„Mozart und Salieri“ als Ein-Mann-Show

Karlsruhe (sr) – Der Film „Amadeus“ hat das Gerücht, Mozart sei von seinem Widersacher Salieri vergiftet worden, in alle Winkel der Welt gebracht. Andrej Agranovski macht daraus ein virtuoses Solo.

Mozart als unerträglich kindische Nervensäge, Salieri als formvollendeter Höfling – Andrej Agranovski spielt beide Charaktere. Und liefert als Pianist noch jede Menge Musik dazu. Foto: Felix Grünschloß/Staatstheater

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Mozart als unerträglich kindische Nervensäge, Salieri als formvollendeter Höfling – Andrej Agranovski spielt beide Charaktere. Und liefert als Pianist noch jede Menge Musik dazu. Foto: Felix Grünschloß/Staatstheater

Von Sabine Rahner

Sieht so die Zukunft aus? Der Theaterabend „Mozart und Salieri“ eröffnet am Badischen Staatstheater die Schauspielsaison – so coronagerecht, wie sich das wohl nur Virologen erhofft haben. Ein Mann steht allein auf der Bühne, und er gibt alles: Er spielt den steifen, immer auf Form bedachten Komponisten Antonio Salieri, und in derselben Sekunde auch den anderen wichtigen Musiker jener Zeit, Wolfgang Amadeus Mozart. Und als ob zwei Rollen nicht genug wären, erweist sich Andrej Agranovski auch noch als fabelhafter Pianist. Sein gemeinsam mit Regisseur Nils Strunk erarbeiteter Soloabend „Mozart und Salieri“ passt genau ins aktuelle Theater- und Konzertgeschehen, wo alles minimiert werden muss und in neuen Fassungen gespielt wird.

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Erstellt:
22. September 2020, 06:30 Uhr
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