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Harsch erobert die deutsche Curling-Spitze

Hügelsheim (red) – Erfolg für den Rastatter Skip Klaudius Harsch vom Baden Hills Golf und Curling Club: Das 19-jährige Curlingtalent spielte sich mit seinem Hamburger Team zum deutschen Meistertitel.

In Reih und Glied: Das Team um Skip Klaudius Harsch (in Gelb) wartet auf den Skipstein. Foto: BHGCC

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In Reih und Glied: Das Team um Skip Klaudius Harsch (in Gelb) wartet auf den Skipstein. Foto: BHGCC

Überraschender Erfolg für den Rastatter Skip Klaudius Harsch vom Baden Hills Golf und Curling Club: Das 19-jährige Curlingtalent spielte sich am vergangenen Wochenende zusammen mit seinem Hamburger Team schier sensationell zum deutschen Meistertitel. Fünf kombinierte Mannschaften aus der Republik gegen drei reine Vereinsteams aus Rastatt, Schwenningen und Konstanz kämpften am Baden-Airpark um die Meisterschaft.

Unter dem verantwortlichen Bundestrainer Ulli Kapp und seiner Kollegin vom Deutschen Curling Verband (DCV), Manon Harsch, entwickelten sich an den drei Tagen interessante und spannende Spiele, die auch zu überraschenden Ergebnissen führten, heißt es in einer Mitteilung.

In der Gruppe A konnte sich neben dem Favoritenteam um Marc Muskatewitz (Sinzheim) noch die heimische Mannschaft um Skip Manuel Walter gegen Konstanz und einer SG aus Geising, Füssen und Erfurt durchsetzen und für die Playoffs qualifizieren. In der Gruppe B musste sich überraschend Altmeister Uli Sutor aus Füssen unter anderem mit Jan-Lucca Haag (Baden Hills) sowohl dem Team BHGCC/CC Hamburg um Skip Harsch als auch Sebastian Schweizer mit seinen Schwenninger Curlern geschlagen geben.

Am Samstag fanden die Platzierungsspiele für Platz fünf bis Platz acht sowie der Plätze eins bis vier statt, woraus sich dann die Finalspiele für Platz eins und drei ergaben. Den fünften Rang sicherte sich Konstanz mit Skip Trevisiol mit seinem Team vor der SG um Skip Knohl und Uli Sutor. Achte wurden die Jugendlichen vom Baden Hills um Marcel Lauer, die krankheitsbedingt auf Spieler verzichten mussten. Den Einzug ins Finale sicherte sich das Team Muskatewitz mit einem ungefährdeten 8:2 gegen Schwenningen. Ebenso überzeugend (9:3) zeigte Harsch seinen Vereinskameraden um Walter die Grenzen auf.

Knapper Endstand

Im Spiel um Platz drei trafen mit Walter und Schweizer zwei Skips aufeinander, die noch vor zwei Jahren zusammen mit Alexander Baumann und Muskatewitz das Gerippe der deutschen Nationalmannschaft bildeten. Dieses Spiel war von Beginn an hart umkämpft und endete erst im elften und somit Extra-End mit einem Stein mehr für das Rastatter Team, bei dem neben Walter noch Georg Peter, Max Heling, Roger Huckle und Christian Unterstab auf dem Eis standen.

Im Finale ging es nicht nur um den DM-Titel, sondern auch darum, ob die bereits für die WM benannte Mannschaft dem Ansturm des gerade erst 19 Jahre alten Klaudius Harsch mit seinem No-Name-Team aus Hamburg standhalten kann. Das Endspiel stand im Licht zweier unterschiedlicher Hälften. Sehr aggressiv startete der Underdog in das Finale, was zu einem sicheren Zwischenstand nach vier Ends von 7:1 führte. Nach der Halbzeit schien den Hamburgern um Harsch und auch ihm die Puste auszugehen, denn nach sieben Ends stand es nur noch 7:6 für den Außenseiter. Muskatewitz konnte aber im neunten End nur einen Stein schreiben und im finalen End keinen Stein stehlen, sodass es zum knappen Endstand von 8:7 kam. Damit war die Überraschung perfekt, was auch Bundestrainer Kapp feststellen musste. Harsch zur Seite standen Florian Römer, Axel Detert und Jannes Noack.

Die Leistungen von Harsch, nicht nur bei dieser Meisterschaft, veranlassten die DCV-Verantwortlichen, ihn bei der WM der A-Junioren in Krasnojarsk/Russland kommende Woche als Spare mitzunehmen. Auch bei der Männer-WM in Glasgow könnte er zum Einsatz kommen, sofern die DCV-Spitze sich dazu durchringt. Aufgrund der gezeigten souveränen Leistung bei dieser Meisterschaft, so Kapp, könne er sich einen Harsch-Einsatz gut vorstellen.

Erstmals zum Einsatz als WCF-Schiedsrichterin kam Anja Huckle, Mitglied des BHGCC und einzige Fachfrau auf diesem Gebiet in Deutschland, die die Junioren zusammen mit dem Rastatter Eismeister Jo Fritz nach Russland begleiten wird.(red)

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Erstellt:
5. Februar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 50sec

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