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Weit entfernt von einer Krise

Baden-Baden (moe) – Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen wollen die Handballer des TVS Baden-Baden zurück in Erfolgsspur – und ausgerechnet gegen das Topteam des TSV Neuhausen, der am Sonntag in der Sandweierer Rheintalhalle gastiert. Gegen die Württemberger hat der TVS noch eine Rechnung offen.

Ab durch die Mitte: Auch gegen Neuhausen muss Markus Koch (grünes Trikot) mit ordentlich Gegenwehr rechnen.

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Ab durch die Mitte: Auch gegen Neuhausen muss Markus Koch (grünes Trikot) mit ordentlich Gegenwehr rechnen.

Von Moritz Hirn

Betrachtet man die vergangenen zwei Spiele des TVS Baden-Baden in der Oberliga isoliert, könnte dem geneigten Betrachter das Wort (Ergebnis)Krise in den Sinn kommen. Schließlich ist ein Punkt aus zwei Spielen im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf der Sandweierer Handballer ziemlich ungewöhnlich. Sandro Catak reagiert beim ominösen „K-Wort“ allerdings leicht allergisch: „Davon sind wir weit, weit, weit entfernt“, sagt der TVS-Coach mit fester Stimme. Die vergangenen zwei Begegnungen seien definitiv „kein Beinbruch. Wir haben noch ein gut gefülltes Punktekonto“. Damit hat Catak durchaus recht.

Neuhausen in der Vorrunde wie im Rausch

Der TVS liegt trotz der Niederlage in Teningen und dem Remis gegen Weilstetten mit 28:12 Zählern und Platz vier gut im Rennen. Obendrein ist es fast vier Monate her, dass die Mittelbadener in zwei Spielen in Folge ohne Sieg geblieben sind: Neben der Heimniederlage gegen Söflingen ging damals das vorangegangene Duell beim TSV Neuhausen verloren. Und das mit 23:34 ziemlich krachend. „Neuhausen hat sich damals in einen richtigen Rausch gespielt“, erinnert sich Catak leidvoll.

Just am Sonntag steht nun das Rückspiel gegen den TSV an, der Aufstiegskandidat gibt um 17 Uhr in der Rheintalhalle seine Visitenkarte ab. Wie bei den Gastgebern hat diese auch bei den Württembergern ein paar Knicke abbekommen: Von den vergangenen drei Partien hat der TSV zwei verloren – beide auswärts: in Pforzheim sowie bei der SG Köndringen.

Catak: „TSV ist absoluter Topfavorit“

Nicht nur angesichts dieser Statistik rechnet sich der Sandweierer Übungsleiter Zählbares aus: „Wir spielen zu Hause, da wollen wir natürlich gewinnen“, betont Catak, lässt aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass Neuhausen „der absolute Topfavorit“ ist. Das macht der TVS-Coach unter anderem am Kader fest, obwohl mit Kapitän Hannes Grundler (Innenbandriss im Knie) und Timo Durst (Riss der Achillessehne) das Topduo bei den Gästen langfristig ausfällt. Zur Verdeutlichung: Allein 16 der 34 Tore bei der Hinspielklatsche erzielten die beiden TSV-Topscorer. „Die haben ganz klare Aufstiegsambitionen und haben personell nochmal nachgelegt“, weiß Catak. Zudem verfüge der TSV mit Magnus Becker und Niklas Prauß über eines der besten Torhütergespanne der Oberliga.

Dennoch liegt der Aufstiegsfavorit nur drei Pluspunkte vor den Sandweierern auf Platz zwei der Tabelle, weshalb sich am Sonntag ein ziemliches spannendes Spiel entwickeln dürfte. Will der TVS dabei in die Nähe eines Zählers kommen, muss die Angriffsleistung deutlich besser werden. „Wir machen einfach zu viele Fehler“, hat Catak ausgemacht. Vor allem zuletzt gegen Weilstetten war dies eklatant. Die einzigen Lichtblicke waren diesbezüglich der zum Linksaußen umfunktionierte Abwehrchef Sebastian Wichmann sowie – mit Abstrichen – Markus Koch, der in der Crunchtime mehrfach Verantwortung übernahm.

Einsatz von Mitzel und Henke fraglich

Personell sind die Gastgeber weiterhin alles andere als auf Rosen gebettet. Die Einsätze von Max Mitzel und Franz Henke sind weiter fraglich, definitiv fehlen wird Maxi Vollmer. Das endgültige Strafmaß nach seiner Blauen Karte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen einen Referee stand bis gestern Abend noch nicht fest. Um den Kader aufzupäppeln – vor allem mit Blick auf die Spielmacherposition – wird David Fritz aus Team II wieder aufrücken.

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Erstellt:
13. Februar 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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