Corona kompakt: Kurhaus Baden-Baden wird Impfzentrum

Baden-Baden (red/dpa) – Corona ist seit Monaten das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Umrüstung zum Impfzentrum Kurhaus statt Christkindelsmarkt-Kulisse ist die Devise im Jahr der Pandemie. Symbolfoto: Sarah Reith/Archiv

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Umrüstung zum Impfzentrum Kurhaus statt Christkindelsmarkt-Kulisse ist die Devise im Jahr der Pandemie. Symbolfoto: Sarah Reith/Archiv

Länderchefs fordern Nachbesserungen bei Corona-Hilfen: Länderchefs haben sich beim Bund für Nachbesserungen bei den Novemberhilfen für Unternehmen im Teil-Lockdown stark gemacht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Mittwochabend nach den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), viele Firmen warteten auf Zahlungen. Die bisher vorgesehenen Abschlagszahlungen seien zu gering. Ähnlich äußerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Merkel deutete Nachbesserungen an. Es werde über die Frage gesprochen, ob es gegebenenfalls höhere Abschlagszahlungen gebe. Dies könnte in einigen Fällen „dringlich“ sein. Auch die Wirtschaftsminister der Länder hatten bereits deutlich höhere Abschlagszahlungen gefordert. Der Rahmen solle von 10.000 Euro auf 500.000 Euro erhöht werden, schlugen sie vor.

Teil-Lockdown wird verlängert: Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte Merkel. Deutschland ist nach den Worten von Merkel noch „sehr weit entfernt“ von Zielwerten. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen, sagte sie. Dies zeige, welche Verantwortung Bund und Länder hätten. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bekräftigte Merkel. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine mögliche weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern angedeutet. Irgendwann werde man überlegen müssen, die Maßnahmen an einigen Stellen noch zu vertiefen, sagte Söder in Berlin. Man müsse dann überlegen: lieber kürzer konsequenter als länger halbkonsequent.

Warnung vor Verschwörungsmythen: Die EU-Staaten haben zunehmenden Antisemitismus während der Corona-Pandemie angeprangert. Verschwörungsmythen lebten wieder auf, besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werde öffentlich Antisemitismus gezeigt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch. Maßnahmen im Kampf gegen Antisemitismus könnten die konsequente Ahndung von Hassrede auch im Internet, die Arbeit spezialisierter Strafverfolger und Ermittler, aber auch die systematische Erfassung antisemitischer Vorfälle sein.

Führende US-Demokraten kompromissbereit: Im monatelangen Ringen um weitere Corona-Hilfen zeigen sich führende Demokraten im US-Kongress kompromissbereit. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, sprachen sich am Mittwoch dafür aus, einen Vorschlag einer Gruppe demokratischer und republikanischer Kongressabgeordneter für ein Hilfspaket im Umfang von rund 900 Milliarden US-Dollar als Grundlage für sofortige Verhandlungen zwischen den Parteien in beiden Parlamentskammern zu nehmen. „Das amerikanische Volk durchlebt gerade die schlimmste Phase der Pandemie“, erklärten Pelosi und Schumer. „Die Budgets vieler Familien und Kleinunternehmen befinden sich an ihrer Belastungsgrenze.“ Es bestehe dringender Handlungsbedarf und man sei der Ansicht, mit „Verhandlungen in gutem Glauben“ zu einer Einigung kommen zu können.

DHB-Pokal 2020/2021 entfällt komplett: Die Handball-Bundesliga (HBL) hat am Mittwoch mitgeteilt, dass der Pokalwettbewerb 2020/21 komplett abgesagt wird. Damit steht fest, dass es 2021 erstmals in der Geschichte des DHB-Pokals keinen Titelträger geben wird. Das Final4-Turnier um den DHB-Pokal 2020 wird auf den 5. und 6. Juni 2021 verlegt. Austragungsort der Halbfinalpaarungen Melsungen gegen Hannover und Lemgo gegen Kiel bleibt Hamburg. Bereits gekaufte Tickets bleiben gültig.

Österreich führt Quarantäne für Einreisende ein: Es ist ein Schlag für Wintersportler, aber auch für die österreichische Tourismuswirtschaft. Die Regierung in Wien hat die bisher so lukrativen Weihnachtsurlaube im Land praktisch unmöglich gemacht. Eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten – dazu zählt auch Deutschland – spricht gegen die Pistengaudi am Arlberg, in Kitzbühel oder Saalbach-Hinterglemm. Übernachtung und Essen wären auch schwierig zu organisieren: Hotels und Gaststätten in Österreich bleiben bis zum 6. Januar zu. Zunächst hatte die Regierung den 7. Dezember als Starttermin mitgeteilt. Später hieß es, die Quarantänepflicht gelte ab „kurz vor Weihnachten“.

79,6 Prozent der Intensivbetten im Land belegt: In Baden-Württemberg meldet das Landesgesundheitsamt mit Stand Mittwoch 2. Dezember, 16 Uhr, 3.160 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 155.934. Zudem werden 58 neue Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit steigt die Zahl der Toten mit oder an Covid 19 auf 2.882. Als genesen gelten weitere 2.700 Patienten, die Gesamtzahl beträgt 108.186. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt für Baden-Württemberg bei 133,9. Im Landkreis Rastatt liegt sie bei 111,9 und im Stadtkreis Baden-Baden bei 105,1. 416 Patienten befanden sich demnach in intensivmedizinischer Behandlung, 254 (61,1 Prozent) von ihnen wurden künstlich beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.389 Intensivbetten von betreibbaren 3.001 Betten (79,6 Prozent) belegt.

EM-Auftakt der DHB-Frauen findet statt: Das EM-Auftaktspiel der deutschen Handballerinnen gegen Rumänien findet wie geplant statt. Vor der Partie am Donnerstag (18 Uhr) in Kolding sind die Tests bei der DHB-Auswahl und den Rumäninnen durchweg negativ ausgefallen. Dies teilte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Mittwoch mit. Beim deutschen Gegner hatte es am Montag einen positiven Fall gegeben, weshalb sich die Mannschaft immer noch in der Isolation befinde. Die Austragung des Spiels sei derzeit jedoch nicht gefährdet, sagte Kromer.

78 Neuinfektionen in der Ortenau: 78 der am Dienstag vom Gesundheitsamt des Ortenaukreises Neuinfektionen sind am Dienstagabend vom Landesgesundheitsamt bestätigt worden. Damit beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz in der Ortenau nun 117,2 (Stand: 1. Dezember, 16 Uhr). Die meisten Neuinfektionen gab es in Offenburg (19).

Impfzentren in Kurhaus und Schwarzwaldhalle: Das Ministerium für Soziales und Integration hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass das Kurhaus in Baden-Baden und die Schwarzwaldhalle in Bühl Kreisimpfzentren werden. Die Landesregierung rechnet damit, dass 72 Helfer für einen Zwei-Schicht Betrieb benötigt werden. Gesucht werden neben Ärzten auch medizinisches Fachpersonal, Security-Mitarbeiter, Dolmetscher, Fahrer, Reinigungskräfte und Aushilfen für die Registrierung. An manchen Standorten soll auch die Bundeswehr eingesetzt werden. Die Impfzentren sollen bis 15. Januar ihre Arbeit aufnehmen und bis mindestens Juni 2021 bestehen bleiben. Laut Mitteilung des Landes werden vulnerable Gruppen von zusätzlichen mobilen Impfteams geimpft werden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass zwei Dosen mit einem Abstand von drei bis vier Wochen geimpft werden. Das Land strebt an, beide Impftermine gleichzeitig zu vergeben. Eine Anmeldung soll über 116 117 und künftig auch per App möglich sein. Pro Standort sollen an sieben Tagen die Woche zwischen 7 und 21 Uhr etwa 800 Impfungen pro Tag durchgeführt werden. Erste Lieferungen des Impfstoffs könnte es nach den Erwartungen des Landessozialministeriums im Laufe der kommenden Wochen geben.

Drei Impfzentren in der Ortenau: In der Lahrer Rheintalsporthalle und auf dem Gelände der Messe Offenburg-Ortenau werden zum Januar 2021 zwei Kreisimpfzentren. Das Ministerium für Soziales und Integration hat die Entscheidung am Mittwochmittag verkündet. Abhängig von der Verfügbarkeit des Corona-Impfstoffes soll bereits Mitte Dezember 2020 ein sogenanntes Zentrales Impfzentrum (ZIZ) auf dem Offenburger Messegelände entstehen. Das Zentrale Impfzentrum und die beiden Kreisimpfzentren sollen bis voraussichtlich Ende April 2021 parallel betrieben und durch mobile Impfteams (MIT) ergänzt werden, teilte der Ortenaukreis mit.

Mindestens 20 Fälle in Gernsbacher Pflegeheim: Von Montag, 30. November, bis Mittwoch 2. Dezember meldete das Gesundheitsamt des Landkreises Rastatt 28 Neuinfektionen in Gernsbach. Laut einer Mitteilung der Stadt Gernsbach gehen 20 davon auf Bewohnerinnen und Bewohner eines Alten- und Pflegeheims zurück. Auch Personal sei betroffen, teilt die Stadt mit.

30 Neuinfektionen und ein Todesfall in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden von Dienstag auf Mittwoch um 30 auf insgesamt 3.481 erhöht. Sie verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (2.798, plus 22) sowie auf den Stadtkreis Baden-Baden (683, plus 8). Die meisten Neuinfektionen gab es in Baden-Baden (8), gefolgt von Gernsbach (7), Bühl (4), Rastatt (3), Iffezheim (2) sowie Au am Rhein, Durmersheim, Forbach, Lichtenau, Ötigheim und Weisenbach (je 1). Als genesen gelten 2.984 Infizierte, 16 mehr als am Dienstag. Ein Mensch aus dem Landkreis ist an oder mit Covid 19 verstorben. Der oder die Tote war 90 oder älter. Insgesamt sind nun 58 Todesfälle zu beklagen. Somit gibt es derzeit 438 aktive Fälle – und zwar in Baden-Baden (85), Rastatt (61), Rheinmünster (44), Bühl, Gaggenau (je 41), Gernsbach (34), Kuppenheim (18), Durmersheim, Sinzheim (je 16), Bühlertal (15), Lichtenau (9), Hügelsheim (8), Ottersweier (7), Bischweier (6), Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Iffezheim, Muggensturm (je 5), Weisenbach (4), Au am Rhein, Forbach, Ötigheim, Steinmauern (je 3), Loffenau (1). Aktuell werden im Klinikum Mittelbaden laut eigenen Angaben 28 Covid-19 Patientinnen und Patienten behandelt, fünf davon intensivmedizinisch betreut.

Landesregierung ändert Quarantäne-Regeln: Es gilt ab dem 2. Dezember eine Dauer von zehn Tagen, teilte die Landesregierung am Dienstagabend mit. Wer sich bereits in Quarantäne befinde, für den bedeute dies jedoch keine Verkürzung. Neue Regeln gelten zudem für Schüler, die Kontakt mit einem positiv getesteten Schüler aus der eigenen Klasse oder Kursstufe hatten. Dann kann die zuständige Behörde denjenigen als „Cluster-Schüler“ einstufen. In diesem Fall ist es ab sofort möglich, die Quarantäne bereits nach dem fünften Tag zu beenden. Voraussetzung ist ein negativer Test. Hatte ein Schüler auch außerhalb der Schule mit einem später positiv Getesteten Kontakt, greife diese Regelung nicht. Ausschlaggebend sei, ob der letzte Kontakt bis zu zwei Tage vor Symptombeginn des später positiv Getesteten war oder nicht. Bereits zuvor hatte die Landesregierung die Quarantäne-Regeln angepasst. So muss sich mittlerweile sofort nach Hause begeben, wer ein positives Testergebnis bekommt. Gleiches gilt für dessen Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen. Auch wenn ein Arzt in Verdachtsfällen etwa wegen Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder dem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn einen Corona-Test anordnet, beginnt die Quarantänepflicht.

EU warnt vor Lockerungen: Die EU hat eindringlich vor Lockerungen vor und in den Weihnachtsferien gewarnt. „Es ist nicht die Zeit, um die Maßnahmen zu lockern“, sagte die Chefin der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC, Andrea Ammon, am Mittwoch. Das Ansteckungsniveau mit dem neuartigen Coronavirus sei weiterhin hoch, „und es könnte wieder schlimmer werden“. Laut Ammon gehen die Ansteckungsraten insgesamt zurück, die Todeszahlen und die Auslastung der Intensivbetten sei aber weiterhin steigend. „Eine Reihe von Ländern scheint den Höhepunkt (der zweiten Corona-Welle) erreicht zu haben, aber nicht alle.“

Erste Impfdosen nächsten Woche bereit: Die ersten 800.000 Corona-Impfstoffdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sollen bereits in der kommenden Woche in Großbritannien zur Verfügung stehen. Laut Gesundheitsminister Matt Hancock soll das Impfprogramm Anfang der Woche starten. Den Transport und die Lagerung des Vakzins bezeichnete er als eine Herausforderung, denn das Mittel müsse bei minus 70 Grad gelagert werden. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hatte am Mittwochmorgen eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff bekannt gegeben. Es ist die erste Zulassung für den Impfstoff BNT162b2 weltweit. Er muss pro Person zweimal verabreicht werden. Premier Boris Johnson nannte die Notfallzulassung „fantastisch“.

Darts-WM mit Zuschauern: Die Darts-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace soll mit Publikum stattfinden. Für das Event ab 15. Dezember sollen 1.000 Fans pro Session zugelassen werden, wie der Weltverband PDC am Mittwoch mitteilte.

Frankreich will Skifahren erschweren: Frankreich will seine Bürger in den Weihnachtsferien am Skifahren im Ausland hindern. Premierminister Jean Castex sagte am Mittwoch, wer entgegen der Empfehlung der Regierung zum Skifahren in die Schweiz oder nach Spanien reise, müsse nach der Rückkehr in Quarantäne gehen. Dafür werde es „stichprobenartige Kontrollen an der Grenze“ geben.

Gute Noten für Gesundheitsversorgung: Die große Mehrheit der Deutschen bewertet die Gesundheitsversorgung während der ersten Coronawelle im Frühjahr positiv. 78 Prozent sind laut einer am Mittwoch vorgestellten AOK-Umfrage der Meinung, dass die medizinische und pflegerische Infrastruktur in ihrer Nähe gut funktioniert habe. Gleichzeitig betrachten es 63 Prozent der Befragten mit Sorge, dass nicht zwingend notwendige Eingriffe in Krankenhäusern verschoben wurden. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem sogar leicht verbessert. Bei der AOK-Umfrage von 2019 hatten 82 Prozent der Befragten dem Gesundheitssystem gute Noten gegeben, 2020 waren es 85 Prozent mehr.

Bahn stock auf: Die Deutsche Bahn rechnet über Weihnachten mit mehr Fahrgästen und bietet daher täglich 13.000 Plätze mehr in ihren Fernzügen an. Zwischen dem 18. und dem 27. Dezember setzt der Konzern rund 100 Sonderzüge ein, um den Reisenden möglichst viel Platz zu bieten, wie die Bahn am Mittwoch mitteilte. In bis zu 50 Prozent der Fernverkehrszüge kontrollieren zudem sogenannte „Sicherheitsteams“ an Bord die Einhaltung der Maskenpflicht. So will die Bahn das Reisen zu Weihnachten sicher machen.

Rund 200.000 neue Freiwillige: Das Rote Kreuz hat im Corona-Jahr einen Zulauf von mehr als 200.000 neuen Freiwilligen erlebt. So konnten Familien und Alleinstehende weltweit während der Pandemie unterstützt werden, teilte die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Mittwoch in Genf mit. In den USA hätten sich rund 78.000 Menschen neu als freiwillige Helferinnen und Helfer gemeldet, in Italien 60.000, in den Niederlanden 48.000 und in Kenia 35.000.

Outlet Roppenheim wieder offen: Nachdem die Corona-Einschränkungen in Frankreich gelockert wurden, hat nun auch „The Style Outlets“ in Roppenheim wieder offen. Es gelte ein striktes Hygienekonzept, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Einzelhandel erholt sich: Der Einzelhandel hat sich im Oktober etwas erholt. Im Oktober erzielte die Branche in Deutschland preisbereinigt 8,2 Prozent mehr Umsatz, als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zum Vormonat September wuchsen die Erlöse um 2,6 Prozent. Das Niveau vor der Corona-Krise im Frühjahr hat der Einzelhandel damit schon weit übertroffen, erklärte die Wiesbadener Behörde: Gemessen am Februar, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Oktober real 5,9 Prozent höher. Gute Geschäfte im Oktober machte etwa der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (real plus 7,3 Prozent zum Vorjahr). Auch der Handel mit Einrichtung, Haushaltsgeräten und Baubedarf nahm deutlich zu - mit gut 14 Prozent Umsatzplus. Im Internet- und Versandhandel schossen die Erlöse sogar um fast 30 Prozent hoch.

Gündogan in Informationskampagne: Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan kämpft jetzt auch im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums gegen die Verharmlosung des Coronavirus. Der Profi des englischen Spitzenklubs Manchester City schildert im Rahmen der Aufklärungskampagne „#IchHatteCorona“ eindrücklich seine Erfahrungen mit COVID-19. Damit will er darauf hinwirken, dass die Krankheit ernster genommen wird.

Neuer Rekordwert bei Todesfällen: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht (Stand: 2. Dezember, 0 Uhr). . Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1.400 weniger als in der Vorwoche mit 18.633. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.084.743 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Nach Schätzungen sind rund 779.500 Menschen inzwischen genesen. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,89 (Vortag: 0,91).

Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Hoffnung auf eine Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen bis Weihnachten gedämpft. „Kann ich versprechen, dass jedes Pflegeheim am 24.12. welche hat? Nein“, sagte Spahn am Dienstag im WDR-Fernsehen in einem Doppelinterview, das mit ihm und dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) geführt wurde. Er wolle da ehrlich sein. Es seien auch schon Tests verfügbar, aber eben noch nicht überall ausreichend, so Spahn. Das werde sich aber Zug um Zug verbessern. Ein Schnelltest könne eine „zusätzliche Sicherheit“ für einen Besuch bei Verwandten bedeuten. Die anderen Corona-Regeln seien damit aber nicht aufgehoben.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 07:55 Uhr
Aktualisiert:
2. Dezember 2020, 22:49 Uhr
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