Mehr Wasser, weniger Strom

Rastatt (fk) – Die Corona-Krise hat nicht nur den Arbeitsalltag stark verändert, sondern auch den Lebensrhythmus. Die Indizien liefern zwei ganz gewöhnliche Messgeräte: Strom- und Wasserzähler. Die Stadtwerke in mehreren deutschen Kommunen beobachten in ihren Messdaten zum Strom- und Wasserverbrauch coronabedingte Veränderungen. In Rastatt zeigte sich im April etwa ein gestiegener Wasserbrauch, während der Stromverbrauch deutlich sank.

Etwas mehr als 19000 Kubikmeter Wasser haben die Rastatter im April 2020 mehr verbraucht als 2019. Baden-Baden rechnet mit ähnlichen Entwicklungen.Foto: Pleul/dpa

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Etwas mehr als 19000 Kubikmeter Wasser haben die Rastatter im April 2020 mehr verbraucht als 2019. Baden-Baden rechnet mit ähnlichen Entwicklungen.Foto: Pleul/dpa

Von Florian Krekel

Maschinen standen und stehen still, die Kühlhäuser der Gastronomen geben oft keinen Mucks von sich und sind abgetaut, die Menschen waren und sind teils noch zuhause im Homeoffice. Die Corona-Pandemie hat das gewohnte Leben der Deutschen in weiten Teilen aus den Angeln gehoben und Gewohnheiten verändert. Das ist in vielen Bereichen von Wirtschaft und Öffentlichkeit messbar – auch bei den Stadtwerken.
„Im Vergleich mit dem April des vergangenen Jahres haben die knapp 50000 Menschen, die von uns versorgt werden, im April 2020 exakt 19283 Kubikmeter mehr Wasser verbraucht“, rechnet Dietmar König, Kaufmännischer Leiter bei den Stadtwerken Rastatt, vor. Pro Kopf lasse das auf einen täglichen Mehrverbrauch von rund zehn bis zwölf Litern schließen. König führt das vor allem auf Hygienemaßnahmen zurück, etwa dass viele Leute Papier- und Reinigungstücher vermehrt einsetzten und diese dann in der Toilette herunterspülten. Eine Entwicklung, die auch in den Klärwerken bemerkbar gewesen sei. Dass sich viele Menschen im Homeoffice befänden schlage sich hingegen wenn überhaupt nur marginal nieder, da im Regelfall davon auszugehen sei, dass sowohl die Arbeitsstelle als auch der Wohnort von den Stadtwerken Rastatt versorgt würden.

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Erstellt:
5. Mai 2020, 19:30 Uhr
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