Karstadt bleibt Karlsruhe erhalten

Karlsruhe (vo/dpa) – Bei der Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof kommt es in Baden-Württemberg voraussichtlich zur Schließung von fünf Filialen. Das traditionsreiche Haus in der Karlsruher Fußgängerzone bleibt aber erhalten.

Passanten laufen an einer Filiale des Kaufhauses Kaufhof in Stuttgart Bad-Cannstatt vorbei.  Foto: Felix Schröder/dpa

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Passanten laufen an einer Filiale des Kaufhauses Kaufhof in Stuttgart Bad-Cannstatt vorbei. Foto: Felix Schröder/dpa

Von Jürgen Volz

Bei der Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof kommt es in Baden-Württemberg voraussichtlich zur Schließung von fünf Filialen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Freitag mitteilte, sollen die Kaufhof-Filialen in Mannheim, Stuttgart-Bad Cannstatt und Göppingen dichtgemacht werden, außerdem die Karstadt-Häuser in Leonberg und Singen. Es seien rund 300 Mitarbeiter betroffen.

Das traditionsreiche Haus in der Karlsruher Fußgängerzone bleibt demnach erhalten. Es zählte in der Vergangenheit mit seinen rund 280 Mitarbeitern zu den erfolgreichen Standorten von Karstadt. Zuletzt hatte sich Oberbürgermeister Frank Mentrup für den Erhalt stark gemacht. Bei der örtlichen Gewerkschaft Verdi zeigte man sich grundsätzlich zufrieden mit dem Beschluss zum Erhalt des Hauses. Allerdings werde die Belegschaft wohl weitere Abstriche machen müssen. Ungewiss ist momentan noch, wie es mit dem ebenfalls in der Fußgängerzone angesiedelten Karstadt Sport weitergeht.

Bundesweit sollen 62 der 172 Filialen geschlossen werden. Rund 6 000 der insgesamt 28 000 Mitarbeiter dürften dadurch ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Zahl der Filialschließungen fällt damit etwas geringer aus als zunächst befürchtet. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung signalisiert, dass im Zuge der Sanierung des ums Überleben kämpfenden Unternehmens bis zu 80 Filialen geschlossen werden könnten. „Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden“, sagte der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz gestern. Letztlich gehe es darum, viele tausend Arbeitsplätze zu sichern.

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Erstellt:
19. Juni 2020, 16:13 Uhr
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