Mercedes-Werk in Rastatt lässt Hunderte Zeitverträge auslaufen

Rastatt/Kuppenheim (tas) – Etwa 600 Leiharbeitskräfte im Rastatter Mercedes-Benz-Werk sollen zum Monatsende ihre Tätigkeit beim Autobauer verlieren. Das teilte der Betriebsrat vor Ort mit.

Produktion im Mercedes-Benz-Werk Rastatt. Hier arbeiten mehr als 6.500 Beschäftigte, aber auch Hunderte Leiharbeiter. Foto: Daimler

© Daimler AG

Produktion im Mercedes-Benz-Werk Rastatt. Hier arbeiten mehr als 6.500 Beschäftigte, aber auch Hunderte Leiharbeiter. Foto: Daimler

Von BT-Redakteur Tobias Symanski

Die Stimmung beim Betriebsrat im Mercedes-Benz-Werk ist angespannt. „Es ist eine riesige Schweinerei“, sagt Matthias Bressler-Bieth, Betriebsratsmitglied und Mitglied einer Verhandlungskommission, die am Standort für den Verbleib von rund 600 Leiharbeitskräften kämpft.
Diese sollen mit Ablauf des 30. Septembers ihren Arbeitsplatz räumen. Der Betriebsrat sieht sich bei dieser Entscheidung übergangenen. Bressler-Bieth: „Seit 24 Jahren bin ich im Betriebsrat, doch so etwas habe ich noch nie erlebt.“ Unter den auf Zeit eingesetzten Kollegen, die vom Personaldienstleister Dekra kommen, seien auch solche, die bereits seit 2017 auf eine unbefristete Festanstellung bei Daimler hofften. Laut Betriebsrat stünden knapp 400 Leiharbeitskräfte zur Übernahme an, doch dazu wird es erst einmal nicht kommen.

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