Stuttgarter Antiquariatsmesse geht in Online-Offensive

Stuttgart (cl) – Experiment fürs schöne Buch: Die Stuttgarter Antiquariatsmesse geht mit 76 Händlern am 29. Januar online. „Wir starten zum echten Messetermin“, freut sich Verbandschef Norbert Munsch.

2,2-Millionen-Euro-Angebot auf der virtuellen Antiquariatsmesse: Die vergoldete Illumination eines Pariser Meisters von 1505 für eine Abschrift der zweibändigen Handschrift zum „Leben Christi“ auf Pergament.  Foto: Jörn Günther Rare Books AG

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2,2-Millionen-Euro-Angebot auf der virtuellen Antiquariatsmesse: Die vergoldete Illumination eines Pariser Meisters von 1505 für eine Abschrift der zweibändigen Handschrift zum „Leben Christi“ auf Pergament. Foto: Jörn Günther Rare Books AG

Von Christiane Lenhardt

Die Antiquariatsmesse Stuttgart geht in ihrer 60. Saison online. Für sein alljährlich im Januar im Stuttgarter Kunstverein stattfindendes bedeutendstes Schaufenster für historische Bücher, Handschriften, Autografen und Grafiken betreibt der Verband Deutscher Antiquare im Verbund mit 76 einheimischen wie internationalen Händlern große Anstrengungen und einigen digitalen Aufwand, um bei den Freunden des bibliophilen Buchs und Drucks präsent zu bleiben.
Die „digitalen Pforten“ sollen am 29. Januar, pünktlich wie stets um 12 Uhr, öffnen – bis 1. Februar wird der Zugang möglich sein. „Es ist ein Experiment – zum echten Messetermin starten wir auch mit unserer Online-Messe“, sagte Verbandschef Norbert Munsch – „unsere Vorfreude ist groß.“ Das werde ein schicker Auftritt werden.
„Wir haben uns schon im vergangenen Sommer überlegt, als Ersatz für die Messe einen Katalog für unseren festen Kundenstamm aufzulegen.“ Der Messekatalog stünde schon jetzt online: „Wir hatten bereits rund 1.500 Zugriffe.“ Einige Tausend Kataloge seien zudem an die treuen Sammler und Messefreunde verschickt worden. Der Katalog sei in diesem Jahr ohnehin dicker als sonst, damit die Antiquare ihr Angebot entsprechend anschaulich darstellen könnten. Bei der Online-Messe in rund zwei Wochen werden die ausgestellten Bücher und Handschriften noch dazu umfangreicher präsentiert werden.
Jeder Aussteller kann bis zu 20 Objekte auf die Messeseite stellen und zu jedem einzelnen bis zu zehn Fotos hochladen: „Wir wollen versuchen, einen intensiven Eindruck von den Dingen zu vermitteln“, sagte Munsch. Die Kosten werden umgelegt auf die 76 Aussteller, denn der Verband sei nicht gewinnorientiert, fügte er hinzu.

Ein Lichtblick: „Das Online-Geschäft boomt“

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Erstellt:
13. Januar 2021, 07:30 Uhr
Lesedauer:
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