Lummerland könnte bunter sein

Stuttgart (sr) – Ein Workshop macht auf rassistische Spuren in Kinderbüchern aufmerksam – etwa in Michael Endes „Jim Knopf“.

So kennt man die beiden: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, in der Illustration von F. J. Tripp, koloriert von Mathias Weber. Foto: Thienemann Verlag

So kennt man die beiden: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, in der Illustration von F. J. Tripp, koloriert von Mathias Weber. Foto: Thienemann Verlag

Von BT-Redakteurin Sabine Rahner

Es ist eine zauberhafte Geschichte um Jim Knopf, den dunkelhäutigen Jungen, der auf der kleinen Insel Lummerland gehätschelt wird und mit Lukas, dem Lokomotivführer, märchenhafte Abenteuer erlebt. Aber das Buch, das Michael Ende vor gut 60 Jahren veröffentlichte und das seither Generationen von Kindern lieben, wird seit Jahren auch kritisiert für die diskriminierende Darstellung der Hauptfigur. Am Beispiel der Zeichnung von Jim Knopf macht in diesen Tagen ein Online-Workshop für pädagogische Fachkräfte und Grundschullehrer auf „Koloniale Spuren in der Kinderliteratur“ aufmerksam. Der Workshop findet als Begleitveranstaltungen einer Ausstellung statt, mit der das Stuttgarter Linden-Museum für Völkerkunde unter anderem sein eigenes „Schwieriges Erbe“ aufarbeitet. Das Kinderbuch-Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) und der Bücherpädagogik Stuttgart, es fand viele Interessenten und war rasch ausgebucht.

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Erstellt:
21. März 2021, 23:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 14sec

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