Mehr Geld für den KSC

Karlsruhe (rap/red) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat wirtschaftlich den nächsten Schritt zur Sanierung getan. Am Dienstag teilte der KSC mit, dass ein regionaler Unternehmer Aktien im Wert von einer Million Euro gezeichnet hat.

Nächste Finanzspritze für den Karlsruher SC. Foto: Prang/GES

© GES/Helge Prang

Nächste Finanzspritze für den Karlsruher SC. Foto: Prang/GES

Von Christian Rapp

Auf dem grünen Rasen kämpft Fußball-Zweitligist Karlsruher SC noch ums Überleben, wirtschaftlich hat der badische Traditionsverein den nächsten Schritt der Sanierung getan. Wie der KSC gestern mitteilte, hat sich ein weiterer regionaler Investor zum Verein bekannt und Aktien im Wert von einer Million Euro gezeichnet. Um welchen Unternehmer es sich genau handelt, bleibt vorerst unbekannt. „Der Unternehmer möchte erstmal nicht genannt werden“, sagte KSC-Pressesprecher Florian Kornprobst gestern auf BT-Nachfrage. Jedoch räumte er ein, dass es sich um ein Unternehmen aus dem „Karlsruher Raum“ handele. Der Unternehmer habe bereits im Rahmen der Insolvenzvermeidung dem Präsidium seine Unterstützung zugesagt. Aus organisatorischen Gründen sei es jedoch nicht rechtzeitig vor dem ersten Schritt der Sanierung zum 15. Mai zur Zeichnung der Aktien gekommen, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund der Tatsache, dass die Zusage bereits vorher erfolgte sowie aufgrund der Höhe des Betrags, hat die Geschäftsführung, der Beirat und der Aufsichtsrat des KSC beschlossen, den Aktienpreis auf 20 Euro pro Stück festzulegen.

Vergleichszahlungen an Kölmel werden überwiesen

Das „Bündnis KSC“ (ein Zusammenschluss regionaler Unternehmer) hatte Aktien im Wert von sechs Millionen Euro gezeichnet. „Es ist ein starkes Zeichen des langjährigen KSC-Fans, dass er sich in dieser schwierigen Zeit und unsicheren sportlichen Zukunft privat in dieser Größenordnung zum KSC bekennt“, so Geschäftsführer Michael Becker. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass der Aktienverkauf für Investoren bis 25 000 Euro im vierten Quartal 2020 starten soll, Investoren ab 100 000 Euro sollen nach Saisonende wieder Aktien zeichnen können. Des Weiteren teilte der Zweitligist mit, dass die Vergleichszahlungen in Höhe von drei Millionen Euro an Rechtehändler Michael Kölmel in der kommenden Woche überwiesen werden. Zudem erhalte Kölmel ab der Saison 2022/23 eine ligaabhängige Zahlung von maximal 3,5 Millionen Euro sowie ein Aktienpaket.

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Erstellt:
23. Juni 2020, 17:45 Uhr
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