Rote Karte feiert 50. Geburtstag

Baden-Baden (moe) – Sie ist gehasst und gefürchtet, jeder kennt sie, aber keiner will sie haben: Mit der Roten Karte werden im Fußball grobe Unsportlichkeiten geahndet. Am Samstag wird sie 50.

Stoppschild im Taschenformat: Die Rote feiert heute 50. Geburtstag. Foto: Frank May/dpa).

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Stoppschild im Taschenformat: Die Rote feiert heute 50. Geburtstag. Foto: Frank May/dpa).

Von BT-Redakteur Moritz Hirn

Samstagnachmittag, 3. April 1971, Frankfurter Waldstadion: Die heimische Eintracht-Elf empfängt die aus Braunschweig. Vor 19.000 Zuschauern steht es nach 17 Minuten 2:1. Kurz darauf lässt sich der Frankfurter Abwehrspieler Friedel Lutz zu einem Revanchefoul provozieren: ein kräftiger Tritt in den Hintern von Braunschweigs Stürmer Jaro Deppe. „Als sehr lustvoll“, bezeichnete Lutz seine körperliche Retourkutsche Jahre später: „Ich hatte solche Wut!“ Wilfried Hilker fackelt nicht lange: Er greift in seine Gesäßtasche und zückt die erste Rote Karte in der Bundesliga-Geschichte. „In dem Moment blieb mir nichts anderes übrig“, gab er später einmal zu Protokoll. Kurioserweise war die Premiere zugleich auch das Finale für Referee Hilker auf diesem Terrain: Bis zum Ende seiner Laufbahn in der Saison 1977/78 zog er nie wieder den roten Karton.

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