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„Wetten, dass“ Sie das nicht über Frank Elstner wussten?

Baden-Baden (dpa) – TV-Urgestein Frank Elstner präsentiert ab diesem Freitag bei Netflix die letzte Staffel von „Wetten, das war´s..?“. Dabei geht es vor allem um seine Gäste. Hier ein Dutzend Dinge, die Sie so vermutlich noch nicht über den 78-jährigen Baden-Badener wussten:

Nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Gast gefragt: Frank Elstner 2016 bei der Aufzeichnung der 500. Latenight-Show mit Moderator Pierre M. Krause. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

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Nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Gast gefragt: Frank Elstner 2016 bei der Aufzeichnung der 500. Latenight-Show mit Moderator Pierre M. Krause. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

- Auszeichnungen hat Frank Elstner ja genug bekommen. Abitur hingegen hat er nicht – als einziger seines damaligen Schuljahrgangs, wie er sich in einem Interview erinnert. Die Folge: Theaterwissenschaften wollte Elstner zwar studieren, durfte es aber nicht. „Und dann kam das Angebot von Radio Luxemburg, dort als Discjockey zu arbeiten.“

- Kennen Sie das Bambi? Nein, nicht die Auszeichnung. Das Rehkitz oder korrekter gesagt: Hirschkalb. Unter damals noch anderem Vornamen verleiht der junge Frank Elstner dem weltberühmten Tierchen seine Stimme. Auch „Der kleine Lord“ (1956) und ein Schüler in Kästners „Das fliegende Klassenzimmer“ (1964) werden von Elstner vertont.

Heimspiel: Viele Jahre präsentierte Frank Elstner im Alten E-Werk Baden-Baden seine „Menschen der Woche“, eine Talkshow-Reihe des Südwestrundfunks.  Foto: SWR/Krause-Burberg/Archiv

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Heimspiel: Viele Jahre präsentierte Frank Elstner im Alten E-Werk Baden-Baden seine „Menschen der Woche“, eine Talkshow-Reihe des Südwestrundfunks. Foto: SWR/Krause-Burberg/Archiv

- Abba fand er damals gut, Jimi Hendrix auch und Peter Maffay, der allein 17 Mal bei „Wetten, dass..?“ zu Gast war. Aber dass Elstner auch mal beim Rapper Cro in einem Video mitmischt? Das hätte auch seine Tochter nicht gedacht, bei der er das erste Mal vom Musiker gehört hat, wie er in einer Kolumne schreibt. Im Video zum Song „Traum“ spielt er im Jahr 2014 – was sonst? – einen Showmaster. Und lernt Cro ohne Maske kennen.

- Im Alter von 77 Jahren wird Elstner 2019 bei den YouTube Goldene Kamera Digital Awards der Preis als „Best Newcomer“ verliehen für seine Interviewreihe „Wetten, das war’s..?“. Für Kai Pflaume eine Sensation: „Der erste Mensch weltweit, der einen Newcomer-Preis nach dem Preis fürs Lebenswerk gewonnen hat“, sagte er als Laudator.

- Von 2002 bis 2009 moderierte Frank Elstner die Versteckte-Kamera-Show „Verstehen Sie Spaß?“. Viele Jahre zuvor war er selbst schon vom Vorgänger Kurt Felix aufs Glatteis geführt worden. Der Schweizer verkleidete sich und bot Elstner puren Essig aus einer Champagnerflasche an. Da er einen kräftigen Schluck nahm, verlor der Moderator eine persönliche Wette mit seiner Familie, niemals von dem ARD-Spaßmacher hereingelegt zu werden.

Start eines TV-Klassikers: Frank Elstner präsentiert am 14. Februar 1981 in Düsseldorf die erste Ausgabe der ZDF-Show „Wetten, dass..?“, die er auch erfunden hat.  Foto: Foto: Dürrwald dpa/Archiv

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Start eines TV-Klassikers: Frank Elstner präsentiert am 14. Februar 1981 in Düsseldorf die erste Ausgabe der ZDF-Show „Wetten, dass..?“, die er auch erfunden hat. Foto: Foto: Dürrwald dpa/Archiv

- Der Showmaster wurde mit einem Defekt am rechten Auge geboren, einer sogenannte Mikrophthalmie, bei der der Augapfel fehlgebildet ist. Sein aus weißem und farbigem Spezialglas hergestelltes Ersatzauge steckt er auf – und nimmt es ab und zu bei Partys als Gag auch einmal ab, wie er in einem Zeitungsinterview erzählt hat.

- Frank Elstner war nie mit Hannelore Elsner verheiratet. Das muss man vielleicht mal betonen. Denn es ist bei Google eine immer wieder gestellte Frage zum Showmaster. Hannelore Elsner – ohne t – war zu Lebzeiten zwar verheiratet, aber keineswegs mit Elstner. Und mal im Ernst: Sein Nachname lässt auch nicht auf eine solche Ehe schließen.

- Joachim „Joko“ Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf - bekannt als Moderatoren-Duo Joko und Klaas - stehen ebenso auf der Gästeliste von Elstners zweiter und letzter „Wetten, das war’s..?“-Staffel bei Netflix wie Charlotte Roche, Daniel Brühl und Lena Meyer-Landrut. Mit der damals noch sehr jungen Sängerin und Titelträgerin führte Elstner 2011 vor dem ESC ein Gespräch, das beiden in Erinnerung geblieben ist. Patzig, arrogant und pampig - Lenas Auftreten kam nicht wirklich gut an, Elstner verteidigte sie dennoch.

- Elstner ist übrigens seit einigen Jahren auch Pate. Von einem Känguru. Glauben Sie nicht? Schauen Sie sich „Frank“ an, das weiße Bennett-Känguru, das nach wie vor durch den Karlsruher Zoo hüpft. Die Idee zur Ehrenpatenschaft kam während gemeinsamer Dreharbeiten für eine Folge von „Elstners Reisen“ in Australien und Tasmanien auf, erzählt Zoodirektor Matthias Reinschmidt, ein Freund Elstners.

Unterwegs in Sachen Artenschutz: Gemeinsam mit dem Karlsruher Zoodirektor Matthias Reinschmidt (Mitte) ist er in „Elstners Reisen“ für den SWR unterwegs, hier in der Folge „Die Retter der Orang-Utans“ (2014). Foto: SWR/Christian Ehrlich/DOCMA TV“

© SWR/Christian Ehrlich/DOCMA TV

Unterwegs in Sachen Artenschutz: Gemeinsam mit dem Karlsruher Zoodirektor Matthias Reinschmidt (Mitte) ist er in „Elstners Reisen“ für den SWR unterwegs, hier in der Folge „Die Retter der Orang-Utans“ (2014). Foto: SWR/Christian Ehrlich/DOCMA TV“

- Fast ebenso lang wie die Liste seiner TV-Shows ist die Zusammenstellung seiner Auszeichnungen. Elstner war im Jahr 2000 nicht nur „Oberösterreicher des Jahrhunderts“, er wurde unter anderem auch mit dem Saumagen-Orden, dem Ohrenorden der Bürgergesellschaft Köln von 1863, der Narrenschelle und dem Münchhausenpreis gewürdigt. Mal abgesehen vom Deutschen Fernsehpreis, dem Bambi für sein Lebenswerk und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

- Elstner ist an Parkinson erkrankt. Die Krankheit ist aber nicht der Grund für seinen Abschied vom Bildschirm, betont er stets: Parkinson schränke sein Leben nicht ein. „Dann zittere ich halt“, sagte er zuletzt in einem Interview.

- Der Talkmaster prägte in den 1960er und 1970er Jahren Radio Luxemburg. Und Radio Luxemburg prägte Elstner, unter anderem auch seinen Namen. Elstner, der damals noch Tim Elstner hieß, wurde gebeten, statt seines richtigen Vornamens einen anderen zu wählen. Denn es gab damals bereits einen Sprecher namens Tom. Der ähnliche Klang hätte zu Verwechslungen führen können. „Tim und Tom, das wäre mir vorgekommen wie Fix und Foxi“, erklärte er vor einigen Jahren in einem Rückblick. Tim wählte also den Namen seines Bruders: Frank.


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