Kurzarbeit bei Daimler: Gaggenau startet am 20. April

Stuttgart/Rastatt/Gaggenau (dpa/red) – Der Autobauer Daimler plant nun bis Ende April mit Kurzarbeit. In Gaggenau soll es aber schon am 20. April wieder losgehen.

Kurzarbeit bei Daimler: Gaggenau startet am 20. April

Die Zwangspause dauert länger: Daimler plant nun bis Ende April mit Kurzarbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Finanzchef Harald Wilhelm kündigte die Verlängerung am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten an. In einer Mail an die Mitarbeiter wurde dies nicht nur mit Corona, sondern auch mit unterbrochenen Lieferketten erklärt.

In einigen Werken will Daimler schon ab dem 20. April die Produktion nach und nach hochfahren. Dazu gehört nach BT-Informationen auch das Werk in Gaggenau. In Rastatt hingegen ist Kurzarbeit bis zum 3. Mai vereinbart. Beginnen soll die Antriebstechnik, danach folgen die Pkw-Werke Sindelfingen und Bremen und die Van-Standorte – alle aber nur im Ein-Schicht-Betrieb und unter umfassenden Sicherheitsvorkehrungen. Auch in den Bus- und Lkw-Werken soll ab 20. April schrittweise wieder gearbeitet werden. Offenbar bereitet sich der Autobauer darauf vor, ab dem 4. Mai wieder komplett zu produzieren.

Die Kurzarbeit war bislang bis zum 17. April angemeldet worden. Von roten Zahlen im Kerngeschäft gehen die Stuttgarter für die ersten drei Monate nicht aus. Im ersten Quartal rechnet der Konzern sowohl in der Pkw- und Vans-Sparte sowie auch im Geschäft mit Lastwagen und Bussen mit einer positiven Marge, wie Wilhelm sagte.

Regelungen mit Betriebsräten vor Ort

Die Produktion bei Daimler ruht seit etwa zweieinhalb Wochen in großen Teilen. Nur in einigen besonders wichtigen Bereichen wird noch gearbeitet. Seit Beginn dieser Woche sind die Mitarbeiter in Kurzarbeit - zuvor hatten sie Arbeitszeitkonten oder Urlaub abgebaut.

Wie die Kurzarbeit an den einzelnen Standorten umgesetzt wird und wie viele Mitarbeiter jeweils betroffen sind, wird laut Daimler jeweils einzeln mit dem Betriebsrat geregelt. Der Konzern hat in Deutschland rund 170000 Beschäftigte.