beiden Letzteren fungieren als dessen Sprecher und sind nach eigenem Bekunden Vereinsmitglieder und pflegen seit „Jahren, sogar Jahrzehnten“ eine leidenschaftliche Beziehung zum KSC. Fischer ist obendrein seit Oktober 2019 Mitglied im Verwaltungsrat des Vereins sowie im Aufsichtsrat der ausgegliederten Profiabteilung.

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