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Landesgeschichte hinter dicken Mauern

Rastatt (ela) – Im zentralen Fundarchiv des Archäologischen Landesmuseums lagern in Rastatt unzählige Ausgrabungsfunde aus ganz Baden-Württemberg in Schubladen und Regalen. Doch in wenigen Jahren gibt es ein Platzproblem.

Die großen Vasen, Töpfe und Schüsseln lagern in Regalen. Foto: Jörger

© ela

Die großen Vasen, Töpfe und Schüsseln lagern in Regalen. Foto: Jörger

Von Daniela Jörger

Ton- und Glasscherben, Krüge, Schüsseln, Metallschwerter, Holzobjekte, Leder- und Stoffreste, Schmuck, Knochen, Reliefsteine und vieles mehr: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit verstecken sich in Rastatt hinter eineinhalb Meter dicken Mauern Millionen Zeugnisse der Geschichte. Das zentrale Fundarchiv des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg ist nicht nur selbst ein Zentrum der Historie, sondern auch in einem geschichtsträchtigen Gebäude untergebracht: In dem Räumen des ehemaligen Garnisionslazaretts der Bundesfestung Rastatt, das später Polizeistandort, NS-Pflegeanstalt und Durchgangslager für Heimatvertriebene und Flüchtlinge war, reihen sich deckenhohe Regale aneinander, bestückt mit unzähligen Grabungsfunden aus dem Land.
„Das gesamte archäologische Fundgut kommt hierher“, erklärt der Leiter der Einrichtung, Dr. Martin Kemkes. In Rastatt wird alles erfasst – eine unendliche Aufgabe angesichts der vielen Grabungen und Funde in ganz Baden-Württemberg. Laut Kemkes ist deren Zahl in der Vergangenheit sogar noch angestiegen. „Es gibt Unmassen an Fundstücken. Grund dafür ist zum einen das nach dem Denkmalpflegegesetz geltende Verursacherprinzip: Jeder Bauherr muss schauen, dass nichts Archäologisches zerstört wird. Zum anderen sind heute auch private Grabungsfirmen aktiv. Beides führt zu steigenden Fundzahlen“, erklärt der Archäologe.

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Erstellt:
8. Februar 2020, 10:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 11sec

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