Neue Klagechance für VW-Kunden beim Dieselmotor EA 189

Baden-Baden (tas) – Das Thema Verjährung beschäftigt die Gerichte beim VW-Dieselskandal. Anwälte sehen nun einen neuen Ansatz, um juristisch gegen den Autobauer vorzugehen.

Der EA 189: Der manipulierte Dieselmotor von VW ist auch nach Jahren noch Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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Der EA 189: Der manipulierte Dieselmotor von VW ist auch nach Jahren noch Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Von BT-Redakteur Tobias Symanski

Juristisch gesehen ist im VW-Dieselskandal schon viel Wasser den Bach hinuntergeflossen. Mit der Musterfeststellungsklage des Verbrauchzentrale-Bundesverbands (vzbv) konnten laut Volkswagen bis Ende vergangenen Jahres in 245.000 Fällen Vergleiche mit Dieselkäufern geschlossen werden. Hinzu kommen Zehntausende Verfahren, bei denen VW-Kunden direkt vom Wolfsburger Konzern oder vom entsprechenden Autohändler Schadenersatz fordern. Und auch hier ist bereits eine große Zahl zu den Akten gelegt.
Dass es in der Sache um unerlaubte Abschalteinrichtungen beim Skandalmotor EA 189 etwas ruhiger geworden ist, liegt auch an der Verjährungsfrist, die laut Bundesgerichtshof (BGH) bereits abgelaufen ist. Denn im Herbst 2015 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass VW im großen Stil Dieselmotoren mit illegaler Software zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes eingesetzt hatte. Spätestens ein Jahr später dürfte damit auch dem unbedarftesten Autofahrer bekannt gewesen sein, was es mit den Diesel-Manipulationen bei den Wolfsburgern auf sich hat.

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