Daimler-Betriebsrat warnt vor „Kahlschlag“

Gaggenau/Stuttgart (tas) – Die Gespräche über die Stellenabbaupläne bei Daimler Trucks nehmen Fahrt auf. Genau Zahlen liegen zwar noch nicht auf dem Tisch, der Betriebsrat ist aber alarmiert.

Im Werk Rastatt werden schwere Lkw-Getriebe für den Truck-Standort Gaggenau gefertigt: Bei Daimler wird derzeit intensiv über Jobabbau verhandelt. Foto: Daimler AG

© Daimler AG

Im Werk Rastatt werden schwere Lkw-Getriebe für den Truck-Standort Gaggenau gefertigt: Bei Daimler wird derzeit intensiv über Jobabbau verhandelt. Foto: Daimler AG

Von Tobias Symanski

Seit vielen Wochen wird über die Stellenabbaupläne im Daimler-Konzern spekuliert – vor allem im Bereich der Pkw-Produktion. Der Stuttgarter Autobauer hatte zwar nie konkrete Zahlen genannt, doch immer wieder kursierten neue Schreckensszenarien in der Öffentlichkeit. Nun meldet sich der Daimler-Betriebsrat zu Wort und spricht von einem drohenden „beschäftigungspolitischen Kahlschlag“ an den Nutzfahrzeugstandorten des Unternehmens.
In einem vierseitigen Schreiben an die Belegschaft, das dem Badischen Tagblatt vorliegt, warnen die Arbeitnehmervertreter vor „einem drastischen Personalabbau an unseren Standorten“. Gemeint sind vor allem die Truck-Werke in Gaggenau, Wörth, Mannheim und Kassel. Von den Gesprächen über mögliche Personalreduzierungen, die der Betriebsrat derzeit mit dem Konzernmanagement führt, sind deutschlandweit rund 30.000 Beschäftigte betroffen. Daimler wollte sich am Freitag auf BT-Anfrage „grundsätzlich nicht zu den Inhalten interner Gespräche äußern.“

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