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Landratsamt rät: Keine zu großen Spielgruppen

Baden-Baden/Bühl/Rastatt/Gaggenau (naf) – Schüler bleiben in den nächsten Wochen zuhause, um ein Infektionsrisiko zu vermindern. Vielen Eltern stellt sich nun die Frage, ob sich ihre Kinder noch mit Freunden verabreden können oder nicht.

Seit Dienstag gesperrt: Die Spielgeräte bleiben in den nächsten Wochen leer. Symbolfoto: dpa

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Seit Dienstag gesperrt: Die Spielgeräte bleiben in den nächsten Wochen leer. Symbolfoto: dpa

Von Nadine Fissl

Die Tafel bleibt unbeschrieben und die Klassenzimmer leer. Seit Dienstag ist der Unterricht aller Schulen landesweit bis nach den Osterferien eingestellt. Lehrkräfte haben Wochenpläne mit Aufgaben zusammengestellt, die zuhause erledigt werden sollen, und die Eltern, denen es möglich ist, arbeiten im Home-Office. Doch was wenn die Schulaufgaben erledigt wurden und die Geduld der Jüngsten allmählich schwindet? Auch wenn Eltern, von Zuhause aus arbeiten, können sie ihre Kinder nicht dauerhaft beschäftigen und nach mehreren Tagen verlieren die eigenen Spielsachen ihren Reiz. Vermehrt ist deshalb zu beobachten, dass Spielgruppen gegründet und Treffen ausgemacht werden. Doch wie viele Kinder sind für ein Spieltreffen zu viele und was wird von offizieller Seite geraten?

Jemand, der viele Kinder zu sich nimmt, handele „einfach nur unvernünftig“, sagt Gisela Merklinger, Pressesprecherin des Landratsamts Rastatt, bestimmt. Es werde von oberster Stelle vor sozialen Kontakten gewarnt, in diesem Zug müsse man an die Eigenverantwortlichkeit aller appellieren. Auch kleine Gruppen erhöhen das Infektionsrisiko.
Für die Betreuung der Kinder, deren Eltern in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten, seien Notfallgruppen an Schulen eingerichtet worden. Abgesehen von diesen Fällen stehe es jedoch in der Verantwortung der Einzelnen, sich um ihre Kinder zu kümmern und auch ohne Schulbetrieb, die Ansteckungsgefahr so klein wie möglich zu halten. In den jeweiligen Rathäusern könne nach weiteren Notfallgruppen gefragt werden.

Hilfsbereitschaft ist lobenswert

Laut Merklinger haben sich mittlerweile auch „lobenswerte Hilfsbereitschaften“ innerhalb der Nachbarschaften und Familien gezeigt. Wenn die Hilfe angeboten und zusätzlich auf einzelne Kinder aufgepasst wird, sei das eine gute Lösung. Nur große Gruppen wären kontraproduktiv. „Wir sind alle miteinander gefordert“, erklärt Merklinger. „Der gesunde Menschenverstand“ sollte einem sagen, ab wann das eigene Handeln leichtsinnig wird. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität derer, die helfen wollen, lobt sie. Die Einhaltung der Hygieneregelungen und Vorsichtsmaßnahmen sei auch dabei äußerst wichtig.

Drei Studentinnen aus Baden-Baden haben aus genau diesem Grund eine Plattform für Hilfesuchende und Helfer geschaffen. Hier lesen Sie mehr darüber.

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Erstellt:
17. März 2020, 14:29 Uhr
Lesedauer:
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