Der Lieblings-Luxemburger: Jean Asselborn

Berlin (red) – Jean Asselborn ist langgedienter Außenminister Luxemburgs. Nun wurde seine Biografie vorgestellt. Heiko Maas ist mit von der Partie. Dabei kommt es zu ein paar Sticheleien.

Jean Asselborn bei einem EU-Treffen in Brüssel.   Foto: Virginia Mayo/dpa/Archiv

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Jean Asselborn bei einem EU-Treffen in Brüssel. Foto: Virginia Mayo/dpa/Archiv

Von BT

Der 71-jährige Jean Asselborn ist so etwas wie der Lieblings-Luxemburger der Deutschen geworden, seit der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aus der aktiven Politik ausgeschieden ist. Oft ist er zu Gast in hiesigen Talkshows. Deshalb wird die über ihn von der österreichischen Brüssel-Korrespondentin Margaretha Kopeinig verfasste Biografie in Berlin präsentiert, zusammen mit dem deutschen Amtskollegen. Wer denn „merde alors!“, den Titel des Buches, mal übersetzen wolle, fragt der Moderator listig. „Na, der, der es gesagt hat“, antwortet der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) und zeigt auf Jean Asselborn. Aber auch Luxemburgs Außenminister ziert sich. „Es ist weniger drastisch, als viele denken“, sagt er nur. Er hatte die Worte 2018 Italiens Innenminister und Rechtspopulisten Matteo Salvini bei einer EU-Konferenz entgegengeschleudert. Es ging um die Flüchtlingskrise, und der Italiener hatte spöttisch gefragt, ob denn Luxemburg seine Demografieprobleme mit afrikanischen Arbeitssklaven lösen wolle. Italien bevorzuge es, Kinder zu kriegen. Noch heute kann sich Asselborn darüber aufregen. „Das musste eben raus“. Also „merde alors“. Frei übersetzt heißt das: „Heilige Scheiße“.

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Erstellt:
7. Oktober 2020, 10:15 Uhr
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