Gerlinde Kretschmann wirbt für offenen Umgang mit Krebs

Stuttgart (dpa/lsw) – Baden Württembergs „First Lady“ Gerlinde Kretschmann (74) ist froh, dass ihr Mann Winfried Kretschmann sie während ihrer Brustkrebserkrankung nicht die ganze Zeit umsorgen wollte. „Er hat mich glücklicherweise nicht betüttelt“, erzählte die Frau des Ministerpräsidenten der Ulmer „Südwest Presse“ (Donnerstag). „Aber er war da, und das war schön.“ Kretschmann (73) hatte kurz vor der Landtagswahl im März die Erkrankung seiner Frau bekannt gemacht und sich vorgenommen, im Wahlkampf kürzerzutreten.

Gerlinde Kretschmann bei einer Veranstaltung. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Gerlinde Kretschmann bei einer Veranstaltung. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Die ehemalige Lehrerin warb nun dafür, offener mit schweren Erkrankungen umzugehen. „Es ist doch nichts Unanständiges, wenn man krank ist. Wir sind beide der Meinung, dass eine ernsthafte Erkrankung kein Tabu sein sollte, leider ist das immer noch viel zu häufig der Fall.“ Wenn die Leute merkten, dass etwas nicht stimme, werde herumspekuliert. „Das finde ich unwürdig, und das wollten wir so nicht“, erklärte Gerlinde Kretschmann.

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Erstellt:
21. Juli 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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