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KSC-Stadion: „Worst-Case“ liegt bei 143 Millionen Euro

Karlsruhe (red) – Dass der Karlsruher Stadionneubau teurer wird als erwartet, ist nicht neu. Jetzt liegen entsprechende Zahlen vor, über die der Gemeinderat in der kommenden Woche berät: Demnach wird das Gesamtbudget von 122,95 Millionen Euro wohl nicht eingehalten werden können.

Osttribüne voraussichtlich September 2020 fertig: In dieser Woche wurden die ersten Y-Stützen montiert. Foto: Stadt Karlsruhe

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Osttribüne voraussichtlich September 2020 fertig: In dieser Woche wurden die ersten Y-Stützen montiert. Foto: Stadt Karlsruhe

Im Raum steht nun eine Risikobetrachtung, deren Summe sich beim Eintritt des „Worst-Case“-Szenarios auf bis zu 143 Millionen Euro belaufen könnte. Die bisher gesicherten Gesamtkosten liegen derzeit bei etwa 119 Millionen Euro, wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte. Bei dieser Risikobetrachtung entfallen gegenüber den derzeitig gesicherten Gesamtkosten etwa 21 Millionen Euro auf den Stadionbau sowie drei Millionen Euro auf den Bereich der öffentlichen Infrastruktur. An der Fertigstellung im ersten Halbjahr 2022 wird derzeit weiter festgehalten, eine Prüfung der Bauabläufe, auch unter Berücksichtigung der Kostenaspekte, läuft noch.

Ein Kostencontrolling sorgt für eine ständige Prüfung der Optimierungsmöglichkeiten und daraus resultierender Einsparungen, heißt es im Rathaus. So ist die Reduktion von Hospitality-Provisorien, die aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit nicht genutzt werden können, eine Möglichkeit. Auch zur Haupttribüne wurden verschiedene Optionen geprüft, unter anderem der Erhalt der Bestandstribüne oder eine Verkleinerung des Baukörpers. Aufgrund des geringen Einsparpotentials gegenüber hohen Umplanungs- und Revitalisierungskosten bei Erhalt der Bestandstribüne sowie der schlechteren Vermarktungsmöglichkeiten für den Nutzer werden diese Optionen derzeit jedoch kritisch gesehen.

„Mit den aktualisierten Zahlen zeigen wir alle für uns aktuell erkennbaren Risikopositionen bis hin zu einem „Worst-Case“-Szenario auf und prüfen parallel dazu mögliche Einsparpotenziale“, wird Baubürgermeister Daniel Fluhrer in der Mitteilung zitiert.

Unterdessen sind an der Baustelle selbst deutliche Fortschritte zu sehen. In dieser Woche wurden im Bereich der Osttribüne die ersten Stützen montiert, die später maßgeblich das äußere Bild des Stadionneubaus prägen werden.

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Erstellt:
22. Mai 2020, 17:53 Uhr
Lesedauer:
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