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Karstadt bleibt in Karlsruhe

Karlsruhe (red) - Galeria Karstadt Kaufhof bleibt in Karlsruhe. Die Niederlassung ist von den angekündigten Filialschließungen nicht betroffen. Die Zukunft von Karstadt Sports ist noch offen.

Die Filiale in Karlsruhe bleibt geöffnet. Symbolfoto: Henning Kaiser/dpa

© dpa

Die Filiale in Karlsruhe bleibt geöffnet. Symbolfoto: Henning Kaiser/dpa

Das teilte Oberbürgermeister Frank Mentrup am Samstag mit. Der Standort ist von den Ankündigungen, 62 der 172 Filialen schließen zu wollen, ausgenommen, heißt es in der Mitteilung.

„Zuallererst freue ich mich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass die Zeit der Ungewissheit beendet ist und für Karlsruhe einen positiven Ausgang gefunden hat“, so das Stadtoberhaupt. Dies sei auch ein wichtiges Signal für die Innenstadt, in der das Einkaufshaus schon immer eine große Rolle gespielt habe.

Mentrup hatte sich demnach in einem Schreiben an die Konzernspitze in Essen gewandt und darin die Vorzüge des Standorts in Karlsruhe betont.

Städte- und Gemeindebund fordert Konzepte

Der Städte- und Gemeindebund fordert gemeinsam Zukunftskonzepte für die Innenstädte in Deutschland zu entwickeln. „Eine zentrale Rolle kommt hierbei den Immobilieneigentümern zu. Überzogene Mietforderungen sind in Krisenzeiten fehl am Platz“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. „Faire Mieten, die Einzelhandel und Gewerbe eine Zukunftsperspektive bieten, sind das Gebot der Stunde.“ Es gelte, weitere Schließungen zu vermeiden. Ziel müsse es sein, dem drohenden Ausbluten der Innenstädte aktiv zu begegnen. Hierfür müssten sich Kommunen, Unternehmen, Insolvenzverwalter und Immobilieneigentümer an einen Tisch setzen.

Dutzende Sport-Filialen sollen schließen

Die Zukunft von Karstadt Sports ist laut Mentrup hingegen noch offen. Die Beteiligen befänden sich derzeit in der abschließenden Phase der Verhandlungen, sodass mit einer Entscheidung in den nächsten Tagen gerechnet werde. Eine Schließung bezeichnet Mentrup als „herben Schlag für die City“, der eine große Herausforderung bedeuten würde.

Allerdings wurde am Samstagabend bekannt, dass auch 20 der 30 Sport-Niederlassungen dicht machen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Die Verhandlungen hätten bis zum frühen Samstagmorgen gedauert, hieß es. Laut dem „Kölner Stadtanzeiger“ sollen unter anderem die Standorte in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Hamburg und München sowie die Hauptverwaltung von Karstadt Sports in Essen geschlossen werden. Insgesamt seien 700 Arbeitsplätze betroffen. Eine Liste, welche Filialen dicht gemacht werden sollen, lag zunächst nicht vor.

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Erstellt:
20. Juni 2020, 12:04 Uhr
Aktualisiert:
20. Juni 2020, 18:00 Uhr
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ca. 2min 01sec

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