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Corona-Ticker: Soziale Kontakte werden „umfassend reduziert“, Kanzlerin in Quarantäne

Baden-Baden (red/dpa/AFP) – Das Coronavirus hat die Welt, Europa, Deutschland und auch Mittelbaden im Griff: Hier stellt das BT aktuelle Informationen im Ticker zur Verfügung.

Bei einer Pressekonferenz erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, danach muss sie selbst in häusliche Quarantäne. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Bei einer Pressekonferenz erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, danach muss sie selbst in häusliche Quarantäne. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

20.50: In Baden-Württemberg sind vier weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Dabei handelt es sich um einen über 80-jährigen Mann und eine über 80-jährige Frau aus dem Ortenaukreis, einen über 70-jährigen Mann aus dem Landkreis Esslingen und eine über 90-jährige Frau aus Freiburg, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Stuttgart mitteilte. Damit stieg die Zahl der Toten auf 27 im Südwesten. Außerdem wurden in Baden-Württemberg weitere 482 bestätigte Infektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf mindestens 4.300 an.

19.48: Binnen von vier Wochen soll Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio herrschen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer größer geworden war.

19.15: Zwischen Mailand und Sizilien erklingt seit Beginn der Corona-Epidemie die Musik von Balkonen und aus Fenstern, Menschen singen und musizieren gegen die Krise. Die Italiener machen es vor – jetzt ziehen die Deutschen nach. Profimusiker und Hobbyspieler haben am Sonntagabend zeitgleich zum Instrument gegriffen und in einer Art gemeinsamen Konzert Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ angestimmt. Auch in Mittelbaden erklang die Melodie vielerorts aus den Häusern und Wohnungen.

19.07: Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus trägt in Österreich erste Früchte. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg zwischen Samstag und Sonntag nur noch um 15 Prozent oder 430 Fälle auf insgesamt 3.244 Infektionen, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Sonntag mitteilte. Vor Beginn der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen war es in der Spitze ein Anstieg um 40 Prozent an einem Tag gewesen. „Die gesetzten Maßnahmen beginnen also zu wirken. Die Entwicklung der Zahl der Corona-Erkrankungen muss aber weiter sinken, die Zuwächse sind noch immer viel zu hoch. Wir müssen die Zuwächse durch eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen auf den einstelligen Bereich an Tageszuwächsen drücken“, sagte Anschober. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich warne aber eindringlich, wir dürfen nicht nachlassen.“

18.58: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Coronakrise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

17.57: Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der bayerischen Staatskanzlei. Es bleibt bei der bayerischen Regelung, wonach man nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes an die frische Luft gehen darf.

„Die gesetzten Maßnahmen beginnen also zu wirken. Die Entwicklung der Zahl der Corona-Erkrankungen muss aber weiter sinken, die Zuwächse

17.55: Baden-Württemberg verschärft seine Einschränkungen für das öffentliche Leben wegen des Coronavirus noch einmal leicht. Künftig ist nur noch erlaubt, dass bis zu zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sind. „Die gesetzten Maßnahmen beginnen also zu wirken. Die Entwicklung der Zahl der Corona-Erkrankungen muss aber weiter sinken, die Zuwächse Ausnahmen gibt es für Familien. Der Mindestabstand zueinander muss mindestens 1,5 Meter betragen. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer Telefonschalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag. Zuletzt galt, dass drei Menschen im Südwesten zusammen unterwegs sein durften. Die neuen Regeln werde Baden-Württemberg jetzt im Eilverfahren beschließen. Sie sollen von diesem Montag an gelten. Kretschmann appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten – egal, ob im Supermarkt oder beim Spazierengehen. Das öffentliche Leben werde im Südwesten weitgehend heruntergefahren. „Aber wir machen Baden-Württemberg nicht komplett dicht“, sagte er. Es sei nicht verboten, die Wohnung zu verlassen, etwa für Arztbesuche, zum Einkaufen oder um frische Luft zu schnappen. Bis die Maßnahmen Wirkung zeigten, werde es aber bis zu 14 Tage dauern. Bis dahin müsse man mit steigenden Infektionszahlen rechnen. „Dann hoffen wir, dass sich die Kurve abflacht“, so Kretschmann.

17.45: Zur Eindämmung der Corona-Krise werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz am Sonntag. „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, heißt es in dem Beschluss. Diese Maßnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten. Eine Ausgangssperre verhängt die Politik ausdrücklich nicht. „Selbstverständlich“ weiter möglich bleiben: der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, aber auch in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen seien aber inakzeptabel. „Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.“ Eine Höhe der Strafen ist in dem Beschluss nicht genannt. Cafés, Restaurants und Kneipen sind fortan bundesweit zu schließen. Eine generelle Schließung von Geschäften oder Produktionsstätten ist nicht vorgesehen.

17:00: Die von Bund und Ländern beabsichtigte umfassende Reduzierung sozialer Kontakte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll mindestens zwei Wochen gelten. Das geht aus einem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor, das der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Berlin vorlag. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten verständigten sich bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

16.49: Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten im Ortenaukreis steigt auf 110. Das Landesgesundheitsamt hat heute 18 neue Covid-19-Fälle bestätigt. Die Neu-Infizierten stammen aus Appenweier (6), Kappel-Grafenhausen (2), Renchen (2), Lahr (2) sowie Durbach, Hohberg, Kehl, Oppenau, Rust und Schuttertal (jeweils eine Neu-Infektion).

16.30: Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Weitere Informationen folgen zeitnah.

16.27: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten rund um den Globus derzeit für knapp eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen. Weltweit stieg die Zahl der Infektionsfälle am Sonntag laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf über 300.000. Besonders dramatisch entwickelt sich in Europa die Lage in Italien und Spanien. Die spanische Regierung will die Ausgangssperre deshalb bis 11. April verlängern. Bis Sonntagvormittag wurden mehr als 308.000 Infektionsfälle in 170 Ländern und Gebieten registriert, wie eine Zählung von AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. 13.444 Menschen starben an den Folgen der Infektion.

15.58: Fußball-Zweitligist Karlsruher SC startet sein Projekt „Nachbarschaftshilfe“. Dabei sollen „gefährdete Personen“ mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Das Projekt wurde auf Initiative der aktiven Fanszene gemeinsam mit dem Klub ins Leben gerufen. Vormittags von 9.30 bis 12 Uhr können sich Personen melden und telefonisch ihre Bestellung aufgeben. Angenommen werden nur Bestellungen aus dem Karlsruher Stadtgebiet. Der Maximalwert eines Einkaufs beträgt 50 Euro. Alle eingehenden Bestellungen werden zentral gesammelt und Einkaufsrouten festgelegt. Abgestimmt ist das Projekt mit dem Ordnungs- und Bürgeramt/Gesundheitsamt Karlsruhe.

15.55: Die Stadtverwaltung Rastatt befindet sich ab sofort im Notbetrieb. Für die Erledigung wichtiger Dienstleistungen im Bürgerbüro und bei der Stadtsauberkeit sowie im Bereich Ordnungsangelegenheiten sind die Mitarbeiter jedoch weiter vor Ort. Andere Arbeiten und Dienstleistungen werden im Homeoffice erbracht, so eine Mitteilung. Für Menschen aus Rastatt, die Hilfe benötigen, hat die Stadt unter der Nummer (07222) 972-9004 ein Hilfetelefon eingerichtet (Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr, in den übrigen Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet). Kontakt ist auch per E-Mail möglich: hilfetelefon.corona@rastatt.de. Bei gesundheitlichen Fragen sollen sich die Bürger direkt an ihren Hausarzt wenden oder an das Gesundheitsamt des Landkreises: montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer (07222) 381-2300. Unterdessen ist OB Hans Jürgen Pütsch, der – wegen eines Skiurlaubs in Österreich – in den letzten Tagen von zu Hause aus gearbeitet hat, ab Montag wieder offiziell im Rathaus im Dienst.

14.50: Im Rahmen der Kontrollen an der Grenze zu Frankreich hat es am Samstag gegen 19:35 Uhr am Grenzübergang Iffezheim einen Zwischenfall gegeben. Ein aus Frankreich kommender Autofahrer durchbrach die Kontrollstelle, die Beamten konnten sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Verletzt wurde niemand, teilte die Bundespolizei am Sonntagnachmittag mit. Die Polizei verfolgte den 48-jährigen Franzosen und stoppte ihn am Autobahnrasthof Bühl. Er leistete heftigen Widerstand und wurde festgenommen. Sein Motiv sei noch unklar.

14.34: Papst Franziskus hat alle Christen zu einem gemeinsamen Gebet für ein Ende der Corona-Pandemie aufgerufen und als große Ausnahme den Sondersegen „Urbi et Orbi“ angekündigt. Am kommenden Mittwoch um 12 Uhr sollten alle gemeinsam das „Vaterunser“ sprechen, sagte das Katholiken-Oberhaupt am Sonntag beim Angelusgebet in Rom. Kommenden Freitag werde er um 18 Uhr auf dem leeren Petersplatz den Sondersegen und die damit verbundene Generalabsolution erteilen. Der Segen wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen.

13.40: Der Aufruf „Bleibt zu Hause“ scheint bei vielen Menschen angekommen zu sein. Die Straßen in Elchesheim-Illingen sind an diesem sonnigen, aber kühlen Sonntagmittag wie leergefegt. Nur vereinzelt begegnet man (mit sicherem Abstand) Spaziergängern und Radfahrern, die allein oder zu zweit frische Luft tanken. Ein ähnliches Bild bietet sich vermutlich auch in anderen Orten Mittelbadens, Kollegen aus Baden-Baden bestätigen das. Da die Spielplätze gesperrt sind, sieht man die Kinder in ihren Höfen und Gärten toben.

13.10: Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der Fälle weiter rasant an. Die Zahl der Infizierten sei auf mehr als 28.500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntagmittag mit. Das sind 3.500 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 1.720. Am Samstag waren es in ganz Spanien noch 1.326 gewesen. Das ist ein Anstieg der Todesopfer um fast 30 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

11:55: Der Verkehr an den Grenzen zu Baden-Württemberg ist trotz der Kontrollen wegen der Corona-Pandemie am Wochenende ruhig verlaufen. „Wir haben sehr, sehr wenige Pkw“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg am Sonntag. Demnach überqueren die Menschen die französischen Grenzen nur noch, wenn es zwingend notwendig ist. Bürger, die normalerweise im Nachbarland einkaufen, hätten das mittlerweile vollständig eingestellt. An den Schweizer Grenzen sei es ebenfalls ruhig: „Die Straßen sind sehr leer“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Weil am Rhein.

11.45: Die Jusos Rastatt/Baden-Baden gehen unter dem Motto „RaBaBa liefert.“ im Raum Rastatt und Baden-Baden für Menschen einkaufen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihr Haus nicht verlassen können oder dürfen. „Außerdem wollen wir Menschen helfen, die durch die Pandemie in finanzielle Not geraten, und bei Bedarf Einkäufe finanziell übernehmen“, heißt es in einer Mitteilung. Das Hilfsangebot gelte nicht nur für die Stadt Rastatt, sondern auch für die umliegenden Orte. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerks. Die Jusos rufen Menschen im Raum Rastatt/Baden-Baden zur Unterstützung auf. Wer mitmachen will oder Hilfe benötigt, kann sich melden unter der Telefonnummer (0157) 34541015 oder per Mail an rababa.liefert@gmail.com.

11.22: Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

11.16: Die internationale Athletenvereinigung „Global Athlete“ hat das Internationale Olympische Komitee angesichts der Coronavirus-Pandemie zur Verschiebung der Sommerspiele in Tokio aufgefordert. „Wenn sich die Welt zusammenschließt, um die Verbreitung des Covid-19-Virus zu begrenzen, muss das IOC das Gleiche tun“, hieß es in einer Mitteilung der Organisation vom Sonntag. Dutzenden von Athleten hätten sich bereits gegen eine Austragung der Tokio-Spiele wie vorgesehen vom 24. Juli bis 9. August ausgesprochen.

10.35: Die Katholische Kirche Rastatt bietet Online-Gottesdienste an. „Kaplan Frederik Reith wird ab sofort die sonntägliche Messe mit Predigt aufzeichnen und spätestens ab Sonntagnachmittag auf der Homepage zur Verfügung stellen. Diese und weitere Videos werden auf dem neuen Youtube-Kanal ,Katholisch in Rastatt’, der zurzeit aufgebaut wird, zu sehen sein“, heißt es auf der Homepage www.kath-rastatt.de.

10.05: Die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise beginnen am Sonntag um 14 Uhr. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mehreren Bundesländern. In der Schaltkonferenz geht es darum, ob zur Eindämmung des Coronavirus weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens nötig sind. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert wollen die Kanzlerin und die Länderchefs eine „sehr ernste, schonungslose Analyse der Lageentwicklung“ der vergangenen Tage vornehmen.

8:05: Die italienische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus die Schließung aller „nicht lebensnotwendigen“ Unternehmen und Fabriken beschlossen. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Samstagabend in einer Fernsehansprache, die Regierung habe entschieden, landesweit jegliche Produktion einzustellen, die für die Grundversorgung „nicht absolut notwendig, entscheidend und unverzichtbar“ sei. Die Zahl der Todesopfer in Italien war zuvor binnen 24 Stunden um fast 800 auf 4825 in die Höhe geschnellt.

Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Coronavirus-Probleme für die Autoindustrie. „Es soll jetzt niemand glauben, dass das in zwei Wochen erledigt ist“, sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. „Woher sollte ich im Moment den Glauben nehmen, dass die Leute in einigen Wochen wieder massenhaft Autos kaufen?“ Daimler hat die Produktion in Europa für zunächst zwei Wochen weitgehend gestoppt – Verlängerung je nach Entwicklung der Lage nicht ausgeschlossen. Die Beschäftigten federn das vorerst mit Urlaub oder dem Abbau von Zeitkonten ab. Brecht geht aber davon aus, dass danach Kurzarbeit notwendig sein wird. „Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir ab der dritten Woche in Kurzarbeit gehen können“, sagte er. „Und meine persönlich Meinung ist: Das wird passieren.“

Sonntag, 6.30: Guten Morgen. Wir sind wieder für Sie da an diesem Sonntag, an dem weitere Beschränkungen beschlossen werden könnten. Eine letzte Chance sollte der Samstag sein. Eine letzte Möglichkeit, um die scharfen Regeln in der Coronakrise zu befolgen und die befürchteten Ausgangssperren zu verhindern. Mit Blick auf das Verhalten der Menschen nicht nur in Baden-Württemberg will die Politik in Bund und Ländern heute über drastischere Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus entscheiden. Zuletzt hatte die Landesregierung daher schärfere Regeln beschlossen, um die Unvernünftigen zur Raison zu bringen. Gruppenbildung ist nicht mehr erlaubt, damit das Ansteckungsrisiko reduziert wird.


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