Ganztagsförderung: Bund bleibt hart

Stuttgart (bjhw) – Baden-Württemberg kann sich mit einem Sonderweg bei der Betreuung von Grundschülern nicht durchsetzen: Für kommunal verwaltete Betreuungsangebote gibt der Bund kein Geld.

Die Auszahlung der Bundesmittel für Ganztagsgrundschulen ist bislang komplett blockiert, weil das Land andere Vorstellungen von der Betreuung hat. Foto: Uli Deck/dpa

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Die Auszahlung der Bundesmittel für Ganztagsgrundschulen ist bislang komplett blockiert, weil das Land andere Vorstellungen von der Betreuung hat. Foto: Uli Deck/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Persönlich und nach ihren Erfahrungen als Stuttgarter Schulbürgermeisterin ist Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) eine Anhängerin von Ganztagsschulen. Dennoch wollte sie den skeptischen Teilen der Elternschaft und vor allem unter den Bildungspolitikern in der Südwest-CDU entgegenkommen und die Bundesmittel, die dem Land zustehen, auch in nachmittägliche Betreuungsangebote für Grundschulkinder stecken.
Jetzt muss sie diese Idee verwerfen. Die Bundesministerinnen Anja Karliczek (CDU/Bildung) und Franziska Giffey (SPD/Familien) sind nicht bereit, die Förderkriterien aufzuweichen. Das sei eine „klare Ansage“, so Sandra Boser, die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, weil der Bund damit seine „hohen Anforderungen an die Qualität des Ganztagesunterrichts“ unterstrichen habe.

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