Volksbank Bühl: Wachstum im vergangenen Jahr

Bühl (tas) - Trotz Minuszinsen am Markt und der konjunkturellen Eintrübung im vergangenen Jahr hat die Volksbank Bühl wieder einmal gute Geschäfte gemacht. „Wir sind rundum zufrieden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des genossenschaftlichen Instituts, Claus Preiss, am Montag zur Vorlage der Bilanzzahlen für 2019.

Der Vorstand der Volksbank Bühl: Hans-Jörg Meier, Claus Preiss und Marco Feit (von links).

© Jigal Fichtner/Volksbank Bühl

Der Vorstand der Volksbank Bühl: Hans-Jörg Meier, Claus Preiss und Marco Feit (von links).

Von Tobias Symanski

Das Wachstum des Instituts lässt sich unter anderem an der Entwicklung der Bilanzsumme ablesen, die ein Indikator für die Größe einer Bank ist. Hier lag der Zuwachs bei 8,6 Prozent auf knapp 1,274 Milliarden Euro. Beim Kundenvolumen ging es gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2018 um 7,4 Prozent auf rund 2,445 Milliarden Euro nach oben.

Trotz der angespannten Lage am Zinsmarkt schaffte es die Volksbank, den Zinsüberschuss im vergangenen Jahr etwas zu steigern – um etwa ein Prozent auf 18,8 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte noch deutlicher zu – um 4,7 Prozent auf 11,2 Millionen Euro.

Besonders erfreulich habe sich das Finanzierungsgeschäft im Firmenkundensegment entwickelt, in dem die Bank für das Jahr 2019 ein Rekordergebnis verzeichnete. Das Neuzusagevolumen lag hier mit 112,5 Millionen Euro noch einmal 31,4 Prozent höher als im Vorjahr. Insgesamt konnte der Bestand an bilanziellen Kundenkrediten um etwa 4,1 Prozent auf 634,8 Millionen Euro gesteigert werden. „Allein die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilienkrediten zu Bau-, Kauf- und Modernisierungszwecken führte zu einem Neukreditvolumen, was einer erneuten Steigerung von 11,7 entspricht“, hieß es.

Am Ende verbuchte die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Steuern von 7,8 Millionen Euro, nach 6,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss in Höhe von 4,6 Millionen Euro, 0,2 Millionen Euro weniger als 2018.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreterversammlung erhalten die Mitglieder der Volksbank Bühl auch in diesem Jahr eine Dividende von sechs Prozent. 3,8 Millionen Euro wandern in die Rücklagen. Damit ergibt sich zum Ende des Jahres 2019 eine Gesamtkapitalquote von 19,7 Prozent. „Das macht uns frei in vielen Entscheidungen“, sagte Preiss zur komfortablen Finanzausstattung der Genossenschaftsbank. 142,6 Millionen Euro Eigenkapital stehen jetzt in den Büchern.

Am Filialkonzept hält die Volksbank Bühl nach wie vor fest. „Wir sind da ein bisschen allein auf weiter Flur“, sagte Preiss, der die Zukunft der Bank fest in der Region sieht: „Das Geschäftsfeld soll im Postleitzahlengebiet der Volksbank Bühl liegen“, sagte der Volksbank-Chef. „Wir denken, das das ein zukunftsfähiges Modell ist. Ansonsten würden wir unsere Identität verlieren.“

Die Filiale vor Ort spiele dabei eine wichtige Rolle:„Wir wollen mit den Zweigstellen die Nähe zu unseren Kunden behalten“, sagte Preiss. Derzeit betreibt das regionale Institut mit seinen 243 Mitarbeitern 28 Geschäftsstellen.

Zwischen 2010 und 2015 habe das Unternehmen alle auf den neuesten Stand gebracht. Nun sind noch die beiden großen Standorte in Bühl und Kehl an der Reihe. Rund zehn Millionen Euro sollen in den kommenden drei bis vier Jahren dafür ausgegeben werden. Konkret sind vor allem die Planungen für Kehl. Hier soll Ende des Jahres mit dem Umbau des Standortes begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2021 eingeplant.

Dass die Volksbank Bühl für ihre Zukunftsstrategie ohne Fusion auskommt, unterstrich Preiss am Montag noch einmal. Es gebe keine Gespräche über eine Fusion. Und Vorstand Marco Feit ergänzte: „Wir sind die kapitalstärkste Bank in der Region, wir können alles alleine wuppen.“

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Erstellt:
9. März 2020, 19:04 Uhr
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