Esken: „Die Union ist völlig entkernt“

Rastatt (kli) – SPD-Co-Chefin Saskia Esken ist derzeit auf Wahlkampftour durch Baden-Württemberg. Am Montag machte sie in Rastatt Station. Am Rande fand sie Zeit für ein ausführliches BT-Interview.

Im Wahlkampf für die SPD im Einsatz: Gabriele Katzmarek (links) und Saskia Esken in Rastatt.      Foto: Dieter Klink

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Im Wahlkampf für die SPD im Einsatz: Gabriele Katzmarek (links) und Saskia Esken in Rastatt. Foto: Dieter Klink

Von BT-Redakteur Dieter Klink

BT: Frau Esken, die SPD galt mal als die Partei der kleinen Leute. Warum wird sie heute nicht mehr als solche wahrgenommen?
Saskia Esken: Der Begriff „kleine Leute“ ist heute wirklich überholt und so auch das Bewusstsein vieler Menschen, sich in Kategorien einzugliedern. Es ist eher so, dass sich die meisten wohl zur gesellschaftlichen Mitte zählen. Selbst Friedrich Merz hält sich seltsamerweise für einen Teil dieser Mitte. Im Bundestag muss es eine Partei geben, die an der Seite derer steht, die sonst keine Lobby haben. Derjenigen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, die mittlere Einkommen haben, die Unterstützung für ihre Familien brauchen. Und das ist die SPD. Diese Menschen sind aber eines ganz sicher nicht: „kleine Leute“.

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