Ergebnisse der VR-Bank in Mittelbaden legen zweistellig zu

Iffezheim (tas) - Das im vergangenen Jahr geringere Wirtschaftswachstum in Deutschland scheint an der VR-Bank in Mittelbaden vorbeigegangen zu sein. Die Überschüsse entwickelten sich 2019 sehr positiv.

Die beiden Vorstände der VR-Bank in Mittelbaden: Felix Thiem (links) und Klaus Knapp. Das genossenschaftliche Institut legte 2019 zu.

© Oliver Hurst

Die beiden Vorstände der VR-Bank in Mittelbaden: Felix Thiem (links) und Klaus Knapp. Das genossenschaftliche Institut legte 2019 zu.

Von Tobias Symanski

Am Dienstag präsentierte das genossenschaftliche Institut zweistellige Wachstumsraten sowohl beim Zins- als auch beim Provisionsergebnis. „Unser Geschäftsmodell passt in die Welt“, fasste Bankvorstand Klaus Knapp das Bilanzjahr 2019 zusammen. Trotz der Zinsflaute an den Kapitalmärkten konnte die Regionalbank den Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwas mehr als zehn Prozent auf 18,6 Millionen Euro steigern. Wachstumstreiber waren hier vor allem die eigenen Anlagen im Wertpapierbereich, die sich im vergangenen Jahr deutlich besser entwickelt haben als noch im Jahr 2018. Das Provisionsergebnis der VR-Bank legte sogar um 12,3 Prozent auf 7,3 Millionen Euro zu. Es sei eines der besten Ergebnisse in der Geschichte der Bank erzielt worden.

„Wir wachsen durchweg in allen Bereichen“, sagte Knapp. Maßgeblich zulegen konnte das Institut vor allem bei den Kundenkrediten. Hier stieg das Volumen um 1,7 Prozent auf 536,3 Millionen Euro – bei einer Bilanzsumme von 948 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent) Speziell auf der Seite der Privatkunden verzeichnete die Bank einen Wachstumsschub. Dieser Bereich hat einen Anteil von rund 60 Prozent.

Unter dem Strich verbuchte die VR-Bank einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,7 Millionen Euro, die Dividende für die 24662 Mitglieder soll wie im Vorjahr bei vier Prozent liegen.

„Wir haben noch Potenzial zu wachsen“, unterstrich Vorstand Knapp gestern. Das will die Bank auch optisch demonstrieren. In den kommenden drei bis vier Jahren sollen bis zu 2,5 Millionen Euro in den Umbau des elf Standorte umfassenden Filialnetzes investiert werden. Konkret ist bisher die Modernisierung der Niederlassung in Ötigheim, die nach 23 Jahren mehr als nur einen frischen Anstrich bekommen soll. Dafür will die VR-Bank mindestens einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag in die Hand nehmen. Knapp: „Vielleicht ist diese Investition gegen den Trend gerichtet, wir sind aber trotzdem davon überzeugt, dass sie richtig ist.“

Auch bei der Aufstellung der Bank im allgemeinen Marktumfeld sieht Vorstand Knapp das genossenschaftliche Institut gut gerüstet. „Aus heutiger Sicht sind Fusionen für uns kein Thema“, sagte er mit Blick auf die Pläne zweier Genossenschaftsbanken in der Region. „Mit einer Bilanzsumme von rund einer Milliarde Euro fühlen wir uns wohl. Wir können schnell agieren und haben kurze Entscheidungswege“, sagte der Direktor des 187 Mitarbeiter starken Unternehmens.

Im Januar hatten die Volksbank in der Ortenau und die Volksbank Schwarzwald Baar Hegau angekündigt, einen Zusammenschluss anzustreben. Gelingt das Projekt, würde eines der größten genossenschaftlichen Institute in Deutschland entstehen. Auch in anderen Regionen in der Republik werden derzeit Zusammenschlüsse geprüft, die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken wird also weiter sinken.

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Erstellt:
4. März 2020, 09:00 Uhr
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