Weltrekorde sind manchmal sehr vergänglich

Baden-Baden (ket) – Wie gewonnen, so zerronnen: Manche Weltrekorde sind nur von kurzer Daue, von sehr kurzer sogar – und nicht immer sind daran die Sportler schuld.

„Für mich war klar, dass das nicht stimmen kann“: Bianca Kappler über ihren 6,96-Meter Sprung bei der Hallen-EM 2005 in Madrid. Foto: Rainer Jensen/dpa

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„Für mich war klar, dass das nicht stimmen kann“: Bianca Kappler über ihren 6,96-Meter Sprung bei der Hallen-EM 2005 in Madrid. Foto: Rainer Jensen/dpa

Von Frank Ketterer

Das Gefühl, einen neuen Weltrekord aufgestellt zu haben, durfte Noah Lyles nur ziemlich kurz genießen. Natürlich: Er ist amtierender Weltmeister über 200 Meter, da kann man schon mal eine neue Bestmarke aufstellen. Dass er den bereits fabelhaften Fabelweltrekord von Fabelsprinter Usain Bolt (19,19 Sekunden) im Rahmen der Anfang Juli stattfindenden „Inspiration Games“ aber um gleich fast drei Zehntelsekunden (18,91) unterboten haben sollte, erschien den Kampfrichtern dann aber doch zu, nun ja, zu fabelhaft.
Jedenfalls ließen sie flugs nachmessen – und siehe da: Die Zeit – 18,91 Sekunden – wurde zwar bestätigt, nicht aber die zurückgelegte Strecke. Soll heißen: Der US-Sprinter war nicht 200, sondern lediglich 185 Meter gerannt – und das keineswegs, wie man jetzt leicht vermuten könnte, in betrügerischer Absicht. Vielmehr hatten ihm die Kampfrichter irrtümlich eine zu kurze Bahn zugewiesen.

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Erstellt:
29. Juli 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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