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Performance-Workshops mit US-Künstler Jeremiah Day im Badischen Kunstverein Karlsruhe

Karlsruhe (cl) – Kunst und Klimaaktivismus verbinden sich in den beiden neuen Ausstellungen des US-Künstlers Jeremiah Day und des Niederländers Rory Pilgrim im Badischen Kunstverein Karlsruhe. Die Doppelschau Day und Pilgrim ist Teil eines Performance-Festivals, das Ende März seinen Höhepunkt haben wird. Bereits an diesem Wochenende, 8. Februar, bilden sich nach Auskunft des Kunstvereins die ersten Performance-Gruppen beim Workshop mit Jeremiah Day für alle, allerdings in kleineren Gruppen nach Voranmeldung.

Der Körper im Raum: Jeremiah Day bei einer Performance zu E-Gitarre, die er morgen, Donnerstag, so ähnlich im Badischen Kunstverein vorführen möchte. www.ivarpel.nl

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Der Körper im Raum: Jeremiah Day bei einer Performance zu E-Gitarre, die er morgen, Donnerstag, so ähnlich im Badischen Kunstverein vorführen möchte. www.ivarpel.nl

Von Christiane Lenhardt

Der US-amerikanische Performance-Künstler Jeremiah Day verbindet seine Performancekunst mit einer politischen Botschaft zum Klimawandel und zu unserem Umgang mit multiethnischen Gesellschaften. Im Badischen Kunstverein Karlsruhe zeigt er vom 7. Februar bis 19. April einige seiner aktuellen Arbeiten, die in einer neuen Installation unter dem Titel „The Opposite of Fatalism“ zusammengeführt werden. Die Installation greift Momente (politischer) Handlung in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen auf. Im Mittelpunkt des Ausstellungsprogramms stehen seine Vorführungen und Interaktionen mit dem Publikum – daran schließt sich eine Reihe von Workshops zum Mitmachen an: Dabei können Laien zu Performancekünstlern werden.
Schon zur Eröffnung am Donnerstagabend (6. Februar, ab 19 Uhr) wird der Künstler einen Auftritt zu einem Karlsruhe-spezischen Thema haben.

„Jeremiah Day integriert den Raum in seine Performances“, sagt Kunstvereins-Sprecherin Kristina Moser, „dabei zeigt er verschiedene Körperbewegungen zur Musik.“ Sein erster Auftritt im Kunstverein, dem bis Ende März noch weitere Folgen sollen, unter dem Titel „Nach Hause gehen – Entlang des Carl und Margarethe Schurz Weges“ greift nicht nur ein ortsspezifisches Thema auf, sondern nimmt auch Bezug zur Historie in Erinnerung an den früheren Revolutionär Carl Schurz, der einst an der Badischen Revolution beteiligt war, in die USA emigrierte – und 1877 Innenminister der Vereinigten Staaten von Amerika wurde. Days Performance soll im großen Saal des Badischen Kunstvereins stattfinden.

Der in Plymouth/USA geborene Day lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte unter anderem an der Reichsakademie in Amsterdam. In seinen Arbeiten verschränkt er politische und persönliche Realitäten mithilfe unterschiedlicher Methoden wie Fotografie, Video und Bewegung. In vielen großen Museumssammlungen von Amsterdam bis Warschau ist der Performancekünstler vertreten.

US-Klimaaktivisten im 50-minütigen Pilgrim-Film


Neben dem Jeremiah-Day-Programm zeigt der Kunstverein in seinem Lichthof noch eine zweite Ausstellung eines Künstlers, der sich mit dem Klimaproblem befasst. Im Mittelpunkt von „The Undercurrent“ des niederländischen Künstlers Rory Pilgrim steht ein 50-minütiger Film, für den Pilgrim kürzlich erst den Prix de Rome erhalten hat. Der Film lief bereits im Stedelijk Museum Amsterdam und ist erstmals in Deutschland zu sehen. Gedreht wurde er in Idaho/USA zusammen mit Klimaaktivisten, herhaus kam ein eindringliches Statement darüber, wie sich unser Leben mit den globalen Folgen des Klimawandels überschneidet. Zusätzlich zu seinem Film zeigt Pilgrim eine Serie handgemalter Plakate, Fotografien, Zeichnungen und Malereien – und schafft so in unserer hochtechnologischen Gesellschaft Verbindungen zwischen Aktivismus, Spiritualität und Musik. Live- und Online-Songs des Pilgrim-Projekts gibt es während der Karlsruher Schau auch sowie Beiträge von jungen Aktivistinnen und Aktivisten aus Baden.

Die Doppelschau Jeremiah Day und Rory Pilgrim ist Teil eines Performance-Festivals, das im März seinen Höhepunkt haben wird. Bereits an diesem Wochenende bilden sich nach Auskunft des Kunstvereins die ersten Performance-Gruppen beim Workshop für alle, allerdings in kleineren Gruppen, wie Kunstvereins-Sprecherin Moser erklärt. „Das Ganze soll im intimeren Rahmen mit bis zu zehn Teilnehmern pro Gruppe stattfinden. Der Künstler selbst leitet die Aktionen, verstärkt durch die Performerin Hilla Steinert. Insgesamt soll es vier Sessions der Workshop-Gruppen im Februar und März geben. Auch Auftritte der geprobten Gruppenaktionen sind beim Performance-Festival vom 27. bis 29. März mit Live-Performances und Auftritten der beiden Künstler sowie Gesprächsrunden im Badischen Kunstverein geplant. Anmeldungen für die Workshops unter: workshop@badischer-kunstverein.de


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