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„Die Freiheitsrechte werden nicht geopfert“

Stuttgart (bjhw) – Wie bei allen Menschen im Land hat sich auch das Leben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in der Corona-Krise grundlegend geändert. Im Interview mit Brigitte J. Henkel-Waidhofer – der Stuttgarter Korrespondentin des Badischen Tagblatts – spricht er über den Druck in der Krise, darüber, was gut gelaufen ist und was ihn am meisten beschäftigt, über Fußballergehälter oder mögliche Lockerungen beim Autohändler. Und er lenkt den Blick auf eine seit Christi Geburt noch nie da gewesene Situation – die zwingende Einschränkung der Gottesdienste und somit ein Stück weit der Religionsfreiheit.

Kretschmann: „Die Freiheitsrechte werden nicht geopfert. Vielmehr treten sie lediglich für kurze Zeit in den Hintergrund, weil das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit jetzt im Vordergrund steht.“ Foto: Williamson/Staatsministerium Baden-Württemberg

© Dennis Williamson

Kretschmann: „Die Freiheitsrechte werden nicht geopfert. Vielmehr treten sie lediglich für kurze Zeit in den Hintergrund, weil das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit jetzt im Vordergrund steht.“ Foto: Williamson/Staatsministerium Baden-Württemberg

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wird „besonders radikal“ während der Corona-Krise nicht in den Datenschutz, sondern in die Religionsfreiheit eingegriffen. „Die Kirchenleute sagen mir, dass es im ganzen Christentum so etwas nicht gegeben hat, dass keine Gottesdienste stattfinden, nicht einmal bei der Christenverfolgung im alten Rom“, erklärt Kretschmann im Interview mit dem Badischen Tagblatt.

Das Entscheidende sei aber, dass die Kirchen diesen Einschnitten selbst zugestimmt haben. Seine Landesregierung mache keine Basta-Politik, „sondern wir reden immer mit den Menschen, denen wir so viel zumuten wie noch nie“. Und wenn die Krise vorüber ist, steht die Demokratie auf dem Prüfstand: „Denn dann müssen wir so radikal, wie wir jetzt Rechte eingeschränkt haben, sie auch wieder öffnen.“ Der Grüne verspricht deshalb die Rückkehr zu einer engen Auslegung der Vorgaben im Datenschutz, denn „wir sind doch keine autoritären Krisengewinnler“.

Das ganze Interview lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts oder im E-Paper.


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