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Corona-Ticker: Schutzausrüstung für die Praxen

Baden-Baden (red/dpa) – Das Coronavirus hat die Welt, Europa, Deutschland und auch Mittelbaden im Griff: Hier stellt das BT aktuelle Informationen im Ticker zur Verfügung.

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg verschickt Schutzausrüstung an die Praxen im Land. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg verschickt Schutzausrüstung an die Praxen im Land. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

7.55: Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat damit begonnen, die rund 15.000 Arztpraxen im Land mit Schutzausrüstung zu beliefern. Der Vorstandsvorsitzende der KVBW Dr. Norbert Metke teilte dazu am Donnerstag mit: „Wir haben durch Belieferung der Bundesregierung und eigene Aktivitäten auf dem Markt über 100.000 Masken, etwa eine Million Mund-Nasenschutz-Tücher sowie Einmalhandschuhe und Schutzkittel beschafft, die wir aktuell an unsere Praxen ausliefern. Das ist leider nicht die Menge, die für die Versorgung erforderlich wäre, dennoch werden aber die Praxen damit den Betrieb erst einmal aufrechterhalten können.“ Die Organisation sei innerhalb weniger Tage von einer reinen Verwaltung in ein Logistikunternehmen umgewandelt worden. .Man habe ein eigenes Logistikzentrum in Betrieb genommen, in dem rund um die Uhr werden dort Pakete verpackt und versendet würden. Etwa sechs von sieben Corona-Patienten sollen in den Praxen behandelt werden.

7.05: Die Parteien müssen wegen der Corona-Krise die Aufstellung von Kandidaten zur Landtagswahl im März 2021 verschieben. Denn öffentliche Versammlungen sind nicht erlaubt, weil die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden soll. Die baden-württembergische CDU hat nach den Worten von Generalsekretär Manuel Hagel bereits einen Teil der Kandidaten nominiert. Für die noch anstehenden Veranstaltungen gelte, dass sie nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben seien. Ähnlich äußerten sich Sprecher von Grünen und von SPD.

6.40: Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder auf unter 100 gesunken. Am Mittwoch seien 89 Menschen positiv auf den Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Die Gesamtzahl stieg auf 9.976. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus kletterte um vier auf 169. Zuletzt hatte sich den Angaben der Behörden zufolge die Zahl der neu gemeldeten Infektionen bei etwa 100 „stabilisiert“. Ein deutlicher Abwärtstrend stellte sich im März ein, nachdem es Ende Februar mit über 900 Fällen innerhalb eines Tages einen Höhepunkt gegeben hatte.

Sorgen bereiten den Behörden aber weiterhin lokale Häufungen von Infektionen in Kirchengemeinden und Krankenhäusern sowie eine Zunahme „importierter“ Fälle.

Donnerstag, 6.30: Guten Morgen. Die BT-Redaktion trägt nun wieder die wichtigsten Entwicklungen in der Corona-Krise zusammen.

23.00: Die BT-Onlineredaktion legt eine Pause ein. Wir wünschen eine gute Nacht. Bis morgen.

22.50: Die Lufthansa schickt wegen der Corona-Krise Zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wie die Vereinigung Cockpit am Mittwochabend mitteilte, wurde nach Vereinbarungen über die Mitarbeiter am Boden und in der Kabine nun auch eine Vereinbarung mit den Piloten von Lufthansa und Germanwings getroffen. Den Angaben zufolge beginnt die Kurzarbeit sofort. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, das Unternehmen schicke 87.000 Mitarbeiter in die Kurzarbeit. Laut einem Sprecher der Vereinigung Cockpit sind in Deutschland rund 4.500 Piloten betroffen. Laut „Business Insider“ hatte das Unternehmen bereits am Montag Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) für 20.000 der 22.500 Crew-Mitarbeiter beantragt. Dazu kommen dem Bericht zufolge 7.000 Beschäftigte der Boden-Dienste. Zudem werde die Lufthansa nun ab diesem Monat auch für Beschäftigte in ihren Tochterfirmen Kurzarbeit beantragen, berichtete „Business Insider“. Zusätzlich zu den 27.000 Mitarbeitern sollen dann weitere rund 60.000 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen. Damit wären fast zwei Drittel aller Lufthansa-Mitarbeiter direkt von der Corona-Krise betroffen. Die Lufthansa wollte sich auf Anfrage von „Business Insider“ nicht äußern. Unter dem Strich kostet das die BA dem Magazin zufolge rund 60 Millionen Euro im Monat. Nach gegenwärtigen Planungen rechnet Lufthansa mit einem Bedarf an Kurzarbeitergeld allerdings bis August, sodass sich die Gesamtkosten auf 360 Millionen Euro belaufen dürften.

In Kalifornien bleiben die Schulen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum Sommer geschlossen. Dies teilte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch mit. Schulen würden den Unterricht online fortführen.

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden. Die Konferenz soll nun im kommenden Jahr abgehalten werden. Das genaue Datum stehe aber noch nicht fest.

20.56: In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 200.000 überschritten. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwoch mehr als 203.000 Infektionsfälle gemeldet. Die Zahl von 100.000 Infektionen war am vergangenen Freitag überschritten worden, damit hat sich die Zahl binnen fünf Tagen verdoppelt.

20.55: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Vorwürfen widersprochen, mit den scharfen Kontaktbeschränkungen opfere der Staat die Freiheit der Gesellschaft. „Erstens mal opfern wir keine Freiheitsrechte, weil die Freiheitsrechte sind nur zeitweise eingeschränkt“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwochabend in der ARD. Es gehe darum, in „einer Katastrophensituation“ Leben zu retten. „Die Bevölkerung kann sicher sein, dass mit dem Ende dieser Krise die Freiheitsrechte radikal wieder hergestellt werden, so wie es vorher war.“ Kretschmann wollte es auch nicht als Denunziation verstanden wissen, wenn Bürger grobe Verstöße gegen die in der Corona-Krise verhängten Auflagen der Polizei melden. „Schwere Verstöße dagegen – das ist ja kein Kavaliersdelikt“, sagte er. „Das hat mit Denunziation nichts zu tun. Das ist die Sorge darum, dass sich einfach diese Epidemie nicht ausbreitet. Und insofern finde ich es ganz normal, wenn da schwere Verstöße dagegen stattfinden, dass man das auch meldet.“ Wenn einfach eine Gruppe zusammenstehe, könne man aber auch selber auffordern, auseinanderzugehen, ohne die Polizei einzuschalten.

20.35: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. „Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann“, sagte Tedros. Österreich hatte nach anderen Ländern am Mittwoch das Tragen von Mundschutz beim Einkaufen verpflichtend gemacht. In Deutschland wurde auch darüber diskutiert, aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Dienstag, er sehe keine Notwendigkeit für eine Verpflichtung zum Maskentragen.

20.12: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über die „rasche Eskalation“ der Coronavirus-Pandemie gezeigt. Die Zahl der Todesopfer weltweit habe sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. In den kommenden Tagen sei mit einem Anstieg der Infektionszahlen auf eine Million und der Zahl der Todesopfer auf 50.000 zu rechnen, sagte der WHO-Chef.

20.08: Fußball-Profi Jérôme Boateng ist vom FC Bayern München mit einer Geldstrafe belegt worden. Der Club bestrafte den Verteidiger, weil er sich trotz der geltenden Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwochabend mitteilte, habe der 31-Jährige am Dienstag ohne Genehmigung des Vereins München verlassen. Boateng kann die Strafe nicht verstehen. Er akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt sei, sagte er der „Bild“. „Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn in Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut“, sagte der Ex-Nationalspieler. „Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit! Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig.“

18.56: Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt auf 14.580. Das sind laut Mitteilung aus dem Ministerium für Soziales und Integration (Stand: 16 Uhr) 1.267 Fälle mehr als am Vortag. Das Durchschnittsalter beträgt 50 Jahre. Ungefähr 764 Personen sind laut Ministerium unterdessen von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute 43 weitere Todesfälle gemeldet - unter anderem aus dem Landkreis Rastatt und dem Ortenaukreis. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 239 an.

18.39: In Deutschland sind bisher mehr als 71.100 Infektionen (Vortag, Stand 16.25 Uhr: mehr als 65 500) registriert worden. Mindestens 808 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

17.10: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt das Tennis-Turnier in Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde das vom 29. Juni bis 12. Juli angesetzte Tennis-Turnier nicht ausgetragen, teilten die Organisatoren mit und kündigten die nächste Auflage für den 28. Juni bis 11. Juli 2021 an.

16.50: Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat gefordert, Parks und größere Plätze in Berlin zu schließen, um in der Corona-Krise Menschenansammlungen zu verhindern. Bei wärmeren Temperaturen seien effektive Lösungen gegen eine Zusammenkunft vieler Menschen notwendig, teilte die GdP am Mittwoch mit.

16.30: Die Menschen in Deutschland müssen sich auch über Ostern auf strikte Kontaktbeschränkungen einstellen. Bund und Länder haben die bestehenden scharfen Kontaktregeln wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängert. Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Bürger werden mit Blick auf das Osterfest und die in den Ländern anstehenden Osterferien aufgefordert, „generell auf private Reisen und Besuche von Freunden und Verwandten zu verzichten“. Dies gelte auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Die entsprechenden Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. In fast allen Bundesländern enden an diesem Tag die Osterferien der Schüler. Ob es danach Lockerungen geben könne, sei vollkommen offen, wurde aus Teilnehmerkreisen betont. Die Lage soll am 14. April erneut bewertet werden.


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