Corona kompakt: Inzidenz im Land steigt auf 12,2

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Auch in Baden-Württemberg geht der Trend bei Sieben-Tage-Inzidenz und Sieben-Tage-R-Wert weiterhin nach oben. Symbolfoto: Robert Michael/dpa

© dpa

Auch in Baden-Württemberg geht der Trend bei Sieben-Tage-Inzidenz und Sieben-Tage-R-Wert weiterhin nach oben. Symbolfoto: Robert Michael/dpa

Zahlen für Baden-Württemberg: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist auch am Samstag weiter gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts betrug die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit 12,2. Inzwischen liegen 28 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über einer Inzidenz von zehn. Im Main-Tauber-Kreis ist der Wert mit 31,0 den Angaben nach am höchsten, in Freudenstadt mit 1,7 am niedrigsten. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie nahm nach amtlichen Angaben um 219 auf 504.243 zu. 10.377 Menschen sind an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben, einer mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 491.316 Infizierte (plus 149). Der Sieben-Tage-R-Wert lag am Samstag bei 1,21. Für den Stadtkreis Baden-Baden wurde eine Sieben-Tage-Inzidenz von 25,4 angegeben. Im Landkreis Rastatt lag sie bei 12,5. 14,7 Prozent der betreibbaren 2.337 Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Den ausführlichen Bericht können Sie hier lesen.

Proteste in Frankreich und Italien: In Paris und anderen französischen Städten haben mehr als 160.000 Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Allein in Paris gingen mehr als 11.000 Demonstranten auf die Straßen. Sie protestierten unter anderem gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt, und die geplante Impfpflicht für das Gesundheitspersonal. Auch in Italien gab es Demonstrationen gegen verschärfte Auflagen. Diese sollen ab 6. August gelten.

Polen verlängert Quarantäne: Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal „Gazeta.pl“ am Samstag berichtete.

Viele wollen auf Mallorca bleiben: Nach der angekündigten Hochstufung Spaniens zum Hochinzidenzgebiet gibt es zunächst keine Hinweise, dass eine größere Zahl von Menschen ihren Mallorca-Urlaub vorzeitig abbrechen oder gebuchte Aufenthalte stornieren wollen. „Erste Informationen von der Playa de Palma deuten darauf hin, dass die Gäste weiter ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten. Sie fühlen sich vor Ort gut aufgehoben, meiden größere Menschenansammlungen und sind zum großen Teil schon geimpft“, sagte der Sprecher des Reiseveranstalters Tui, Aage Dünhaupt, am Samstag. Auf den Onlineportalen der Fluggesellschaften waren am Samstag noch Tickets für Verbindungen von Palma nach Deutschland für Sonntag und Montag erhältlich. Die Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet tritt am Dienstag in Kraft.

Impfquote knapp unter 50 Prozent: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand: Samstag, 12.40 Uhr). Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517.470 Dosen gespritzt.

Lockerungen für weitere Berufe: Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten. Derzeit hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren.

Neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg: Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat weitere Lockerungen für vollständig geimpfte Menschen im Laufe des Septembers angekündigt. Laut Landessozialministerium habe voraussichtlich bis zum 15. September jeder Bürger die Chance gehabt, vollständig geimpft zu werden. Die nochmal geänderte Corona-Verordnung des Landes soll an diesem Montag, 26. Juli, in Kraft treten. Künftig darf demnach bei Großveranstaltungen unter bestimmten Bedingungen maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein, aber nicht mehr als 25.000 Menschen. Ab einer Inzidenz von 50 sind solche Veranstaltungen aber weiter verboten. Die Maske kann im Freien abgenommen werden, wenn es fest zugewiesene Sitzplätze mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern gibt. Bei Sportveranstaltungen mit über 5.000 Zuschauern gilt ein Alkoholverbot.

38 Milliarden für Kurzarbeitergeld: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld seit Anfang 2020 mit 38 Milliarden Euro beziffert. „Ich rechne damit, dass wir seit Beginn der Pandemie 38 Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben haben“, sagte Heil der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf vom Samstag. Das sei zwar „verdammt viel Geld“. Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre jedoch für Deutschland „sehr viel teurer“ gewesen.

Radprofi in Quarantäne-Hotel: Nach seinem positiven Corona-Test ist der deutsche Radprofi Simon Geschke in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen. Wie Bernd Wolfarth, Chefmediziner des deutschen Olympia-Teams, mitteilte, muss der 35-jährige gebürtige Berliner nach den geltenden Regeln dort bis zu zehn Tage bleiben.

Riesige Nachfrage nach Schwimmkursen: Nach der coronabedingt langen Schließung der Hallenbäder ist das Interesse an Schwimmkursen für Kinder in Baden-Württemberg sehr groß. „Wir verzeichnen einen gigantischen Run“, sagte der Geschäftsführer des Schwimmverbandes Württemberg, Emanuel Vailakis. Schon vor der Corona-Pandemie habe es Wartelisten für Kurse gegeben, in denen die Kleinen zumindest ans Wasser gewöhnt werden. Ein Sofortprogramm von zwei Millionen Euro des Landes werde helfen, das Angebot aufzustocken und das dafür erforderliche Personal einzustellen. Damit kann die Zahl derjenigen unter den 100.000 neuen Grundschülern reduziert werden, die zum Schulbeginn im September ohne jegliche Vorkenntnisse in den Schwimmunterricht kommen.

Positive Bilanz der Cluböffnung: Das Kulturamt Ravensburg hat eine positive Bilanz des Modellversuchs mit Öffnungen von Clubs gezogen. Es seien keinerlei Infektionen im Zusammenhang mit der Öffnung zweier Clubs festgestellt worden, sagte Kultursamtleiterin Verena Müller. „Aus unserer Sicht könnte das Angebot fortgesetzt werden.“ Auch von den Clubbetreibern gab es ein positives Echo kurz vor dem vierten Clubabend unter Corona-Bedingungen, nach dem über eine Verlängerung entschieden wird.

Inzidenz steigt weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 13,6 - am Vortag betrug der Wert 13,2. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 1.919 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.35 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.608 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote gewesen.

Spanien und Niederlande als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft: Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut (RKI) haben Spanien und die Niederlande am Freitag als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft, außerdem die Kaukasus-Republik Georgien. Mit der Einstufung sind verschärfte Einreise- und Quarantäne-Regeln verbunden. Zudem wurden weitere Staaten und Regionen als einfache Risikogebiete ausgewiesen, darunter Dänemark und Teile Frankreichs. Die neue Einstufung für Spanien und die Niederlande soll am Dienstag um 00.00 Uhr wirksam werden. Betroffen sind auch die spanischen Inselgruppen der Kanaren und der Balearen einschließlich der Ferieninsel Mallorca sowie die niederländischen Überseegebiete in der Karibik. Spanien und die Niederlande waren bisher einfache Risikogebiete; die Infektionszahlen waren dort zuletzt stark angestiegen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Gaggenau unverändert: Die Stadtverwaltung meldet am Freitag für Gaggenau eine Sieben-Tage-Inzidenz von 6,7. Am Donnerstag lag der Wert ebenfalls bei 6,7.

Sieben Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden von Donnerstag auf Freitag (Stand: 14 Uhr) nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt um sieben auf insgesamt 12.194 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.073, plus 2) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.121, plus 5). Als genesen gelten 11.849 Infizierte, vier mehr als am Vortag. Weiterhin sind 269 Todesfälle zu beklagen. Derzeit gibt es 76 aktive Fälle (plus 3) – und zwar in Rastatt (24), Baden-Baden (19), Durmersheim (8), Bühl (5), Gaggenau, Gernsbach, Sinzheim (je 4), Muggensturm (3) sowie Au am Rhein, Bietigheim, Kuppenheim, Ottersweier und Weisenbach (je 1).

Impfaktionen in der Reithalle gehen weiter: Damit sich auch in Rastatt möglichst viele Menschen impfen lassen können, hat die Stadt gemeinsam mit dem mobilen Impfteam des Landkreises einige Impfaktionen vor Ort organisiert. Die nächsten Impftermine in der Reithalle am Mittwoch, 28. Juli (Zweitimpfung am Mittwoch, 25. August), und am Mittwoch, 4. August (Zweitimpfung am Mittwoch, 1. September), können ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Geimpft wird mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Beginn der Impfungen ist jeweils um 17 Uhr. Termine, die bereits über das Bürgertelefon gebucht wurden, haben Vorrang und sind garantiert. Alle, die ohne Anmeldung kommen, müssen gegebenenfalls mit Wartezeiten rechnen. Informationen und Anmeldung über das Bürgertelefon der Stadt Rastatt (Mo, Di, Do, Fr von 9 Uhr bis 12 Uhr, zusätzlich Mi von 14 bis 17 Uhr) unter (0 72 22) 9 72 90 04 oder per E-Mail: impfen.corona@rastatt.de.

Apotheken stellen weiterhin keine Corona-Impfzertifikate aus: Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen. Es stehe noch nicht fest, wann die Zertifikate in Apotheken wieder erhältlich seien, teilte eine Sprecherin des Deutsche Apothekerverbands (DAV) am Freitag mit. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Inzidenz in Bühl stagniert: Die Stadt Bühl meldet am Freitagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 14. Das entspricht dem Wert vom Vortag.

Impfen ohne Anmeldung in der Shopping Cité: In der Baden-Badener Shopping Cité können sich Bürger ohne Anmeldung von Montag, 26. Juli, bis einschließlich Freitag, 6. August, von Montag bis Freitag zwischen 10.30 Uhr und 18.30 Uhr am Testzentrum impfen lassen. Wer sich impfen lassen möchte, muss seinen Wohnsitz in Deutschland haben oder einer sozialversicherten Tätigkeit in Deutschland nachgehen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Impflinge müssen ihren Personalausweis und Impfpass dabei haben. Alternativ kann auch die Versichertenkarte der Krankenkasse vorgelegt werden. Angeboten werden Erst- und Zweitimpfung mit den BioNtech (ab 16 Jahren) und Moderna (ab 18 Jahren). Auch das Vakzin von Johnson&Johnson (ab 18 Jahren) wird verimpft. Das Impfteam vor Ort wird vom DRK Baden-Baden geleitet. Verantwortlich ist das Kreisimpfzentrum der Stadt Baden-Baden.

Positiver Test an Schule: An der Rheinwaldschule in Elchesheim-Illingen ist am Freitagmorgen ein Kind positiv auf Corona getestet worden. Alle Schüler der betroffenen Klasse wurden nach Hause geschickt.

Impfaktion beim DRK Gernsbach: Das Kreisimpfzentrum des Landkreises Rastatt bietet im Rahmen der landesweiten Aktionswoche noch bis Dienstag, 27. Juli, täglich von 15 bis 20 Uhr im DRK-Haus in Gernsbach Impfungen ohne Terminvereinbarung mit dem Impfstoff von Moderna an. Die Zweitimpfungen finden nach vier bis sechs Wochen im Kreisimpfzentrum in Bühl statt. Es können sich alle Personen ab 18 Jahren bei dieser Aktion impfen lassen. Mitzubringen sind der Personalausweis, der Impfausweis und die Krankenversicherungskarte. Direkt nach der Impfung wird der QR-Code der Erstimpfung für den digitalen Impfpass ausgegeben. Das DRK-Haus befindet sich in Gernsbach, Am Bachgarten 9 (gegenüber der Realschule).

Impftermine ohne Anmeldung: Nach dem erfolgreichen Auftakt des After-Work-Impfens bietet das Kreisimpfzentrum des Landkreises Rastatt weitere Möglichkeiten zur Impfung ohne vorherige Terminvereinbarung an, so eine Mitteilung. Diese sind am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juli, jeweils von 7 bis 14 Uhr im Kreisimpfzentrum in der Schwarzwaldhalle Bühl. Zusätzlich gibt es weiterhin das After-Work-Impfen freitags von 16 bis 21 Uhr. Nächster Termin ist am 23. Juli. Nach der Erstimpfung wird direkt ein Termin für die Zweitimpfung vereinbart. Es gibt alle Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson (bei diesem Impfstoff ist kein Zweittermin erforderlich). Das Kreisimpfzentrum weist darauf hin, dass genügend Impfstoff vorhanden ist und die gesamte Öffnungszeit ausgenutzt werden kann. Eine weitere Sonderaktion gibt es am Samstag, 24. Juli, auf dem Parkplatz von Kaufland in Rastatt. Unter dem Motto „Impfen to go“ wird zwischen 9 und 20 Uhr der Impfstoff von Moderna verimpft. Der Zweittermin wird vor Ort nach der Erstimpfung vereinbart. Beim ersten After-Work-Impfen am Freitag, 16. Juli, haben sich spontan rund 270 Menschen impfen lassen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.