Kolumne: Das stille Ende der Magier?

Baden-Baden (rap) – Die Rückennummer 10 umweht einen ganz eigenen Mythos, von Zauberer Pelé bis Feldherr Zidane. Im modernen Tempo-Fußball gehen die Freigeister aber immer häufiger unter.

Auf dem Abstellgleis: Mesut Özil pendelte zuletzt bei Arsenal zwischen Ersatzbank und Tribüne. Foto: Joe Giddens/PA Wire/dpa

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Auf dem Abstellgleis: Mesut Özil pendelte zuletzt bei Arsenal zwischen Ersatzbank und Tribüne. Foto: Joe Giddens/PA Wire/dpa

Von Christian Rapp

Mario Götze – ein WM-Held auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Mesut Özil – Bankdrücker mit Sonnenschirm in der Hand, statt genialer Dirigent im Arsenal-Orchester. Philippe Coutinho – in Liverpool noch gefeierter Zauberer, nun nicht mal mehr Mitläufer im Münchner Starensemble. Drei Fußballer mit der Rückennummer zehn, drei Schicksale, die zeigen: Die Freigeister, die den Ball streicheln wie andere ihre Frau und die den eingebauten Blick für den tödlichen Pass haben, sterben aus. Gerade in der heutigen Zeit, in der Mentalität Magie schlägt und Athletik, Pressing und Umschaltspiel zu den Lieblingsvokabeln der neuen Trainergeneration gehören.

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