Maskenball im Lehrerzimmer

Stuttgart (lsw) – Unmittelbar vor dem Schulstart hat das Kultusministerium auf Anfrage darauf hingewiesen, dass die Pädagogen auch im Lehrerzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen.

Nicht im Unterricht, aber im Lehrerzimmer ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes Pflicht.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Nicht im Unterricht, aber im Lehrerzimmer ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes Pflicht.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Drei Tage vor dem Start ins neue Schuljahr werden neue Einzelheiten zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen bekannt. Während viele Kollegien im Land davon ausgegangen waren, dass bei Einhaltung der Abstandsregeln keine Maskenpflicht in den Lehrerzimmern gilt, werden diese jetzt vom Kultusministerium zu sogenannten Begegnungsflächen erklärt. Damit müssen alle Lehrkräfte auch in allen Pausen Masken tragen. Wie eine Sprecherin des Ministeriums auf BT-Anfrage mitteilte, sind nur Grundschulen ausgenommen.
Bereits Anfang September wurde das heikle Thema in einer der regelmäßigen Videokonferenzen mit dem Amtsleiter des Kultusministeriums und früheren Stuttgarter Finanzbürgermeister Michael Föll beraten. Verschiedene Varianten wurden erörtert, darunter die, Kollegien je nach örtlichen Gegebenheiten eigenverantwortlich entscheiden zu lassen. Der Platzmangel an vielen Schulen wird seit Jahren beklagt. Als Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) die Idee entwickelte, Lehrkräften sollten mehr Zeit in der Schule verbringen und Klassenarbeiten nicht zu Hause korrigieren, um in der Schule als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, flatterten ihm Schulgrundrisse ins Haus, die ihm zeigen sollten, dass es für zusätzliche Büros dort keinen Raum gebe.

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