Corona kompakt: Spahn für längeren strikten Lockdown

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist seit Monaten das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für einen erneuten Lockdown aus. Symbolfoto: Kira Hofmann/dpa

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für einen erneuten Lockdown aus. Symbolfoto: Kira Hofmann/dpa

Berlin will mehr testen: Der Berliner Senat will die jüngsten Lockerungen nicht zurücknehmen. Er will sie aber durch eine deutliche Ausweitung von Corona-Tests absichern. Das wurde am Samstagabend mitgeteilt. So ist ab Mittwoch für jeden Berliner ein negativer Test Voraussetzung, um in Geschäften Einkaufen gehen zu können. Das gilt auch für Friseurbesuche und Museen, nicht jedoch für sogenannte systemrelevante Handelsstrukturen wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien, die auch im Lockdown immer offen waren.

Test für Clubkonzert: Die Berliner Clubszene hat den Konzertbetrieb in Corona-Zeiten ausprobiert. Zu der ausverkauften Pilotveranstaltung auf dem Holzmarkt-Gelände an der Spree kamen am Samstagabend laut Veranstalter rund 70 Besucher, die sich vorher online anmelden, Schnelltests absolvieren und eine Maske tragen mussten. Für die Clubcommission ist der Test „ein Funke der Hoffnung“.

Mecklenburg-Vorpommern verschärft: Mecklenburg-Vorpommern verschärft teilweise die Auflagen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 sind künftig nächtliche Ausgangsbeschränkungen möglich, wenn die Corona-Infektionen als lokal nicht eingrenzbar eingeordnet werden. In Regionen im Bundesland mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 150 sollen zusätzliche Einschränkungen gelten. Dazu zählen etwa Schließungen von Zoos, Tierparks, Museen und Fahrschulen. Vom kommenden Mittwoch an ist der Friseurbesuch nur noch mit einem negativen Schnelltest möglich. Vom 6. April an muss dann auch beim Shoppen ein Negativ-Test vorgezeigt werden. In Rostock soll dies erst ab dem 10. April gelten. Dort ist die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit am niedrigsten.

Protest in Dresden: Mehrere hundert Menschen sind am Samstag durch Dresden gezogen und haben sich dabei nach Polizeiangaben großteils nicht an die Corona-Vorschriften gehalten. Bis zu 600 Menschen hätten an dem nicht angemeldeten Zug am Nachmittag durch das Stadtzentrum teilgenommen, teilte die sächsische Polizei am Abend mit. „Das Gros der Beteiligten hielt sich nicht an die Abstände und die Maskenpflicht.“

Nach Angaben der Polizei lag keine Versammlungsanzeige vor. In Online-Netzwerken habe es aber zuvor „diffuse Aufrufe“ gegeben.

Zahlen für Baden-Württemberg und Mittelbaden: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg meldete am Samstag, mit Stand 16 Uhr, 2.149 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 357.171. Es sind weitere zehn Personen an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Somit sind bislang 8.632 Todesopfer im Land zu beklagen. 1.350 weitere Personen sind zwischenzeitlich genesen, sodass die Zahl der Genesenen auf 321.034 steigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 121,5. Der R-Wert lag bei 1,19. Alle Stadt- und Landkreise lagen über einer Inzidenz von 50. Im Landkreis Rastatt stieg die Todeszahl von Freitag auf Samstag demnach um eine Person auf 125. Zudem wurden 26 Neuinfektionen vermeldet. Die Sieben-Tagen-Inzidenz lag bei 140,4. Im Stadtkreis Baden-Baden wurden sechs Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 134,1 angegeben. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters wurden 329 Patienten intensivmedizinisch behandelt; davon wurden 164 (49,9 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.103 Intensivbetten von betreibbaren 2.409 Betten (87,3 Prozent) belegt.

Spahn spricht von längerem Lockdown: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält einen weiteren Lockdown von zehn bis 14 Tagen für erforderlich. „Wenn wir die Zahlen nehmen, auch die Entwicklungen heute, brauchen wir eigentlich noch mal zehn, 14 Tage mindestens richtiges Runterfahren unserer Kontakte, unserer Mobilität“, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Diskussionsveranstaltung.

Weitere Schnelltestangebote in Mittelbaden: Rastatt weitet sein Schnelltestangebot aus. Die Gemeinden Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf richten ein gemeinsames Testzentrum für ihre Bürger in Ottersdorf ein. Auch in Iffezheim soll es nach Ostern eine Möglichkeit zum Testen geben. In Baden-Baden sollen zwei kommunale Testzentren ihren Betrieb aufnehmen. Zudem testen dort weiterhin auch Apotheken. Die Details zu den Schnelltestmöglichkeiten in der Region können Sie hier gebündelt und übersichtlich nachlesen.

Enorme Lernrückstände: Das Aufholen coronabedingter Lernrückstände von Schülern erfordert nach Schätzungen des Deutschen Lehrerverbands (DL) rund zwei Milliarden Euro. DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte am Samstag: „Viele Kinder und Jugendliche werden zukünftig begleitende Förderangebote etwa in Form zusätzlichen Nachmittagsunterrichts oder digitaler Nachhilfe brauchen.“ Beim Großteil der Schülerinnen und Schüler könnten die coronabedingten Lerndefizite in den nächsten zwei Schuljahren wieder aufgeholt werden. Bei mindestens 20 Prozent der Schüler gehe er davon aus, dass wegen der Corona-Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden sei. Zwischen 300 und 600 Präsenz-Unterrichtsstunden seien je nach Bundesland, Schulart und Infektionslage inzwischen weggefallen und nur teilweise durch Distanzunterricht ersetzt worden, so Meidinger. Er erwarte daher, dass eine Lernförderung über mehr als nur ein Schuljahr laufen müsse.

Reger Betrieb auf Flughafen von Palma: Am ersten Tag der deutschen Osterferien herrschte am Samstag auf dem Flughafen von Mallorca reger Betrieb: Rund 60 Maschinen aus zwölf deutschen Städten wurden allein am Samstag auf Mallorca erwartet. Bis Ostermontag soll es 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland geben. Die dringende Bitte der Bundesregierung, wegen der Corona-Pandemie doch zu Hause zu bleiben, konnte die Reiselust offenbar nicht dämpfen. Allerdings gilt ab Dienstag eine Testpflicht in Deutschland für alle Einreisenden aus dem Ausland. Dies soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten.

Treffen für Schulöffnungen: Ministerpräsident Winfried Kretschmann will an diesem Montag mit Vertretern von Schülern, Eltern und Lehrern besprechen, ob die Schulen nach den Osterferien trotz steigender Corona-Zahlen schrittweise weiter geöffnet werden können. In dem Einladungsschreiben, das der dpa vorliegt, schreibt Kretschmann, angesichts stark steigender Infektionszahlen müsse überlegt werden, „wie wir trotzdem Unterricht ermöglichen können und dabei zwischen Gesundheitsschutz und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen einen gangbaren Weg finden“. Und weiter: „Für den Zeitraum nach Ostern sind damit tragfähige Konzepte für den Schulbetrieb gefragt, um möglichst allen Klassenstufen die Chance auf Wechselunterricht zu geben.“ Dabei würden auch Testungen an Schulen eine zentrale Rolle spielen.

Wieder steigende Zahlen in den USA: In den USA sind am Freitag 80.716 neue Corona-Fälle und 1.265 Tote nach einer Infektion gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervor. Am selben Tag der Vorwoche waren es 61.527 Neuinfektionen und 1.184 Tote. Mit mehr als 548.000 Toten und 30,1 Millionen Infektionen sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

Kretschmann will Notbremse durchsetzen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will bei der Notbremse in Hotspot-Regionen keine Verzögerung mehr zulassen. Dies werde künftig strikt durchgesetzt. In der Landesregierung wächst dem Vernehmen nach der Ärger über Stadt- und Landkreise, die die Notbremse zunächst nicht konsequent anwenden, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz schon mehr als drei Tage lang über 100 liegt.

Warnung vor Anwendungsfehlern bei Schnelltests: Der Virologe Jan Felix Drexler von der Berliner Charité mahnt Nutzer von Antigen-Schnelltests, die vorgeschriebenen Lager- und Umgebungstemperaturen bei der Test-Durchführung einzuhalten. „Selbst zehn Minuten bei 37 Grad reichen aus, damit sie an Sensitivität, also an der Frage, wie viel Virus sie nachweisen können, deutlich verlieren“, sagte der Virologe. Das habe eine Charité-Studie, die Drexler geleitet hat, bewiesen. Andernfalls riskiere man Ansteckungsketten, die hätten verhindert werden können.

Mehr Geld für Schutzausstattung der Polizei: Um baden-württembergische Polizisten besser vor dem Coronavirus zu schützen, will Innenminister Thomas Strobl (CDU) laut einem Zeitungsbericht fast sieben Millionen Euro investieren. Das Geld solle vor allem in Schutzausstattung wie Masken und Handschuhe, Schnelltests, Desinfektionsmittel, Trennwände für Büros oder IT-Technik für mobiles Arbeiten fließen. Unter anderem sollen etwa 2.000 Notebooks, Router, Videokonferenztechnik und -software für Beamte im Homeoffice beschafft werden.

Frankreich verschärft weiter: Ab dem Wochenende gelten in drei weiteren Départements in Frankreich verschärfte Beschränkungen. Auch in den Verwaltungsbezirken Aube und Nièvre sowie Rhône i gibt es nun auch tagsüber Ausgangsbeschränkungen. Menschen dürfen sich dort etwa nur zehn Kilometer von ihrem Wohnort entfernen, viele Geschäfte sind geschlossen. Dies gilt schon länger in 16 weiteren Départements. Ab Sonntag will Deutschland das Nachbarland als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise einstufen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort zuletzt über 300.

Land setzt auf Luca-App: Zur Kontaktverfolgung will Baden-Württemberg nun landesweit auf die Luca-App setzen. Man habe, wie andere Bundesländer auch, Lizenzen für den flächendeckenden Einsatz beschafft, teilte das Sozialministerium mit. Die konkrete Umsetzung solle am Montag mit den Kommunen besprochen werden. Weitere Details zur Warn-App und was Nutzer wissen sollten, finden sie über diese Links.

Weniger ausländische Offizielle bei Olympia: Japans Regierung will die Zahl der offiziellen Olympia-Gäste bei den Sommerspielen in Tokio Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie deutlich einschränken. Nach Medieninformationen soll die Zahl der offiziellen Olympia-Gäste um die Hälfte auf rund 30.000 Personen gekürzt werden. Demnach werden schätzungsweise 90.000 Personen aus dem Ausland erwartet, einschließlich rund 30.000 Athleten, Trainern und Teammitgliedern. Die Regierung wolle nun als weitere Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Virus die Zahl all jener um die Hälfte kürzen, die nicht direkt mit den Wettkämpfen zu tun haben.

Psychische Krankheitsfälle: Die meisten Berufsausfälle wegen psychischer Erkrankungen gibt es in Baden-Württemberg bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen - zumindest unter den DAK-Versicherten. Für ihren aktuellen „Psychreport“ hat die Krankenkasse Daten von mehr als 280.000 ihrer Mitglieder im Südwesten auswerten lassen. Demnach kamen auf je 100 Beschäftigte im Gesundheitswesen im vergangenen Jahr rund 295 Fehltage wegen Depressionen und ähnlicher Erkrankungen - so viele wie in keiner anderen Branche und deutlich mehr als im Durchschnitt. Der lag bei 201 Tagen je 100 Versicherte und ist damit gegen den Bundestrend leicht gesunken. Jeder Krankheitsfall für sich dauerte im Schnitt 36 Tage, zweieinhalb mehr als 2019.

Dritte Impfung in Großbritannien: Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese „Booster“-Impfung bereits im September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi. Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen. Bis zum Herbst würden vermutlich acht verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen, sagte Zahawi.

Inzidenz steigt weiter: Die Infektionslage in Deutschland verschärft sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut der neuen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei 124,9 (Vortag: 119,1). Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI im Laufe des Freitags 20.472 neue Corona-Infektionen, wie es am Samstagmorgen hieß. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.755.225 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 2.477.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75.780. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,14 (Vortag 1,08).

Intensivmediziner strikt gegen Lockerungen: Angesichts weiter steigender Infektionszahlen fordern die deutschen Intensivmediziner einen Verzicht auf geplante Lockdown-Lockerungen nach Ostern wie etwa im Saarland. Dies sei völlig unpassend und müsse sofort zurückgenommen werden. Es brauche eine Mischung aus hartem Lockdown, vielen Impfungen und Tests. Nur so ließe sich ein Überlaufen der Intensivstationen noch verhindern.

Wieder mehr Abteile in Waggons: Fahrgäste der Deutschen Bahn könnten in Zukunft wieder häufiger in Abteilen Platz nehmen. Das Unternehmen denkt darüber nach, die Waggons wieder stärker zu untergliedern. Die Kunden wünschten wieder mehr Rückzugsmöglichkeiten, hieß es. Bis zum Herbst soll es Konzeptstudien geben.

Keine Ferienbetreuung in Gaggenau: Die Stadt Gaggenau hat kurzfristig die Osterferienbetreuung der Verlässlichen Grundschule abgesagt. Am 25. März sind betroffene Eltern darüber in Kenntnis gesetzt worden. Aufgrund der weiter steigenden Zahlen und der damit einhergehenden Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis sehe sich die Stadt zu diesem Schritt gezwungen: „Die rechtlichen Vorgaben lassen auch keine Alternativen zu. Es kann somit bedauerlicherweise auch keine Notbetreuung für diesen Zeitraum angeboten werden.“ Es sei der Stadt bewusst, dass diese kurzfristige Absage viele Eltern vor Schwierigkeiten in Bezug auf die Kinderbetreuung stelle. Bezüglich der Beitragserhebung für die Ferienbetreuung werden die Eltern zu gegebener Zeit separat informiert, kündigt die Verwaltung an.

Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich laut Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg von Donnerstag auf Freitag (Stand: 16 Uhr) um 2.597 auf insgesamt 355.022 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 16 auf insgesamt 8.622 erhöht. Als genesen werden 319.684 Infizierte eingestuft, 1.350 mehr als am Vortag. Der R-Wert liegt bei 1,08. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 108 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) liegt landesweit bei 121,2 (Vortag: 115,3), im Landkreis Rastatt bei 164,6 (Vortag: 177,6) und im Stadtkreis Baden-Baden bei 141,3 (Vortag: 143,2). Die Inzidenz in der Stadt Rastatt lag am Freitag, 14 Uhr, bei 236,4. Bis Donnerstagabend hatten im Land 1.109.148 Menschen eine erste Impfung erhalten, 482.495 erhielten ihre zweite Immunisierung. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters sind 317 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 153 (48,3 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.106 von 2.431 verfügbaren Intensivbetten (86,6 Prozent) belegt.

Frankreich wird Hochinzidenzgebiet: Für die Einreise von Frankreich nach Deutschland gelten bald strengere Regeln: Die Bundesregierung stufte das Nachbarland am Freitag komplett als Hochinzidenzgebiet ein, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gilt die Einstufung ab Samstag. Die Grenze darf dann ab Sonntag, 28. März, bis auf Weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Unabhängig davon gelten bei der Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet eine Pflicht zur elektronischen Einreiseanmeldung sowie eine zehntägige Quarantänepflicht. Das Landratsamt Rastatt hatte bereits angekündigt, dass es Ausnahmen für Grenzpendler (beispielsweise Berufspendler wie Ärzte oder Pflegekräfte, Auszubildende, Studierende oder beim Besuch naher Verwandter geben wird) und verwies dabei auf die vom Gesundheitsamt Rastatt erlassene Allgemeinverfügung. Der Ortenaukreis hat eine solche Allgemeinverfügung ebenfalls bereits erlassen. Auch aus Berlin hieß es am Freitag: Grenzpendler müssten sich nur zweimal pro Woche testen lassen, die Quarantänepflicht entfällt.

90 Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich laut Gesundheitsamt Rastatt in Mittelbaden von Donnerstag auf Freitag (Stand: 14 Uhr) um 90 auf insgesamt 8.420 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (6.949, plus 72) und den Stadtkreis Baden-Baden (1.471, plus 18). Die meisten Neuinfektionen gab es in der Stadt Rastatt (22); gefolgt von Baden-Baden (18), Gernsbach (6), Gaggenau, Ottersweier (je 5), Steinmauern (4), Bühl, Bühlertal, Durmersheim, Forbach, Hügelsheim (je 3), Lichtenau, Muggensturm, Rheinmünster, Sinzheim (je 2) sowie Au am Rhein, Bietigheim, Bischweier, Elchesheim-Illingen, Iffezheim, Kuppenheim und Loffenau (je 1). Als genesen gelten 7.325 Infizierte, 55 mehr als am Vortag. Weiterhin sind 180 Todesfälle zu beklagen. Derzeit gibt es 915 aktive Fälle (plus 35) – und zwar in Rastatt (260), Baden-Baden (140), Gaggenau (91), Bühl (54), Gernsbach (48), Durmersheim (38), Steinmauern (32), Kuppenheim (27), Sinzheim (25), Loffenau (24), Iffezheim (20), Bietigheim, Hügelsheim (je 18), Forbach, Rheinmünster (je 15), Bühlertal, Ötigheim, Weisenbach (je 14), Ottersweier (13), Muggensturm (11), Elchesheim-Illingen (8), Bischweier, Lichtenau (je 6) und Au am Rhein (4).

113 Neuinfektionen in der Ortenau: Im Ortenaukreis wurden am Donnerstag 113 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landratsamt bei 134,6.


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