Corona kompakt: Inzidenz sinkt auf 18,6

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich um 10 auf 12.368 erhöht. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa

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Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich um 10 auf 12.368 erhöht. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa

2.440 Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2.440 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 3.165). Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.711.569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.569.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, beträgt 89.687. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74).

Corona-Ausbruch in Hotel: In einem Hotel, in dem zwei Sicherheitsleute von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigte auf Anfrage von Journalisten am Donnerstag, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde. In Berlin hieß es am Abend ebenfalls, auf die Anreise der Kanzlerin und ihrer Delegation zum Gipfel habe der Fall keine Auswirkungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind zwei Mitglieder des Sicherheits-Vorauskommandos von Merkel in dem betroffenen Hotel untergebracht. Am Abend war demnach zunächst unklar, welche Folgen der Ausbruch für die deutschen Sicherheitsbeamten haben könnte.

Physiker misst bei Test-Konzert Verteilung von Aerosolen: Nach einem halben Jahr Corona-Zwangspause hat die NDR Radiophilharmonie erstmals wieder vor Live-Publikum gespielt. Bei einem Konzert am Donnerstag untersuchten Forschende im Großen Sendesaal in Hannover die Verteilung von Aerosolen. Der Physiker Wolfgang Schade vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut hatte Dummys und Messgeräte im Zuschauerraum platziert. Zwei umgebaute Schaufensterpuppen stießen Aerosole und CO2 aus, zwei atmeten über Schläuche ein. „Eine gute Lüftungsanlage ist das A und O“, sagte der Wissenschaftler aus Goslar. Schade hatte bereits im November im Auftrag des Konzerthauses Dortmund die Aerosolverteilung im dortigen Saal gemessen, um Daten zur Beurteilung einer möglichen Covid-19-Ansteckungsgefahr zu gewinnen - allerdings ohne Publikum. Bei einem kompletten Luftaustausch mit Außenluft alle 20 Minuten könne das Konzerthaus kein Superspreading-Event auslösen, war damals das Ergebnis.

Kräfte im Kampf gegen die Pandemie bündeln: Der britische Premierminister Boris Johnson hat die G7-Staaten unmittelbar vor deren Gipfeltreffen zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer aufgefordert. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Pandemie zu überwinden, die Gefahr eines neuen Auftretens zu minimieren und unsere Wirtschaft nach dieser Tragödie besser wiederaufzubauen“, schrieb Johnson in einem Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Daher müsse der am Freitag beginnende Gipfel im südwestenglischen Cornwall „ein hohes, aber absolut notwendiges Ziel“ verabschieden und Entwicklungsländern eine Milliarde Impfstoffdosen zur Verfügung stellen, schrieb Gastgeber Johnson. Die USA sagten vor dem Gipfel eine neue Spende von 500 Millionen Impfdosen an 92 ärmere Länder sowie an die Afrikanische Union zu.

Tübingen schränkt Außer-Haus-Verkauf ein: Tübingen will nächtliche Partys in der Corona-Pandemie in der Innenstadt mit einem Verkaufsverbot eindämmen. Von diesem Freitag an dürfen Gaststätten, aber auch Shisha- und Raucherbars zwischen ein und vier Uhr nachts keinen Außer-Haus-Verkauf mehr anbieten, auch Abhol- und Lieferdienst sind verboten. Bei Verstößen werde ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Oberbürgermeister Boris Palmer habe die Allgemeinverfügung nach enger Abstimmung mit der Landespolizei erlassen, sie gelte zunächst bis 4. Juli. Schon seit 1. Juni darf in der Altstadt im öffentlichen Raum ab 22 Uhr kein Alkohol getrunken werden – das gilt nicht für die Außengastronomie, die bis Mitternacht öffnen darf. Der Grünen-Politiker Palmer sagte, man habe mit der Regelung einen Mittelweg gefunden: „Einerseits gibt es das verständliche Bedürfnis der Jugend, endlich wieder mit Gleichaltrigen zu feiern. Andererseits müssen die Ruhebedürfnisse der Anwohner geschützt und die Corona-Regeln eingehalten werden.“

Inzidenz in Gaggenau gestiegen: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Gaggenau von Mittwoch auf Donnerstag von 20,0 auf 30,0 gestiegen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Corona-Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Mittwoch auf Donnerstag (Stand: 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 428 auf insgesamt 497.645 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 14 auf insgesamt 10.060 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,77. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 77 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 25,4, im Kreis Rastatt 25,9, und im Stadtkreis Baden-Baden 10,9. Bis Mittwochabend wurde bei 4.998.751 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 2.570.501 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 201 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 129 (64,2 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.032 von 2.381 verfügbaren Intensivbetten (85,3 Prozent) belegt.

Frankreich unterstützt Aussetzung von Impfstoff-Patenten: Frankreich unterstützt im Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Donnerstag an, gemeinsam mit Südafrika auf dem G7-Gipfel ab Freitag einen Vorschlag auf den Tisch zu legen, um an einer zeitlich und räumlich begrenzten Ausnahmeregelung zu arbeiten. Man müsse „sicherstellen, dass geistiges Eigentum niemals ein Hindernis für den Zugang zu Impfstoffen darstellt“, sagte Macron bei einer Pressekonferenz.

Von der Leyen befürchtet coronabedingte Bildungskrisen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat kurz vor dem G7-Gipfel deutlich mehr finanzielle Unterstützung für die Initiative globale Partnerschaft für Bildung angekündigt. „Covid-19 hat zu einer der schlimmsten Bildungskrisen der Geschichte für Kinder in der ganzen Welt geführt“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in einer Pressekonferenz zum Gipfel der sieben großen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall. Etwa elf Millionen Mädchen, von der Vorschule bis zur Sekundarschule, liefen Gefahr, nicht in die Schule zurückzukehren, was schwerwiegende Folgen für ihr Leben nach sich ziehe. „Wir wissen, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen durch die Pandemie gefährdet sind“, sagte sie.

Digitaler Impfnachweis für Baden-Württemberger: Ab Montag, 14. Juni, werden in den Impfzentren in Baden-Württemberg nach der Zweitimpfung digitale Impfnachweise ausgegeben. Diese können dann durch einen QR-Code von Smartphone-Apps ausgelesen werden, sodass der gelbe Impfpass nicht mehr mitgeführt werden muss. Bürgerinnen und Bürger, die bereits beide Impfungen in den Impfzentren erhalten haben, bekommen den digitalen Impfnachweis in den nächsten Wochen automatisch per Post zugeschickt. Wer die Impfungen beim Hausarzt erhalten hat, kann eine Apotheke für die nachträgliche Ausstellung aufsuchen. Gleiches gilt für Genesene oder nicht in Baden-Württemberg Geimpfte. Arztpraxen werden ab Mitte Juli die digitalen Impfzertifikate ausstellen können. Das digitale Zertifikat ist ein zusätzliches Angebot zum gelben Impfausweis, der als Ausweisdokument seine Gültigkeit behält.

Stiko empfiehlt Corona-Impfungen für vorerkrankte Kinder: Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag hervorging.

Inzidenz in Rastatt weiter gestiegen: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) ist in der Stadt Rastatt von Mittwoch auf Donnerstag von 90,1 auf 100,2 gestiegen. Das teilte die Stadtverwaltung unter Hinweis auf Zahlen des Gesundheitsamts Rastatt mit.

Land lässt Qualität der Corona-Teststellen prüfen: Die Betreiber von Coronavirus-Teststellen und -Testzentren in Baden-Württemberg müssen sich künftig auf mehr Kontrollen einstellen. Um die Arbeit der Gesundheitsämter zu unterstützen, hat das Land mit Dekra zusätzlich einen externen Dienstleister beauftragt. Die Kontrollen finden stichprobenartig und unangekündigt statt. Sie erstrecken sich flächendeckend auf alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg. Bereits in den vergangenen Tagen und Wochen hatten Gesundheitsämter vereinzelt Teststellen aufgrund mangelnder Qualität geschlossen.

Zehn Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Mittwoch auf Donnerstag (Stand: 14 Uhr) um 10 auf 12.368 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.215, plus 9) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.153, plus 1). Die Neuinfektionen verteilen sich auf die Stadt Rastatt (4), Gaggenau (3), Sinzheim, Weisenbach sowie Baden-Baden (je 1). Es sind weiterhin 265 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 11.937 Infizierte, 23 mehr als am Mittwoch. Derzeit gibt es 166 aktive Fälle (minus 13) – und zwar in Rastatt (52), Baden-Baden (28), Gaggenau (18), Durmersheim (13), Bischweier, Bühl, Sinzheim (je 7), Iffezheim (6), Bühlertal, Ottersweier (je 5), Muggensturm (4), Kuppenheim (3), Au am Rhein, Gernsbach, Steinmauern (je 2), Bietigheim, Forbach, Lichtenau, Rheinmünster sowie Weisenbach (je 1).

Ermutigung und Mahnung: Das Robert-Koch-Institut (RKI) wies trotz des „erfreulichen“ Rückgangs bei den Corona-Zahlen auf weiter bestehende Risiken hin. „Das Virus ergreift jede noch so kleine Chance – die sollten wir ihm nicht geben“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das zeige sich etwa in Pflegeeinrichtungen, wo es trotz hoher Impfquote auch weiter ungeimpfte Menschen gebe und es auch zu Ausbrüchen komme. Die Pandemie sei nicht vorbei. Die Fallzahlen seien momentan zehn Mal so hoch wie vor einem Jahr. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach mit Blick auf das Infektionsgeschehen von einer ermutigenden Entwicklung. Dies rmögliche es, wieder mehr Freiheit und Normalität zu wagen. Zugleich gelte es, das Erreichte abzusichern und die Zahlen weiter zu senken. Umso tiefer man dabei komme, desto weniger gebe man neuen Mutationen des Coronavirus eine Chance, sich zu verbreiten. Erstmals seit acht Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland unter die Marke von 20 gesunken. Das RKI gab den Wert am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an - zuletzt war ein so niedriger Wert Anfang Oktober verzeichnet worden. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei gut 34 gelegen. Insgesamt meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI binnen eines Tages 3.187 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages bezifferte die Behörde auf 94.

Testpflicht in Gaggenauer Bädern entfällt: Am Samstag, 12. Juni, öffnen die Schwimmbäder in Ottenau und Sulzbach wieder für Vereinsmitglieder. Bei der Stadt Gaggenau geht man nach der aktuellen Datenlage davon aus, dass am Freitag zum fünften Mal in Folge die Inzidenz von 35 unterschritten wird und somit die Testpflicht in den Freibädern, ebenso wie bei Veranstaltungen im Freien und der Gastronomie im Freien, entfällt. Die Öffnung erfolgt ausschließlich für Vereinsmitglieder, einen öffentlichen Badebetrieb wird es in diesem Sommer nicht geben. Im Kuppelsteinbad dürfen sich bis zu 500 Besucher aufhalten, im Sulzbacher Bernsteinbad bis zu 250. Ob die maximale Besucherzahl bereits erreicht ist, lässt sich auf den jeweiligen Internetseiten der Bäder einsehen. Eine Voranmeldung ist allerdings nicht möglich.

Dritte Welle in Afrika: Afrika wird aktuell von einer dritten Corona-Infektionswelle erfasst. „Der Kontinent geht gerade durch eine dritte Welle, daran besteht kein Zweifel“, sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC. Es sei höchste Zeit für die einzelnen Staaten, ihre Behandlungszentren darauf vorzubereiten. „Wir brauchen auch verstärktes Monitoring, um die Hotspots zu identifizieren, bevor sie problematisch werden“, warnte der Leiter der Behörde am Donnerstag. Bei der Zahl der nachgewiesenen neuen Corona-Fälle verzeichnet der Kontinent laut CDC mit Ausnahme von Westafrika steigende Werte.

Petition für Amateursport-Öffnungen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben ihre Petition für Öffnungen im Amateur- und Breitensport an die Politik übergeben. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel nahm am Donnerstag in Berlin das Dokument unter dem Motto „Draußen muss drin sein“ mit 96.582 Unterschriften stellvertretend für die Konferenz der Ministerpräsidenten entgegen.

EU gegen Patentschutz-Aussetzung: Kurz vor den G7-Beratungen über den weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie hat sich die EU-Spitze klar gegen eine umfassende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. „Eine Aussetzung von Patenten mag gut klingen, aber sie ist keine Wunderwaffe“, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Donnerstag in einer Pressekonferenz zum Gipfel der sieben großen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall.

Landkreis-Schulen gehen in Regelbetrieb: Da im Landkreis Rastatt an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50 unterschritten hat, gehen die Schulen wieder in den Regelbetrieb über. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Ab dem 12. Juni findet daher der Unterricht an allen Schulen, Grundschulförderklassen und Schulkindergärten im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt. Den ausführlichen Bericht dazu können Sie hier lesen.

Stadtkreis Baden-Baden lockert: Der Stadtkreis Baden-Baden hat an fünf aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 und 35 unterschritten. Somit kommen ab Freitag, 11. Juni, weitere Öffnungen zu den bereits bestehenden hinzu. Darunter fallen Treffen im größeren Rahmen mit bis zu zehn Personen aus drei Haushalten sowie keine Testpflicht mehr im Einzelhandel. Den ausführlichen Bericht mit einer Übersicht der weiteren Lockerungen können Sie hier lesen.

Überteuerte Masken vom Bund: Das Bundesgesundheitsministerium hat nach einem neuen Bericht des Bundesrechnungshofs für Schutzmasken zeitweise deutlich mehr an Apotheken gezahlt als nötig. So habe es bei der Erstattung von Masken für Menschen mit Vorerkrankungen „eine deutliche Überkompensation“ zugunsten der Apotheken gegeben, heißt es in dem Bericht der Rechnungsprüfer. Insgesamt kostete die Abgabe der Masken bis Anfang April 2,1 Milliarden Euro. „Nicht aufklären“ ließ sich laut dem Bericht dabei, wie Spahns Ministerium zum bezahlten Erstattungspreis von sechs Euro pro Maske kam. Bereits Ende Januar habe es zertifizierte FFP2-Masken für unter einem Euro gegeben.

Keine großen Public-Viewing-Events: Größere Public-Viewing-Veranstaltungen während der Fußball-EM wird es in Baden-Württemberg nicht geben. Laut Landesgesundheitsamt gelten dafür die aktuellen Regelungen für Kulturveranstaltungen im Freien. Gastronomen dürften Spiele zeigen. Dabei müssten aber die für die Gaststätten geltenden Regelungen beachtet werden - also etwa die Begrenzung der Gästezahl oder die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. „Je nach Inzidenz gelten die drei „G“: genesen, getestet oder geimpft.“ Bei Inzidenzen unter 35 könne bei Veranstaltungen, die ausschließlich im Freien stattfinden, auf den Test-, Impf- oder Genesenennachweis verzichtet werden.

Bühler Inzidenzwert: Die Stadt Bühl meldet am Donnerstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 28. Dies entspricht exakt dem Wert vom Vortag, nachdem dieser am Montag und Dienstag noch bei 34 gelegen hatte.


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