Weniger Einbrüche, Schutz dennoch wichtig

Baden-Baden/Bühl(red/vn) – Die Tage werden kürzer – und die Polizei rechnet auch im Bereich des Präsidiums Offenburg im Vergleich zu den Sommermonaten mit wieder steigenden Einbruchszahlen.

Die Zahl der Einbrüche ist im Landkreis Rastatt von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent zurückgegangen. Foto: Andreas Gebert/dpa

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Die Zahl der Einbrüche ist im Landkreis Rastatt von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent zurückgegangen. Foto: Andreas Gebert/dpa

Insgesamt war die Entwicklung in diesem Jahr bislang allerdings positiv, die Einbruchszahlen waren „tendenziell rückläufig“, heißt es im Pressetext. Dies dürfte der Pandemie geschuldet sein; viele Bürger hielten sich vermehrt zu Hause auf. „Aber auch die zielgerichteten und aufwendigen polizeilichen Maßnahmen dürften ihren Teil zu den positiven Statistikwerten beigetragen haben.“

2019 wurden im Bereich des Präsidiums Offenburg insgesamt 544 Wohnungseinbruchsdiebstähle gezählt, davon 104 im Stadtkreis Baden-Baden, 253 im Ortenaukreis und 187 im Landkreis Rastatt.

Rückgang um bis zu 40 Prozent

„Betrachtet man die Zahl der verübten Einbrüche in den Monaten Januar bis September dieses Jahres, so sind in Baden-Baden und im Ortenaukreis Rückgänge von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr zu verzeichnen“, so die Mitteilung weiter. „Noch erfreulicher ist die Entwicklung im Kreis Rastatt: Dort gab es einen Rückgang um rund 40 Prozent.“

Umfangreiche Ermittlungen der Beamten der Reviere Baden-Baden und Bühl sowie des Kriminalkommissariats Rastatt haben in den vergangenen Wochen nicht nur zur Aufklärung einer Reihe zurückliegender Straftaten im Raum Baden-Baden geführt, sondern auch zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen. „Das Duo steht im Verdacht, im Zeitraum zwischen Ende August und Ende September für mindestens sieben Einbruchsdiebstähle in Gebäude in der Baden-Badener Innenstadt und weitere Straftaten verantwortlich gewesen zu sein.“ Das Duo sei in Untersuchungshaft.

Einbrechern, die diesen Monat in Rheinmünster-Stollhofen ihr Unwesen getrieben haben, gelang es, unerkannt zu entkommen. Die Ermittlungen dauern an.

Eigenheime besser gesichert

Dass sich Investitionen in den Einbruchsschutz lohnen, zeigt laut Polizei der gescheiterte Einbruch dieser Tage in ein Geschäft in Neuried (Ortenaukreis). Dort mussten zwei Unbekannte unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Auch zunehmend besser gesicherte Eigenheime erschweren den Langfingern ihr Vorhaben. Statistisch gesehen scheitern nahezu die Hälfte der Einbruchsversuche, so die Polizei.

Kostenlose Beratung in Bühl

Wie die eigenen „vier Wände“ bestmöglich gegen unerwünschten Besuch geschützt werden können, wie sehr dies möglicherweise den eigenen Geldbeutel belastet und wo die hierfür notwendige Technik erhältlich ist, kann bei den Beamten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Offenburg am Tag des Einbruchschutzes (Sonntag, 25. Oktober) in Erfahrung gebracht werden.

In der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr können sich Bürger kostenlos auf dem Rathausplatz in Bühl zum Thema „Einbruchschutz“ informieren. Im Rahmen dieser Veranstaltung können auch Termine für kostenlose „Vor-Ort-Beratungen“ mit den Beamten vereinbart werden.

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Erstellt:
24. Oktober 2020, 17:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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