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Erneute Drohung gegen Moschee

Pforzheim (red) – Erneut ging am Dienstagabend eine Bombendrohung gegen die Pforzheimer Fatih-Moschee ein. Die Polizei rückte mit starken Kräften an. Es wurde nichts Verdächtiges gefunden.

Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Moschee weiter intensiviert. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

© dpa-avis

Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Moschee weiter intensiviert. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

Bereits am 13. Februar hatte es eine ähnliche Drohung gegen die in der Oststadt gelegene Moschee gegeben. Auch im aktuellen Fall durchsuchte die Polizei die Örtlichkeit, wobei ein Sprengstoffspürhund eingesetzt wurde. Es konnte nichts Verdächtiges gefunden werden. Während der Dauer der Einsatzmaßnahmen mussten die nahe gelegene Bundesstraße und die angrenzende Bahnlinie für etwa 15 Minuten gesperrt werden. Außer den polizeilichen Einsatzkräften waren auch Rettungsdienst und Feuerwehr, sowie der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeister Dirk Büscher am Einsatzort. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen. Die bislang schon an der Moschee durchgeführten polizeilichen Schutzmaßnahmen, werden noch intensiviert, teilte das Polizeipräsidium Pforzheim am frühen Mittwochmorgen mit.

OB: „Stadtgesellschaft ist gefordert“

„Es macht uns fassungslos, dass innerhalb von so kurzer Zeit eine zweite Bombendrohung gegen die Fatih-Moschee eingegangen ist“, wird der Oberbürgermeister in einer Mitteilung der Stadt Pforzheim zitiert. „Die Stadt Pforzheim und – da sind wir sicher - die Pforzheimer Stadtgesellschaft als Ganzes stehen solidarisch zu ihren muslimischen Mitbürgern: Wir dürfen nicht zuschauen, wie eine Bevölkerungsgruppe durch wiederholte Drohungen massiv verunsichert und eingeschüchtert werden soll. Gemeinsam mit der Polizei tun wir alles uns Mögliche dafür, dass sich alle gesellschaftlichen und religiösen Gruppen in unserer Stadt sicher fühlen können. Die Polizei hat heute wieder sehr schnell und besonnen reagiert, dafür danken wir ausdrücklich. Die Stadtgesellschaft ist in diesen schwierigen Tagen besonders gefordert, zu zeigen, dass sie zusammensteht“, forderten die beiden Repräsentanten der Stadt vor Ort.

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Erstellt:
26. Februar 2020, 07:04 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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