Vier Fragen an die neue Caritas-Präsidentin

Freiburg (KNA) – Die 62-jährige Volkswirtin Eva Maria Welskop-Deffaa ist zur neuen Präsidentin des Deutschen Caritasverbands gewählt worden. In der BT-Serie „Vier Fragen an“ umreißt sie ihre Ziele.

Eva Maria Welskop-Deffaa will bewusst auf Innovationsfreude setzen und gute Ideen und Potenziale entdecken. Foto: Monika Keiler/Deutscher Caritasverband/dpa

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Eva Maria Welskop-Deffaa will bewusst auf Innovationsfreude setzen und gute Ideen und Potenziale entdecken. Foto: Monika Keiler/Deutscher Caritasverband/dpa

BT: Frau Welskop-Deffaa, warum ist es wichtig, dass mit Ihnen erstmals in der 125-jährigen Geschichte der Caritas eine Frau an der Spitze stehen wird?
Welskop-Deffaa: Erstens sehe ich ein kirchenpolitisches Signal. Wir diskutieren schon lange, wie es gelingen kann, mehr Frauen in kirchliche Führungspositionen zu bekommen. Dass sich beim Deutschen Caritasverband nun eine solche Chance geboten hat, das haben viele wahrgenommen. Auch als Chance, dass Kirche so eine neue Glaubwürdigkeit gewinnt. Zweitens fühlt es sich im 21. Jahrhundert schlicht nicht mehr richtig an, wenn im Sozialbereich, in dem 80 Prozent der Beschäftigten Frauen sind, an der Spitze immer wieder nur Männer stehen. Dass wir beim Caritasverband nun Pionier sind, weil wir der erste Wohlfahrtsverband in Deutschland sind, den eine Frau leitet, darauf sind wir auch ein Stück weit stolz.

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