Höchste Pandemiestufe: Verschärfte Vorgaben

Stuttgart (bjhw) – Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat am Samstag entschieden, die höchste Alarmstufe auszurufen. Gelten soll sie ab Montag; dann greifen auch verschärfte Maßnahmen.

So soll es künftig auch im Land sein: Selbst in Fußgängerzonen soll künftig Mundschutzpflicht gelten, wenn die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Symbolfoto: Roberto Pfeil/dpa

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So soll es künftig auch im Land sein: Selbst in Fußgängerzonen soll künftig Mundschutzpflicht gelten, wenn die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Symbolfoto: Roberto Pfeil/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Sieben bis zehn Tage gibt die Landesregierung allen Bürgern und sich selbst Zeit, die „hochdynamische Corona-Entwicklung“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann, in den Griff zu bekommen. Wenn die jetzt beschlossenen Schritte nicht ausreichten, „werden wir zum Schluss sehr viel härter Maßnahmen ergreifen müssen, die tiefer ins Arbeitsleben eingreifen“.

In einer virtuellen Sondersitzung hatte sich das Kabinett zuvor auf eine Reihe neuer Regeln verständigt und die Aufrufung der Pandemiestufe drei förmlich vollzogen.

Beschlossen wurde eine „landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen und öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann“. Außerdem dürfen sich nur maximal zehn Personen im Freien treffen. Die Untersagung gelte nicht für Familien und für „Ansammlungen zur Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder die der sozialen Fürsorge dienen“. Ausgenommen sind ferner Demonstrationen unter Einhaltung der Abstandsregeln. Die Teilnehmerzahl anderer Veranstaltungen wird auf hundert Menschen begrenzt.

„Wir müssen jetzt alles tun, um den kritischen Trend schnellstmöglich zu stoppen“, so Kretschmann. Das diffuse Ausbruchsgeschehen in vielen Stadt- und Landkreisen mache die neuen Schritte notwendig. Noch vor Beginn der Herbstferien wird eine Zwischenbilanz der Entwicklung in der Pandemiestufe drei gezogen, um gegebenfalls über weitere Einschränkungen zu entscheiden.

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Erstellt:
17. Oktober 2020, 17:55 Uhr
Lesedauer:
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