Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

SV Oberachern meldet Reserve ab

Achern (moe) – Es ist der erste Paukenschlag nach dem Abbruch der Fußballsaison: Der SV Oberachern wird in der neuen Saison nicht mit seiner Reserve in der Landesliga an den Start gehen.

Hauptsächlich finanzielle Gründe haben für das Aus der SVO-Reserve gesorgt. Foto: Seiter/Archiv

© pr

Hauptsächlich finanzielle Gründe haben für das Aus der SVO-Reserve gesorgt. Foto: Seiter/Archiv

Von Moritz Hirn

Die Gerüchte waberten seit dem vergangenen Wochenende rund um den Sportplatz am Waldsee, seit gestern sind sie Gewissheit: Der SV Oberachern zieht seine zweite Mannschaft aus der Fußball-Landesliga zurück. Das bestätigte der Verein in Form einer Pressemitteilung. Schuld am ersten Paukenschlag nach der Verkündung des Saisonabbruchs ist auch Corona. Fehlende Zuschauereinnahmen und finanzielle Einbußen bei der Stadionbewirtung aufgrund der abgebrochenen Spielrunde, aber auch weiter sinkende und teilweise sogar ausbleibende Sponsorengelder „lassen aus wirtschaftlicher Sicht keinen Spielraum mehr für eine zweite Mannschaft“, heißt es in der Mitteilung des Vereins, dessen erste Mannschaft seit sechs Jahren in der Oberliga agiert. Mit „ganz viel Augen zudrücken“, so Ralf Lorenz, hätte man vielleicht doch eine weitere Saison in der Landesliga in Angriff nehmen können. „Aber wir haben uns in der Vorstandschaft gefragt: Wollen wir das finanzielle Risiko eingehen?“, berichtet der SVO-Vorsitzende auf BT-Nachfrage. Die Antwort lautete nein – auch wenn „uns die Entscheidung sehr, sehr schwergefallen ist“. Der pekuniäre Aspekt war aber nicht der einzige Grund für die Entscheidung: „Neben dem finanziellen Faktor führte aber auch die fehlende Perspektive bei der mangelnden sportlichen Infrastruktur zu dieser Entscheidung. Trotz der Möglichkeit der Nutzung des Nebenplatzes des VfR Achern, litt besonders die zweite Mannschaft in der Vergangenheit stets unter dem Platzmangel in Oberachern“, heißt es weiter. „Es gab einfach keine Entwicklungsmöglichkeit“, ergänzt Lorenz, „deshalb mussten wir die Reißleine ziehen.“

Rund 25 Spieler im Oberliga-Kader

Aus sportlicher Sicht ist der Rückzug für den SVO freilich bedauerlich, schließlich verliert der Club den Unterbau, in dem sich Talente bisher für höhere Aufgaben empfehlen konnten. Lorenz bestätigte BT-Informationen, wonach rund 25 Spieler im Oberligakader dem Verein erhalten bleiben sollen. Andere Vereine haben derweil bereits ihre Fühler nach den übrigen landesligaerfahrenen Spielern ausgestreckt.

Perspektivisch will der SVO bis zur Saison 2022/23 wieder mit einer Reserve in der Kreisliga an den Start gehen, dann aber als Entwicklungsmöglichkeit für die eigene Jugend. Lorenz: „Das ist unser Ziel!“

Zum Artikel

Erstellt:
23. Juni 2020, 16:08 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.