Charlotte ist neu im Zoo Karlsruhe

Karlsruhe (red) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im Juni Eisbär-Dame Charlotte kennen.

Charlotte liebt es im Wasser zu spielen. Foto: Zoo Karlsruhe/Maike Franzen

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Charlotte liebt es im Wasser zu spielen. Foto: Zoo Karlsruhe/Maike Franzen

Mein Name ist Charlotte, ich bin fünf Jahre alt und ein Eisbär. Auch, wenn wir sehr knuddelig aussehen, Eisbären sind keine Teddys, sondern die größten Landraubtiere der Erde. Wir ernähren uns nämlich hauptsächlich von anderen Tieren. Zu unserer Nahrung zählen in der Natur außer Robben auch Erdhörnchen, Lemminge und Wühlmäuse sowie Vögel, Vogeleier und Fische. Zudem fressen Eisbären Wale, wenn diese vom Meer tot angespült werden. Auch wenn wir viel Fleisch mit hohem Fettanteil benötigen, um gesund zu bleiben, fressen wir zusätzlich pflanzliche Kost. Wurzeln, Seetang, Beeren oder mal Blätter.

Für meine Artgenossen in der Wildnis ist es manchmal sehr schwer, genügend Futter zu finden. Wir können zum Glück lange fasten, wenn wir uns zuvor genügend Speck angefressen haben. Dann halten wir sogar einige Monate ohne Nahrung aus. In der Natur steht uns aber immer weniger Lebensraum zur Verfügung. Durch die Klimaerwärmung schmilzt meinen Artgenossen das Eis unter den Tatzen weg. In dem kleineren Lebensraum finden sie noch schlechter Futter, sich den Speck anzufressen ist dann für einige Eisbären nicht mehr möglich.

Ich muss mir zum Glück keine Sorgen machen. Seit vergangener Woche lebe ich im Zoo Karlsruhe. Dorthin bin ich aus dem Zoo Hannover gekommen. Und überall kümmern sich die Menschen ganz toll um mich. Wirklich hungrig musste ich noch nie sein. Neben Fleisch und Fisch schmecken mir auch Karotten und Salat, die mir die Tierpfleger zuwerfen.

Charlotte versteht sich gut mit Blizzard

Ich bin sehr verspielt. Am liebsten habe ich Bälle, mit denen ich im Wasser spielen kann. So kann ich mich ganz lange beschäftigen. Ich mag zudem Blizzard, das Eisbärmännchen, mit dem ich in Karlsruhe jetzt zusammenlebe. Wir haben uns erst vergangene Woche kennengelernt, verstehen uns aber sehr gut.

In der Natur leben Eisbären meist alleine. Das hängt damit zusammen, dass sonst nicht genügend Futter vorhanden wäre. Steht uns aber eine große Auswahl an Nahrung zur Verfügung, leben wir Eisbären gerne zu zweit oder in kleineren Gruppen zusammen. Daher bin ich sehr froh, mit Blizzard einen tollen Partner an meine Seite bekommen zu haben.

Dass wir Eisbären mit unserer Speckschicht und dem speziellen Fell tiefste Temperaturen aushalten, das weiß eigentlich jedes Kind. Aber unsere super Isolation funktioniert auch bei Hitze sehr gut. Dass ist in etwa so, wie bei einem gut isolierten Haus. Da bleibt es im Sommer auch schön kühl im Inneren. Und wenn es dann wirklich mal sehr warm wird, dann gehe ich einfach meiner Lieblingsbeschäftigung nach: im Wasser baden. Das kühlt auf alle Fälle gut ab.

Vergangenen Monat ging es um Bennettkänguru Hoppsi.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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