Nur noch das sportliche Überleben zählt

Bühl (win) – Der Traum von den Playoffs ist geplatzt – mit der 1:3-Niederlage bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen endgültig. Zu unbeständig die Leistung der Spieler, selbst mit neuem Coach Alejandro Kolevich. Doch die Saison für die Bisons ist noch nicht vorbei.

Bühls Sebastian Roatta ist der drittbeste Blocker der Liga – dies soll er auch heute gegen Giesen beweisen. Foto: Seiter

© Frank Seiter

Bühls Sebastian Roatta ist der drittbeste Blocker der Liga – dies soll er auch heute gegen Giesen beweisen. Foto: Seiter

Von Winfried Heck

mmer ungemütlicher und enger wird es für die Volleyball Bisons Bühl, die nach der unglücklichen 1:3-Niederlage bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen den Traum von den Playoffs endgültig begraben mussten. Um die Teilnahme an den Playoffs geht es aber ohnehin schon eine ganze Weile nicht mehr, zu unbeständig spielten die Bühler Volleyballer im bisherigen Saisonverlauf, vor allem aber gelang ihnen bisher kein einziger Überraschungscoup.

Im Gegensatz zu den Grizzlys aus Giesen, die heute bei einem ersten Abstiegsendspiel in der heimischen Großsporthalle zu Gast sind. Giesen liegt bereits zwei Punkte vor den Bisons und nur mit einem Drei-Punkte-Sieg könnten die Plätze getauscht werden. Bei den Gästen spielen mit den Mittelblockern Magloire Mayaula und Robert Schramm gleich zwei ehemalige Spieler mit Bühler Vergangenheit.

Vor allem einen wie Magloire „Maya“ Mayaula hätten die Bisons in dieser Saison gut gebrauchen können. Gut 56 Prozent seiner Schmetterschläge konnte der Kongolese bisher direkt in Punkte umwandeln, effektiver sind in dieser Hinsicht nur der Berliner Jeffry Hendryk II und Dürens Lukas Maase. Von den Bühler Angreifern taucht in dieser Liste wiederum keiner in den Top 25 auf. Der wegen seiner vermeintlichen Blockschwäche bei den Bisons aussortierte Schwarzafrikaner ist zudem mit 43 Blockpunkten erfolgreichster Blockspieler der Liga, wobei Bühls Sebastian Roatta mit 34 Blockpunkten immerhin auf Rang drei in dieser Wertung steht – bei allerdings vier zusätzlichen gespielten Sätzen. Der Blick in die Statistiken zeigt zudem, dass Giesen im Angriff die Last meist gleichmäßiger verteilt und immer für eine Überraschung gut ist.

Aufsteiger ist zu packen

So wie beim Sieg gegen Frankfurt und in Herrsching. Doch zu packen ist der Aufsteiger der Vorsaison allemal, wie nicht nur die 0:3-Niederlage in Eltmann und die 2:3-Heimniederlage gegen Bühl zeigten. Insgesamt hat Giesen auch erst drei Siege eingefahren und damit sogar einen weniger als die Bisons. Die Niedersachsen holten bei ihren Siegen jedoch stets die volle Punktzahl und hamsterten auch noch den ein oder anderen Punkt bei knappen Niederlagen.

„Das wird spannend und knapp“, erwartet deshalb nicht nur Bühls Trainer Alejandro Kolevich einen echten Krimi und hofft, dass seine Mannschaft diesmal in engen Situationen das Glück und die Abgeklärtheit auf ihrer Seite haben. „Wir müssen mit voller Konzentration ins Spiel gehen und möglichst gleich den ersten Satz gewinnen. Das würde es uns deutlich einfacher machen.“ Mit dem Rückhalt des eigenen Publikums soll dann der Sack zugemacht werden.

Doch Kolevich hat durchaus Respekt vor dem Gegner, der im November mit dem Österreicher Alexander Tusch einen neuen Zuspieler verpflichtete und seither noch unberechenbarer ist. „Wir müssen sehr konzentriert sein am Netz.“ Doch auch Bühl verfügt über zwei Zuspieler mit unterschiedlicher Spielanlage, steht dem Gegner in diesem Punkt also nichts nach. Entscheidend ist aus Kolevichs Sicht ohnehin, ob sich seine Mannschaft weiter steigern kann. „In den entscheidenden Phasen müssen wir unsere Fehlerquote verringern“, erwartet er insbesondere im Satzfinale „bessere Entscheidungen“ seines Teams.

Bereits am Sonntag steht für die Bisons übrigens der nächste dicke Brocken auf dem Programm. In Unterhaching wird dann der derzeitige Tabellenzweite, die Alpenvolleys Haching, der Gegner sein.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 09:00 Uhr
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