Spielplätze und Zoos dürfen öffnen

Stuttgart (bjhw) – Nach den ersten Lockerungen für Prüfungsklassen in Schulen lässt die Landesregierung Baden-Württemberg bereits ab dem kommenden Mittwoch weitere Öffnungen zu.

Das Absperrband kommt weg: Ab Mittwoch können die Kinder in Baden-Württemberg wieder auf die Spielplätze – wenn die Hygienevorschriften und die Abstandsregel eingehalten werden. Foto: Jan Woitas/dpa

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Das Absperrband kommt weg: Ab Mittwoch können die Kinder in Baden-Württemberg wieder auf die Spielplätze – wenn die Hygienevorschriften und die Abstandsregel eingehalten werden. Foto: Jan Woitas/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Die im Umlaufverfahren vom Kabinett beschlossene und am späten Samstagabend veröffentlichte neue Corona-Verordnung erlaubt den Betrieb von Museen, Gedenkstätten, Tiergärten und öffentlichen Spielplätzen. Eingehalten werden müssen dabei Hygienevorschriften und die 1,5-Meter-Abstandsregel. Präzisiert wurde, dass es mindestens bis 15. Juni Unterricht nur für Prüfungsklassen geben wird. Allerdings geht der Kreis der Familien, die ihre Kinder in Schulen und Kitas zur Betreuung und Nachhilfen schicken können, künftig weit über Feuerwehr, Polizei, Gesundheitswesen oder ÖPNV hinaus.

Erweiterte Notbetreuung

Unter die sogenannte erweiterte Notbetreuung fallen alle Schüler bis einschließlich Klasse sieben, deren Eltern oder alleinerziehende Mütter und Väter in der Energie-, Wasser- und Ernährungswirtschaft tätig sind, in der Informationstechnik und Telekommunikation, im Finanz- oder im Versicherungswesen, in Transport und Verkehr, der gesamten medizinischen und pflegerischen Versorgung bis hin zu Suchtberatungsstellen, in Regierung und Verwaltung, Parlament, Justiz, Medien oder im Bestattungswesen. Weil das die Schul- und Kita-Träger vor Kapazitätsprobleme stellen könnte, müssen Städte und Gemeinden entscheiden, welche Kinder vorrangig aufgenommen werden. Den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe obliegt es zudem, festzustellen, welche Kinder „zur Gewährleistung des Kindeswohls“ aufgenommen werden.

Noch kein Datum für Hotels und Restaurants

Vorerst bis 10. Mai bleiben Freizeitparks, Jugendhäuser und Kultureinrichtungen jeglicher Art geschlossen – insbesondere Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater, Kinos, Schwimm- und Thermalbäder, Saunen, Sportstätten und Sportboothäfen. Für Hotels und Gaststätten zeichnet sich noch überhaupt kein konkretes Öffnungsdatum ab. In der Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch werden jedoch zusätzliche Lockerungen beraten.


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