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Ikonen der Trauer: Zum 75. Todestag der Künstlerin Käthe Kollwitz

Baden-Baden/Köln (cl) – Käthe Kollwitz, die bedeutendste deutsche Künstlerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hat in ihren Skulpturen und Grafiken wie keine zweite Sinnbilder für Krieg, Armut und Tod, aber auch für Liebe und Geborgenheit geschaffen. Am 22. April jährt sich ihr 75. Todestag, wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Das nach ihr benannte Kölner Museum hat zwei Ausstellungen zum Gedenken geplant – die erste soll am 9. Juni öffnen, falls die Corona-Krise dies zulässt.

Weichere Formen des Spätwerks: Die Kollwitz-Groß-Bronze „Mutter mit zwei Kindern“ und hinten rechts ein Selbstporträt.  Foto: Viering

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Weichere Formen des Spätwerks: Die Kollwitz-Groß-Bronze „Mutter mit zwei Kindern“ und hinten rechts ein Selbstporträt. Foto: Viering

Von Christiane Lenhardt

Leid und Elend des Menschen, die unausweichliche Bedrohung des Lebens durch den Tod sind die großen Themen von Käthe Kollwitz gewesen. Gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit schuf sie einzigartige Kunstwerke, hart, kantig und revolutionär. Ihre „Pietà“ einer trauernden Mutter, die ihren toten Sohn mit dem ganzen Leib umhüllt, wurde zur Ikone der frühen Moderne. Kollwitz, die selbst einen Sohn im Ersten Weltkrieg verlor, hat in ihrer Kunst nicht nur die Trauer verarbeitet, sondern im Plakat „Nie wieder Krieg“ auch eine Kampfansage formuliert, deren Slogan zum Inbegriff des Pazifismus wurde. Vor 75 Jahren, am 22. April 1945 – rund zwei Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs –, starb Kollwitz in Moritzburg.

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Erstellt:
21. April 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 21sec

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